Lager und Logistik

Quell´ der Freude

Versandhaus arbeitet mit neuer Software noch ­effizienter
Gammaware hat bei Quelle im Werbemittelversand ihr Lagerverwaltungs- und Versandsystem installiert. Somit hat der Großversender eine in der Funktionalität erweiterte und dem Stand der Technik angepasste Lösung.

Heute bringt der Werbemittelversand des Versandhauses Quelle seine Pakete, wie noch anno 1929, nicht mehr mit dem Handwagen zur Post. Denn aus dem 14.000 Quadratmeter großen Werbemittelversand werden an zehn Arbeitsstationen täglich durchschnittlich 4.000 Sendungen über das Versandsystem abgewickelt. Das ist nur mit ausgeklügelter Logistik und entsprechender Software möglich. Im Werbemittelversand lagert und versendet man Kataloge, Werbeschriften und Werbeartikel wie Leinentaschen, Kugelschreiber oder Notizklötze. Bis 1996 wurden pro Tag etwa 30 bis 40 Belege für den Shop-Versand bearbeitet. Diese zeit- und personalintensiven Tätigkeiten nahmen stetig zu. Artikel wurden nicht lagerplatzorientiert, sondern nur bestandsmäßig verwaltet.

Herr Karl, Leiter des Werbemittelversandes in Nürnberg, unternimmt einen kurzen Ausflug in die Historie: „Im Jahr 1996 mussten wir feststellen, dass aufgrund der stetig gewachsenen Betriebsgröße die entstandenen Engpässe nicht gelöst werden konnten. Um die Wettbewerbsfähigkeit des Betriebes zu erhalten, waren wir gezwungen neue Wege zu gehen. Unser Ziel war, durch ein DV-gestütztes Lager- und Versandsystem die logistische Abwicklung zu straffen, die Fertigungsprozesse den Erfordernissen anzupassen und die Warenwirtschaft transparenter zu gestalten.“

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Chaotisch ist nicht gleich „chaotisch“

Die Bestellungen von Werbematerial werden auf elektronischem Weg von den Shops oder Sammelbestellern in das Hostsystem übertragen. Telefonische Bestellungen gibt der Sachbearbeiter direkt in das Lagerverwaltungssystem ein. Die Entnahme führt zu einer automatischen Bestandsabbuchung. Bei fehlender Ware wird eine Nachsendung vom System angestoßen, sobald wieder Ware vorhanden ist. Die Software führt das Lager nach dem Prinzip der chaotischen Lagerverwaltung. Der benötigte Nachschub für die Fertigung wird durch die Sachbearbeiter über das System initiiert und an die mit Funkscannern ausgestatteten Lagermitarbeiter übertragen. Die Bedienerführung der Scanner stellt sicher, dass man die richtige Ware vom richtigen Platz und in gewünschter Stückzahl entnimmt. Nach dem Lieferscheinausdruck und der Übergabe in das Versandsystem CPS NG bekommen die Adressetiketten automatisch ihren entsprechenden Leit- und Identcode. Dadurch kann ein Tracking und Tracing schneller erfolgen. Dazu nochmal Herr Karl: „Die ständig aktuelle Bereitstellung aussagekräftiger und frei konfigurierbarer Auswertungen im neuen Versandsystem hat mich überzeugt und versetzt mich in die Lage, wichtige strategische Entscheidungen aufgrund einer gesicherten Datenbasis zu treffen.“Guido Matthes

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