Lagerorganisationssystem LogoS

Gefahrgut gefahrlos versenden

Softwaretool erkennt, was zusammen reisen darf
Definitionsdialoge für Zusammenladeverbote nach ADR-Klassen und Verträglichkeitsgruppen.
Die Spezialisten einer Warehouse-Management-Software-Schmiede haben ein neues Tool zur Planung und Steuerung der Verladung von Gefahrgütern in ihr Lagerorganisationssystem integriert. Mit Hilfe dieses Moduls können Zusammenladeverbote schon vor Kommissionierung und Verpackung entsprechend den gesetzlichen Regelungen beachtet werden.



Die Auflagen und Anforderungen im Versand von Gefahrgut haben sich in den letzten Jahren deutlich verschärft. Dieser Entwicklung trägt das Software-Unternehmen Gigaton in Viernheim mit der Einbindung einer automatischen Überwachung möglicher Verbote zur Zusammenladung und Trennung von Stoffen Rechnung. Das neue und als Zusatzmodul in das Warehouse-Managment-System (WMS) LogoS integrierte Tool basiert auf den Bestimmungen zur Zusammenladung nach ADR/RID. Da alle im WMS verwalteten gefährlichen Stoffe aus Steuerungs- und Dokumentationsgründen ohnehin eine Zuordnung zu ADR-Klassen (Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße), Verträglichkeitsgruppen und UN-Nummern haben müssen, kann die Software automatisch ermitteln, ob ein Zusammenladeverbot oder Trennungsgebot besteht.

Automatische Ladungstrennung

Das System reguliert neben einem generellen Check der Möglichkeiten zur Zusammenladung auch die Prüfung von so genannten „bedingten Zusammenladeverboten“. Insbesondere bei Gütern der Klasse 1 werden zusätzlich Verträglichkeitsgruppen und Einschränkungen überprüft. Ist die Zusammenladung „eingeschränkt möglich“ und kann eine weitere Prüfung systemseitig nicht mehr erfolgen, weil Gefahrgüter, deren spezifische Verpackung und spezielle Eigenschaften in Augenschein genommen werden müssen, gibt das System eine auf den gesetzlichen Bestimmungen basierende Checkliste aus, wie in diesem gesonderten Fall konkret zu verfahren ist.

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Optimierung durch frühzeitige Planung

Der Vorteil des neuen Systems besteht nach Angaben des Software-Herstellers in der nahtlosen Integration in das WMS. Die Entscheidungen, inwieweit die Zusammenladung erlaubt oder eine Trennung von Gefahrgütern geboten ist, kann unmittelbar in die durch das WMS gesteuerten logistischen Prozesse eingebunden sein.

Schon bei der Planung der Kommissionierung wie auch bei der Disposition von Lieferungen und Touren wird für jede Position geprüft, ob Zusammenladeverbote oder Trenngebote bestehen. Liegt ein solches Trenngebot vor, wird dies für den Nutzer anschaulich mit dem Verweis auf die jeweilige gesetzliche Grundlage angezeigt. Durch diese frühzeitig in den operativen Ablauf integrierte Information kann sowohl die Kommissionierung als auch Verpackung und Tourenplanung automatisch die jeweiligen gesetzlichen Vorgaben berücksichtigen. Die Prozess-Steuerung in Lagern mit gefährlichen Stoffen gestaltet sich auf diese Weise nach Herstellerangaben viel effizienter, weil von vornherein bei der Planung schon bekannt ist, welche Stoffe später zusammen verladen werden dürfen. Damit lassen sich sowohl Kommissionier- und Packvorgänge wie auch Transportkapazitäten besser planen und optimieren.
Das WMS LogoS ist traditionell an den Erfordernissen in der Lagerhaltung für die Chemisch-/Pharmazeutische Industrie ausgerichtet. Mit dem neuen Modul bietet das Lagerorganisationssystem nach Überzeugung des Herstellers neben der typischen Steuerung in der Lagerung von gefährlichen Stoffen auch eine wichtige Komponente im Hinblick auf die Effizienzsteigerung im Versand. PR/pb

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