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Lager- und VerteilzentrumSo lind und flieder

Geislinger Lager- und Waren- verteilzentrum aufpoliert
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Lager- und Verteilzentrum: So lind und flieder
Hier findet jeder Topf seinen Deckel. Kein Löffel geht verloren. Jeder Auftragskarton macht seinen Weg. Alles ist im Einklang. Das Geislinger Werk der Württembergischen Metallwarenfabrik (WMF) hat mit Viastore Systems aus Stuttgart seine Intralogistik auf Vordermann gebracht – und dabei auch Feng-Shui-Prizipien berücksichtigt.

Nichts geht über eine schön gedeckte Tafel. Essen und Trinken sind ein Erlebnis – zumindest sollte das so sein. Damit auf und um den Tisch herum alles stimmt, dafür sorgt seit mehr als 150 Jahren das Geislinger Traditionshaus mit den drei Buchstaben, die wohl in keiner Küche fehlen: WMF. Ein Erlebnis ist auch der Besuch des Logistikzentrums: Große und kleine Kartons bewegen sich über sechs Stockwerke, machen in Kommissionierstationen Halt, werden bestückt - hier ein Löffelchen, da eine Schüssel - werden wieder losgeschickt und setzen ihren Weg beschaulich fort. Das System weiß genau, woher und wohin. 29.000 Auftragspositionen pro Schicht verlassen das Lager – reibungslos, vollständig, optimal verpackt. Und ganz in Harmonie mit sich und der übrigen Welt. Denn die Geislinger sind mit hellgrünen Körben und fliederfarbenen Bändern den Erkenntnissen des Feng Shui gefolgt.

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Eine eher pragmatische und nüchterne Herausforderung war unterdessen die Sanierung des Lager- und Warenverteilzentrums (LWZ). Das alte war 25 Jahre alt, bedurfte dringend der Modernisierung, Ersatzteile für Steuerung und Fördertechnik waren nicht mehr erhältlich, Kleinteilelager und Rollpaletten-Hochregallager stammten von unterschiedlichen Lieferanten. Weil dies alles hohe Instandhaltungskosten nach sich zog und außerdem die moderner gewordene Auftragsstruktur nicht mehr zur Gesamtanlage passte, entschieden sich die Geislinger für einen Ideenwettbewerb. Den schließlich entschied Viastore Systems für sich. Die Stuttgarter planten und sanierten das LWZ ab 2003 in mehreren Stufen.

Eine Schwierigkeit war, Umbau und Modernisierung bei laufendem Betrieb in sechs Etagen des Gebäudes an abschüssiger Hanglage hinzubekommen. Die Umstellung von einer zweistufigen, artikelorientierten Kommissionierung der alten Anlage hin zur einstufig auftragsorientierten Kommissionierung war dabei eine wesentliche Kernaufgabe. Vorläufiges Ergebnis des Fertigwarenlagerumbaus, das die Stuttgarter noch weiterhin optimieren: Die Länge der Fördertechnik verkürzte sich von einst 7,5 auf jetzt 1,5 Kilometer. 17 Regalbediengeräte im Hochregallager verblieben aus dem Altbestand, im A-Lager sind 17 Viaspeed-RGBs fleißig unterwegs. Alles beginnt mit dem Aufrichten eines Auftragskartons, der alle Artikel für seinen Auftrag einsammelt und dann ohne Umpacken versandfertig gemacht wird. Pro Schicht, also binnen sieben Stunden, ergeben sich hieraus 350 Kubikmeter Versandvolumen. Die Abarbeitung der Auftragspositionen hat sogar noch Reserven; die Vorweihnachtszeit ist jährlich neu treffliche Gelegenheit für Grenzerfahrungen. Die allerdings harmonisch verlaufen, nicht nur dank der Farben. Tausende von Messern, Gabeln, Töpfen und andere nützliche Dinge verlassen täglich den Hof und machen das Essen zum Erlebnis am schön dekorierten Tisch – wie wär´s mit lind und flieder? Petra Born

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