Intralogistik in der Getränke- und Lebensmittelindustrie

Kernthema Intralogistik

Individuelle Lösungen für die abfüllende und verpackende Industrie
Beispiel einer intralogistischen Komponente: Elektrohängebahn. (Foto: Krones)
Die Anforderungen an die Intralogistik im Getränke- betrieb, in der Molkerei- branche und der Lebensmittel- industrie haben sich im Verlaufe der vergangenen Jahre gewandelt. Logistik ist zu dem Kernthema in vielen Unternehmen avanciert – auch für Krones, den Verpackungsspezialisten.

Neue Anforderungen sind unter anderem auch durch Produktvielfalt und neue Verpackungen entstanden. In der Getränkeindustrie substituieren beispielsweise PET-Behälter zunehmend die Glasflasche. Paletten mit folienverschweißten PET-Behältern können aber nicht so hoch gestapelt werden wie Flaschen in stabilen Kästen. Ein Blocklager wird somit flächenintensiv und kostspielig. Die zunehmende Produktdiversifikation über Geschmacksrichtungen, Verpackungen oder Ladungsträger gewinnt generell größeres Gewicht. Das Sortiment ändert sich schneller, die Bestellzyklen werden kürzer, ebenso die Lagerreichweiten. Die Bestell- und Liefermengen pro Artikel nehmen ab.

Durch die neue Vielfalt der Gebinde und Produkte ergibt sich mehr Platzbedarf im Lager. Erweiterungen der Lagerfläche sind aber zumindest in engen innerstädtischen Standorten nicht ohne weiteres machbar. Das macht mitunter Außenlager erforderlich – und damit zusätzlichen Lkw-Verkehr. Grundstückskosten und erhöhter Mitarbeiterbedarf für diese Transporte machen sich direkt in den Kosten des Logistikbetriebs bemerkbar. Außerdem kommt hinzu: weniger Effizienz im Verladebetrieb durch den reduzierten Einsatz von Mehrfach-Staplern, mehr Leerfahrten aufgrund eines Suchbetriebs sowie mehr Fehlverladungen aufgrund nicht genau zugeordneter Lagerflächen oder nur geringfügig unterschiedlicher Produktgestaltungen. Auch die Leergut-Problematik spielt eine Rolle, die sich logischerweise aus der hohen Produktvielfalt und den immer weiter verbreiteten Individualbehältern ergibt. Neben betrieblichen Rahmenbedingungen im Logistikbetrieb ist auch der Informationsfluss ein wichtiges Thema.

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Potenzial in der Logistik entdecken

Aus all diesen Punkten ist ersichtlich, dass erhebliches Potenzial in der Neuorganisation der Logistik steckt. Krones hat deshalb schon im Jahr 2000 damit begonnen, sein Portfolio um Lösungen für die Intralogistik zu ergänzen und ein leistungsstarkes Team in diesem Bereich aufzubauen. Seitdem sind etliche anspruchsvolle Lagerprojekte bei namhaften Kunden realisiert worden – Blocklagerverwaltungs-, Staplerleit-, Kommissionier- sowie vollautomatische Hochregallagersysteme. Das Besondere an der von Krones engineerten Hochregallagertechnik ist die Fähigkeit, individuelle Lösungskonzepte für die abfüllende und verpackende Industrie zu erarbeiten. Zur Lösungsfindung werden Krones Maschinen aus eigener Fertigung integriert – aber eben auch fremde Systeme, etwa Elektrohängebahnfahrzeuge, die dann zu einem für den Kunden optimalen Gesamtsystem zusammengeführt und von der Krones-eigenen IT gesteuert werden.

Die Steuerung der Intralogistik beginnt beispielsweise mit dem Management der Anfahrt eines Lkw auf den Hof, dem Pfortenwesen, dem Lkw-Aufruf, der Führung hin zu den Ladetoren. Parallel dazu werden die Palettenbewegungen im Hochregallager koordiniert. Der Lkw-Fahrer durchläuft mit Chip-Karteneinsatz mehrere Identifikationspunkte, schließlich belädt er mit einer Elektroameise seinen Lkw selbst. Danach identifiziert er sich erneut, meldet sich an der Pforte ab, und die Schranken öffnen sich zur Ausfahrt – so könnte eine spezifische Kundenlösung aussehen. Für Krones und die Anlagenbetreiber bedeutet Intralogistik eine sinnvolle, horizontale Angebotserweiterung, eine Integration der Lagertechnik in Gesamtlösungen, bis hin zum Bau ganzer Fabriken.

Von der Planung zur Ideallösung

Planung ist der erste Schritt zur Optimierung der Intralogistik. Nach einer detaillierten Analyse des Istzustands werden zunächst in einer Grobplanung und dann in einer Feinplanung die zukünftigen Abläufe festgelegt. Je nach Einsatzfall erstellen die Materialflusstechnik-Spezialisten bei Krones ein individuelles Konzept für die Lagerorganisation. Es wird nach der Ideallösung für den einzelnen Anwendungsfall gesucht – die vorhandenen Branchenkenntnisse in der Getränke- und Lebensmittelindustrie spielen hierbei eine große Rolle. Ein internationaler Getränkekonzern hat beispielsweise aufgrund seines starken Artikel- und Volumenwachstums eine Masterplanung mit Krones für einen osteuropäischen Produktionsstandort in mehreren Stufen bis 2018 vorgenommen. Bedingt durch die Substitution von Glas durch PET ließen zwei große deutsche Mineralbrunnen eine Masterplanung des Lagerkonzepts für den jeweiligen Produktionsstandort durchführen.

Neben Projekten im Blocklagerbereich, die die Steuerung von drei bis 30 Gabelstapler bei Großbrauereien umfassen, realisiert der Verpackungs- und nunmehr auch Intralogistikspezialist Krones derzeit Hochregallagersysteme als Generalunternehmer für die Getränkebetriebe Vitaqua, Breuna, Niederrheingold, Moers und Labertaler Mineralquellen, Schierling. Auch für kleinere Abfüllbetriebe ist eine Überlegung hinsichtlich einer Lagerreorganisation sinnvoll. Im Lebensmittelsektor wurde für Südzucker in Offenau ein Hochregallager realisiert. Blocklagerverwaltungssysteme finden sich hier unter anderem bei Feinkost Burkhardt in Schmölln und der Aldi-Kaffeerösterei in Ketsch. Im Molkereibereich zählt Krones beispielsweise die Molkerei Gropper in Bissingen, die Neuburger Milchwerke und die Milchwerke Berchtesgadener Land zu ihren Kunden. PR/pb

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