Großhandel für Lebensmittel

Gut für Leckermäuler

Reibungslose Logistik macht Kunden zufrieden
Das Logistics Execution System (SAP LES) nutzt sprachgesteuerte Systeme für die Kommissionierung und optimiert die Durchlaufzeiten im Lager. Logistikprozesse funktionieren ohne Belege und werden durchgängig. Ein Anwenderbeispiel.

Wer Lust auf etwas Süßes hat, sucht oft etwas ganz Bestimmtes. Tabak- und Süßwaren, Getränke, Snacks und andere Produkte – der Verbraucher nimmt es als selbstverständlich, dass die Regale in Lebensmittelmärkten, Tankstellen-Shops oder Tabakwarengeschäften mit dem kompletten Warensortiment des täglichen Gebrauchs permanent gefüllt sind. Dass dies allerdings eines komplexen Systems an Verwaltung, Lagerhaltung und Transport bedarf, ahnt er nicht – er muss es auch nicht wissen. Hauptsache, die Verteilung klappt und der gewünschte Artikel ist vorhanden. Bei Lekkerland in Frechen bei Köln funktioniert die reibungslose Logistik mit SAP. Das Großhandelsunternehmen beliefert 132.000 Kunden in zwölf Ländern Europas mit mehr als 45.000 verschiedenen Produkten aus dem Convenience-Sortiment. 1,5 Millionen Auftragspositionen werden allein in Deutschland durchschnittlich pro Tag bestellt. Das verursacht ein riesiges Datenvolumen. Um die Vielzahl der Produkte jederzeit an jeden Ort zu liefern, und dies innerhalb von 24 Stunden, muss die Logistik samt Lagerverwaltung, Steuerung und Fuhrpark wie am Schnürchen ablaufen.

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Beide Hände frei

Bei dem Großhandelshaus war ein neues Lagersystem fällig – es gab akuten Handlungsbedarf. Mit einer neuen Lagersoftware wollte das Unternehmen die IT-Strukturen vereinheitlichen, Logistikprozesse integrieren und die Datentransparenz erhöhen. Die Wahl fiel auf SAP Logistics Execution System (LES), einem Kernbestandteil von mySAP Supply Chain Management (mySAP SCM). Vor allem deshalb, weil mit diesem System sprachgesteuertes Arbeiten möglich ist und die Kommissionierer mit Kopfhörer und Mikrofon ihre Aufgabe erfüllen können. Sie müssen nicht mit Papierlisten hantieren und können deshalb schneller und produktiver kommissionieren. Die Frechener haben Pick-by-Voice über entsprechende Schnittstellen in das neue Lagerverwaltungssystem eingebunden. Aktuell kommissionieren die Anwender mit dem sprachgesteuerten System parallel bis zu sechs Aufträge.

Beleglose Supply- Chain-Prozesse

Nach nur fünf Monaten Projektdauer wurde das bisherige Lagerverwaltungssystem in der Niederlassung Lohfelden abgelöst. Die neue Software konnte den Vorgaben des Großhandelsunternehmens offenbar genügen. Die Durchlaufzeiten sind optimiert und die Logistikprozesse durchgängig. Das enorme Datenvolumen lässt sich bewältigen, und die wertschöpfenden Prozesse sind komplett abbildbar. Der weitestgehende Verzicht auf Papierbelege erhöht die Datentransparenz. Das erleichtert den Support des internen Competence Centers und vereinfacht zentrale Prozesse wie Inventur oder Kommissionierung. Das Großhandelshaus will die Schnittstellen zwischen Lager, Fuhrpark und Kunden weiter verbessern – nicht nur der Wareneingang soll künftig über Barcodes oder RFID beleglos funktionieren, sämtliche Supply-Chain-Prozesse sollen ohne Papier auskommen. Geplant ist außerdem ein Management-Reporting mit SAP NetWeaver Business Intelligence. Auch wenn er von all dem nichts weiß, wird der Kunde vor dem Regal die reibungslose Logistik zu schätzen wissen: Schließlich steht er am Ende der Kette. Und worauf er gerade Lust hat, wenn er zur Tankstelle oder an den Kiosk kommt, das sollte dann auch im Regal sein. pb

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