Lager und Logistik

Zur sanften Förderung

von Schüttgütern kommen oft Pendelbecherwerke und Becherwerke zum Einsatz. Weil dabei das Fördergut dosiert aufgegeben und nicht geschöpft wird, ist eine Beschädigung des Produktes und der Verschleiß der Becher fast ausgeschlossen. Eine zentrale Rolle bei diesem Fördermittel spielt die Ausführung der Förderkette. Hersteller Wiese führt sie als Gummikette aus: Dehnungsfrei, geräuscharm, ohne metallischen Abrieb, chemisch beständig und auch in der Lebensmittelindustrie verwendbar. Die Becher sind dabei zwischen zwei Gummiketten montiert und werden mittels Verzahnung über rollenverzahnte Antriebsräder voran getrieben. Die Zugbelastungen werden von einvulkanisierten Stahlseilen aufgenommen.

Die Konstruktion der Becherwerke von Wiese beruht auf einem geschlossenen Becherband. Die einzelnen Becher sind untereinander mit einer flexiblen Gummilasche verbunden. Dadurch wird eine hohe Stabilität und Zuverlässigkeit erreicht, so das hohe Fördergeschwindig­keiten und auf wenig Bauraum hohe Förderkapazitäten bis zu 120m3/h erreicht werden können. Insgesamt sind Baugrößen mit Förderkapazitäten von drei m3/h bis 120 m3/h lieferbar. Robuste Becherbänder erlauben die Förderung sowohl abrasiver Güter als auch sensibler Produkte. Teilweise werden die Becherwerke mit Düsenstöcken in der unteren Eckstation zum Auswaschen mit Wasser oder zum Ausblasen mit Druckluft ausgerüstet.

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Das Becherband des Pendelbecherwerks besteht aus frei hängenden Bechern, die zwischen zwei Gummiketten pendeln. Die Becher lassen sich pneumatisch oder elektrisch entleeren. Da sie stets in der Waagerechten hängen, können viele Linienführungen gewählt werden (Aufwärts-/Abwärtsförderung, T-Form, O-Form und so weiter). An dosierten Aufgabemöglichkeiten überlappen die Becher zu einem geschlossenen Band, damit kein Produkt verloren geht. Pendelbecherwerke werden auch beim Befüllen von Silobatterien, Mehrkopfwaagen oder Verpackungsmaschinen verwendet. Auch zum Transport von verwogenen oder abgezählten Produkten eignen sie sich.

Sowohl bei den Becherwerken als auch bei den Pendelbecherwerken bietet Wiese die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Gehäusebauformen zu wählen. Staubdichtigkeit, Schubladen im Aufgabebereich, ausreichend Inspektionsöffnungen und Modulbauweise, sind dabei wichtige Merkmale. Wichtige Module sind beispielsweise Spann-, Eck-, Abgabe- und Antriebsstationen, die durch Passschächte zu individuellen Baumaßen verbunden werden. Die Module sind untereinander austauschbar, so dass die Linienführung schnell und einfach vor Ort geändert werden kann. Es ist möglich, zwischen gasdichten, staubdichten und komplett zu öffnenden Gehäusen zur einfachen Säuberung zu wählen. Für die Lebensmittel- und Pharmaindustrie gibt es spezielle Hygienegehäuse. ms

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