ERP-Lagersoftware

ERP-Software für Coronet: Nicht von der Stange

Der Austausch einer vorhandenen ERP-Lösung durch eine komplett neue innerhalb nur weniger Tage war eine Herausforderung für Coronet, Spezialist für Industrie- und Präsentationskleiderbügel. Aufgrund einer Insolvenz mit nachfolgendem Betriebsübergang, durch den auch die Rechte zur Nutzung der bisherigen ERP-Software verloren gingen, war diese Zwangslage entstanden. "Sozusagen über Nacht eine neue Lösung zu implementieren, die möglichst eins-zu-eins unsere Prozesse so abbildet, wie wir es die ganze Zeit hatten, war kein leichtes Unterfangen, das war uns natürlich klar", beschreibt Berthold Baßler, Projektmanager, die damalige Situation. Die Entscheidung fiel dabei schließlich auf Sou als neuen ERP-Dienstleister: Nach einer Überprüfung der Funktionalitäten der ERP-Eigenentwicklung Sou.Matrixx stand fest, dass die Software mit ihrer Ausrichtung auf mittelständische Handels- und Fertigungsunternehmen alle Anforderungen aus dem Betrieb in gleicher Weise wie die bisherige Lösung erfüllen konnte. Darüber hinaus enthält sie bereits im Standard zahlreiche Steuerungs- und Reportfunktionalitäten für das Management, über die eine gezieltere Steuerung des Unternehmens möglich ist. Sämtliche relevanten Daten stehen und auf einen Blick zur Verfügung, so dass sich im Bedarfsfall sofort exakte Zahlen und Fakten abrufen lassen sowohl zur Analyse der Ist-Situation als auch zur vorausschauenden Planung. "Die Geschwindigkeit, Effizienz und Effektivität, mit der das Sou-Team die Umstellung aufgrund der besonderen Umstände in nur wenigen Tagen durchgeführt hatte, hat uns beeindruckt - auch Nachtschichten waren dabei kein Tabu und so sind wir genau im vorgesehenen Zeitplan geblieben", erklärt Martin Schweißhelm, Leiter der Finanzen bei Coronet,. Dadurch konnten die 50 User aus der Reihe der insgesamt 150 Mitarbeiter ihre üblichen Tätigkeiten in den einzelnen Abteilungen wie gewohnt weiter abwickeln. "Aufgrund der rasanten Umstellung hatten wir zwar leider keine Zeit für intensivere Schulungen der Anwender, so dass sie sich nachfolgend sukzessive und mithilfe von "Learning by doing" mit der neuen Umgebung und in ihren Unterschieden etwa im Hinblick auf die grafische Darstellung vertraut gemacht haben. Eine große Hilfe war und ist dabei auch heute noch die Hotline von Sou, die uns in Zweifelsfällen mit Rat und Tat zur Seite steht", bekräftigt der EDV-Verantwortliche Dietmar Schimpf. Hardwareseitig gab es offensichtlichere Veränderungen: Wurde das vorherige System via IBM AS/400 noch im eigenen Haus gehostet, so übernimmt SOU dies seit der Einführung von Sou.Matrixx am Unternehmenssitz in Schwetzingen. Dadurch haben sich messbare konkrete Kosteneinsparungen ergeben.

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Die Software im Einsatz

Kleiderbügel für Präsentationszwecke kommen aus Schwetzingen von Coronet. Sou lieferte hier nach einer Insolvenz eine neue ERP-Software.

Im Tagesgeschäft kommt bei Coronet in der Hauptsache das Vertriebsmodul zum Einsatz. Darüber lassen sich beispielsweise alle Kunden-Interaktionen in den Bereichen Vertrieb, Marketing und Service managen sowie über sämtliche Vertriebswege synchronisieren; weitere funktionelle Module sind zudem ein Angebotsmanagement, das die Voraussetzungen für eine präzise Bedarfsplanung schafft, Termin- und Kontaktverwaltung oder auch Features, um durch Fokussierung der gesamten Unternehmensabläufe die Kundenzufriedenheit zu steigern. Zudem ermöglicht die Software deutlich optimierte Prozesse im Einkauf, indem der gesamte Beschaffungsprozess von der Bezugsquellenfindung und die Bestellung bis hin zur Fakturierung gesteuert werden kann. Gleiches gilt für die Lagerwirtschaft: Hier lässt sich jederzeit übersichtlich nachvollziehen, was wo liegt oder ausgelagert worden ist. Außerdem sind in Sou.Matrixx die Module Buchhaltung und Lohn integriert - "da sie jeweils von Sou-Partnern kommen, ging deren Einbindung ebenfalls problemlos vonstatten", wie der EDV-Verantwortliche kommentiert - sowie ein komfortables E-Mail-System. Auf diese Weise ist ein in sich stimmiges und funktionsstarkes Gesamt-IT-System entstanden, das zu mehr Transparenz für das Management, deutlich optimierten Prozesse und verkürzten Auftragsdurchlaufzeiten geführt hat. "Das System ist durchgängig schlank und modular aufgebaut, so dass wir es im Bedarfsfall jederzeit erweitern und auf neue Anforderungen hin anpassen können", zieht Berthold Baßler ein positives Resümee der Zusammenarbeit. Möglich wäre beispielsweise die Einführung eines Produktionsplanungs- und -steuerungssystems, um dadurch die Prozesse in der Produktionswirtschaft künftig noch effizienter zu verwalten. Sabine Sturm/ bw

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