Dresdner Verpackungstag

Ausgepackt

Verpackungstagung zeigt neue Konzepte auf
Ein eindrucksvoller Ort, Symbol für Versöhnung und Hoffnung. Blick von der Kuppel der wieder hergestellten Dresdner Frauenkirche auf Elbflorenz, wo die Tagung stattfand. Foto: Born
Einen Überblick über Trends in der Verpackungsbranche verschafften sich die Teilnehmer der 16. Dresdner Verpackungstagung im Dezember. Das mit Fachreferaten prall gefüllte Programmpaket gab aufschlussreichen Abriss über aktuelle Themen. Schwerpunkte waren Neue Märkte, Automatisierungskonzepte sowie Methoden und Werkzeuge zur Anlagenplanung.

Rund ums Verpacken haben wir wieder viel dazugelernt“, resümierte Professor Dieter Berndt, Ehrenpräsident des Deutschen Verpackungsinstituts, die interessante und informative Tagung in Dresden Anfang Dezember 2006. Einmal mehr war die Zusammenkunft von Spezialisten aus Industrie und Wissenschaft eine geeignete Austauschplattform für Maschinen- und Anlagenbauer, Zulieferer und Anlagenplaner – und auch für Studenten.

Drei Hauptthemen fokussierte der Veranstalter, das Deutsche Verpackungsinstitut: Zum einen neue Automatisierungskonzepte, etwa standardisierte Datenerfassung bei Abfüll- und Verpackungsanlagen, Technologietrends bei Getränkeverpackung und flexible Abpacktechniken. Die Forderungen der Kunden nach Originalität, Flexibilität, Individualität und Qualität seien gestiegen. Sowohl diese Vorgaben als auch der Fortschritt in der Verpackungstechnik insgesamt haben sich direkt in Automatisierungsvorgängen umgesetzt und die Produktivität erhöht. Konkrete Anwenderbeispiele, die Erläuterung modularer Maschinenbauprogramme und optimierter Verpackungslinien offenbarten dem Auditorium das riesige und gleichwohl spannende Handlungsfeld Verpackungstechnik.

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Der zweite Themenschwerpunkt enthüllte, wie fruchtbar Wissenschaft und Industrie zusammenarbeiten können: Beispielsweise befasst sich Professor Dr. Uwe Nehls aus Oldenburg mit der Ermittlung und Optimierung der Herstellkosten von Verpackungen und hat hierfür ein Programm entwickelt – klar, dass die Industrie für derlei Entwicklungen nicht nur offene Ohren zeigte, sondern schon konkrete Anfragen anmeldete.

Das dritte Hauptaugenmerk schließlich stieß auf nicht minder großes Interesse: China. Die Frage, welche Chancen und Risiken die Erschließung des chinesischen Marktes für die Verpackungsindustrie birgt, bewegt die Gemüter. Und natürlich die Frage, wie der Produktpiraterie als Globalisierungsfalle vorgebeugt werden kann. Immerhin ist der chinesische Verpackungsmarkt der am schnellsten wachsende in der Welt. Dass auf dem Gebiet der Neuen Märkte eine kulturelle Herausforderung zu bewältigen ist, machte Brigitte Wolff, Chefin von Abacus Corporation Consulting, in ihrem Referat eindrucksvoll deutlich: Kulturen prallten aufeinander, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Der Chinese isst laut, der Deutsche eher leise. Der Name in China beginnt mit dem Nachnamen, in Deutschland mit dem Vornamen. Während hier die Trauerfarbe schwarz ist, ist sie dort weiß. Die Chinesen leben unter dem Himmel, derweil lebt der Deutsche auf der Erde. Tatsächlich: Die Tagungsteilnehmer haben in Dresden eine Menge dazugelernt. Petra Born

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