SCM SupplyWEB

Gemeinsame Sache

Transparenz und Kontrolle: Beschaffung über das Internet
80 bis 85 Prozent des Materialvolumens bei Leoni werden über SCM SupplyWEB gesteuert.
Seit Einführung von SCM SupplyWEB werden bis 85 Prozent des Materialvolumens eines Bordnetzsystemherstellers über diese Lösung gesteuert. An einigen Standorten wurde eine Bestandsreduktion im zweistelligen Prozentbereich erzielt.

Leoni zählt zu den weltweit größten und erfolgreichsten Herstellern von Drähten und Kabeln. Rund 47.000 Mitarbeiter entwickeln, fertigen und vertreiben in 46 Ländern überwiegend maßgeschneiderte Produkte und Lösungen für unterschiedliche Anwendungsgebiete. Um flexibel jeden Kundenwunsch aus dem großen Sortiment erfüllen zu können, arbeitet das Unternehmen an 60 Produktionsstandorten mit Lieferanten aus aller Welt.

Um die Nachbestellung von Teilen zu steuern, griff das Untenehmen seit den 90er Jahren auf das Lieferantenmanagement zurück, das als Standardanwendung im eingesetzten ERP-System integriert war. Dazu wurden die Fortschrittszahlen durchgängig vom OEM bis zum Lieferanten geschickt. Der Knackpunkt: Die grobe Planung lieferte nicht genug Information für eine sinnvolle Feinsteuerung, denn den tatsächlichen Verbrauch bildete sie nicht ab. Dadurch verharrte der Bestand auf relativ hohem Niveau, Verbesserungspotenziale konnten nicht erschlossen werden. Es mangelte auch an Transparenz besonders bei langen Lieferketten, die sich quer durch Osteuropa ziehen: Zwar war das Versanddatum bekannt, nicht aber, wo sich die Lieferungen unterwegs befanden. Die Logistiker von Leoni entwickelten deshalb eine neue Strategie für das Lieferantenmanagement: Nach dem Prinzip des Collaborative Managed Inventory (CMI) teilen sich Hersteller und Lieferant die Verantwortung für die Bestände. Dafür sollte die Beschaffung konsequent über das Internet abgewickelt werden, um den Bestand bei Zukaufteilen auf ein sinnvolles Maß zu reduzieren.

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Der Anforderungskatalog war klar umrissen: Die Lösung sollte sowohl auf Hersteller- als auch auf Lieferantenseite Transparenz schaffen und beiden Parteien eine einheitliche Sicht auf den aktuellen Status gewähren. Durch eine Kombination aus historischen Daten und dem Grobabruf als Prognose sollten genaue Informationen über den tatsächlichen Verbrauch und die daraus abzuleitende Neubestellung ersichtlich werden. Zudem war eine erprobte und zugleich zukunftssichere Lösung gewünscht, die internetbasiert arbeitet und die VDA-Standards unterstützt, gleichzeitig aber auch Lieferanten ohne EDI-Ausstattung einbindet. Die umfassendste Lösung hierfür hat Infor angeboten: Mit SCM SupplyWEB ließ sich die komplexe Aufgabe umsetzen. Das System ist schon im Automobilzulieferermarkt bekannt. Der Bordnetzspezialist nutzt jetzt die Produktionsvorschau aus dem ERP-System als Forecast, der Lieferanten wöchentlich übermittelt wird. Über eine Konsole in Infor SCM SupplyWEB werden Maximal- und Minimalbestände überwacht und ebenfalls in die Lieferantensteuerung einbezogen. Die Bestandsgrenzen werden kontinuierlich und automatisch auf Basis vergangener Verbrauchswerte und Zukunftsprognosen angepasst. Interessanter Zusatzeffekt neben der Bestandskontrolle: Lieferanten können effektiv danach bewertet werden, wie oft sie die angegebenen Grenzen des CMI überschreiten. PR/pb

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