Beschläge

Mehr Beschläge – größeres Lager

Verdoppelung der Beschläge-Intralogistik mit automatischem Lagersystem
Harald Löker, Leiter Investition und Einkauf in Trieben.
Dank des starken Absatzwachstums der vergangenen Jahre benötigt der österreichische Baubeschläge-Hersteller Maco zusätzliche Logistikkapazität. Fertigwarenlager und Kommissionierung am Produktions- und Lagerstandort Trieben in der Steiermark verdoppeln sich bis zum Sommer.

Seit September 2003, nach Auftragserteilung der ersten Baustufe für das Zentrallager Trieben, verzeichnet der Hersteller von Baubeschlägen ein jährliches Stückzahlen-wachstum im zweistelligen Prozentbereich. In Westeuropa ist nach Jahren der Stagnati-on ein klarer Aufwärtstrend erkennbar; auch das nachhaltige Wachstum der Märkte in Osteuropa hält weiterhin an, informiert Harald Löker, Leiter Investition und Einkauf bei Maco. Der kräftige Nachfrageanstieg macht es notwendig, das Logistikzentrum Trieben auszubauen. Die Verdoppelung des Logistikzentrums bis zum Juni 2007 ist Teil des zweistufigen Expansionsplans, den die Österreicher gemeinsam mit Witron umsetzen. Es entstehen 14 Regalgassen mit 26.000 Palettenstellplätzen für so genannte Normalar-tikel sowie weitere 4.500 Stellplätze für Langgutware, darüber hinaus zusätzliche Funktionalitäten in den Lagerverwaltungs- und Materialflusssystemen.

Die Entscheidung für eine automatisierte Lager- und Kommissionierlösung war in Trieben wegen der geringen Fehlerquote automatisierter Lager- und Kommissionierprozesse gegenüber manuellen Abläufen unstrittig. Automatische Paletten-Regalbediengeräte versorgen über Verbindungsfördertechnik acht Kommissionierstationen aus dem 27 Meter hohen Hochregallager. Zwei Pickplätze werden speziell für die Kommissionierung von 2,5 Meter langen Schließsystemen ausgestattet. An sämtlichen Pickplätzen wird nach dem Prinzip „Ware zum Mann“ gearbeitet. Fertig kommissionierte Auftragsware auf Europaletten oder Langgutpaletten wird im räumlich unmittelbar angeschlossenen Versandbereich prioritätengesteuert zur Verladung bereitgestellt. Mit der Erweiterung verbunden ist auch ein Umbau des bestehenden Lagers bei laufendem Betrieb – für die Inbetriebnahme natürlich eine zusätzliche Herausforderung.

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„Mit der Logistik reagieren wir auf signifikante Veränderungen unserer Kundenstruk-tur“, erklärt Harald Löker. Großverarbeiter können mit Beschlagelementen just-in-time beliefert werden. Das automatische Lager- und Kommissioniersystem verspricht nicht nur schnelle und flexible Reaktionsmöglichkeiten auf Kundenwünsche, sondern auch die Sicherstellung der Lieferfähigkeit an den Kunden. Das System berücksichtigt die in der Branche übliche Saisonalität; Marktschwankungen bis 50 Prozent zwischen den absatzstarken Sommer- und absatzschwächeren Wintermonaten sind nicht selten - trotz-dem benötigt der Kunde seine Ware immer in der entsprechenden Qualität und Stück-zahl zum richtigen Zeitpunkt. Das ist nur mit einer flexiblen Vorproduktion und -finanzierung in Kombination mit der jetzt erweiterten, variablen Lagerstruktur möglich. pb

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