Lager und Logistik

Gemeinsam sind sie stark

Mit Software, Kompetenz und Know-how den Waren- und Informationsfluss in Einklang bringen
Eine moderne Distribution und Kontrakt-Logistik gibt es bei Microlog aus Köln. Das ausgereifte Lagerverwaltungs-System von Atos Origin und die Auto-ID-Kompetenz von Opal Associates bringen den Waren- und Informationsfluss in Schwung.

Am Standort Heppenheim/Bergstraße wickeln die Logistiker von Microlog das nationale und internationale Geschäft von der Warenannahme bis zum Kundenversand ab. Das Zentrum wurde 2001 baulich erweitert, um größere Abwicklungskapazitäten zu haben. Das bestehende automatische Hochregallager wurde auf zehn Gassen mit insgesamt 24.000 Palettenplätzen erweitert und zusätzliche Kommissionier-Bereiche fördertechnisch angebunden. Die Umstrukturierung aller Logistikabläufe erforderte den Einsatz eines neuen Lagerverwaltungs-Systems und entsprechender Auto-ID-Technologie. Dazu Marco Eikelau, Geschäftsführer von Microlog in Heppenheim: „Eine Datenverarbeitung in Echtzeit, eine extreme Fehlerminimierung in allen Bereichen und der Wegfall von endlosen Papierlisten ergaben sich nach dem Umbau sozusagen automatisch.“

Aus vier mach eins

Die Heppenheimer entschieden sich für Atos Origin als Integrationspartner und Lieferant des Lagerverwaltungs-Systems. Die Plattform für die Umsetzung aller logistischen Anforderungen ist das System Icam und WMS, das man als Baukastensystem auf spezifische Kundenanforderungen zuschneiden kann. Zur Bandbreite des eingesetzten Systems gehört auch die Materialfluss-Steuerung mit direkter Kommunikations-Schnittstelle zu der Fördertechnik. Um zukünftig weitere Mandanten in das bestehende System zu integrieren, wird als zentrale Kommunikations-Plattform das EAI-Tool Actis Integrations-Manager eingesetzt, das viele Verbindungsmöglichkeiten zu Standard-ERP-Systemen zur Verfügung stellt.

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Zur Unterstützung der betrieblichen Abläufe in den manuellen Handling-Bereichen setzt man auf Datenfunk-Technologie von Intermec Technologies, die vom Integrationspartner Opal Associates auf die spezifischen Gegebenheiten angepasst wurden. Insgesamt befinden sich 22 Handheld-Trakker 2415 im Einsatz. 20 Access Points sorgen unter dem Standard 802.11b für den sicheren Datentransfer zum ICAM und WMS. Im Zusammenspiel mit den beiden Spezialanbietern ergibt sich ein innovatives Logistik-Konzept, das eine hohe Flexibilität für zukünftige Anpassungen und Erweiterungen bietet.

Bei der angelieferten Ware wird unter Berücksichtigung der in den Stammdaten hinterlegten Gefahrgutkennzeichen und -klassen für die einzulagernden Artikel ein passender Einlagerplatz im Hochregallager gesucht. Dann erfolgt im System eine Warenvereinnahmung am stationären Terminal oder am entsprechenden Funkterminal. Nach der Einlagerung auf dem Zielplatz wird die bestandstechnische Rückmeldung an die jeweiligen ERP-Systeme gesendet.

Verpackung mit Datenfunk

Aufgrund der unterschiedlichen Produkte erfolgt die Warenausgangsabwicklung über mehrere Bereiche. Zur Optimierung der lagertechnischen Abwicklung ist eine Auftragssimulation implementiert, über die man bereits im Vorfeld entscheiden kann, wie die einzelnen Lager- und Kommissionierbereiche zu beaufschlagen sind. Bei Artikeln, die auf Palettenbasis verschickt werden, erfolgt eine Bearbeitung über die so genannte dynamische Kommissionierung. Sie besteht aus insgesamt neun Plätzen, die nach dem Prinzip „Ware zum Mann” arbeiten.

Als besondere Variante wird in ­Heppenheim die so genannte RPS-Kommissionierung eingesetzt. Hierzu sind auf vier Ebenen die beiden äußeren Regalzeilen des Hochregallagers als Bestückungslätze ausgelegt. Die Nachschubversorgung dieser dynamisch vom LVS zugeordneten Fixplätze erfolgt unmittelbar per Regalbediengerät. Mehrere Kundenaufträge kann man so gemeinsam verpacken, gemäß „Multi-Order-Picking”. Nach dem Abschluss werden die fertig bearbeiteten Gestelle an speziellen Bahnhöfen in der RPS-Zone wieder an das Regalbediengerät übergeben. Im Bereich Statik wird die Kommissionierung nach dem Prinzip „Mann zur Ware” ebenfalls mit Datenfunkunterstützung durchgeführt. Das erfolgt entweder in einen Transportbehälter oder direkt in den Versandkarton. Nach Abschluss eines Behälters am Terminal werden sie der Fördertechnik übergeben und einem Sorter zugeführt.

In der Großpackerei erfolgt die Aufbereitung von Sendungen, die man auf Paletten verschickt. Hierzu stellt die Lagersoftware Funktionen zur Verfügung, um per Funk die Paletten zu verdichten und den Ausdruck von Ladelisten zu initiieren. In der Schnellpackerei werden Vorgänge bearbeitet, die aus einem Stück bestehen. Der Start zum Druck eines KEP-Etiketts erfolgt unmittelbar über eine Softwarefunktion. Als weitere Eigenschaft wird vom System die Bearbeitung in der Kleinpackerei unterstützt. Hier können Versandvorgänge bearbeitet werden, die aus mehreren Stücken bestehen. Das System übernimmt die zeitliche Koordination der Zuführung sowie die Benachrichtigung der Arbeiter. ma

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