Lagertechnik

Helle Köpfe

Mehr Durchblick: Dächer aus Acrylglas
Metall und Acryl vereinen sich zu einem Dach: Liefer- und Ladezonenabdeckungen können hell und freundlich wirken. (Foto: Roda)
Über Liefer- und Ladezonen und zwischen einzelnen Betriebsteilen sorgen Überdachungen für gute Betriebsabläufe. Eine Alternative sind Konstruktionen aus Metall und Acrylglas.

Produktionsdesign, Sicherheitsüberlegungen, örtliches Planungsrecht, vor allem aber gewachsene Strukturen von Unternehmen sind hauptsächliche Gründe für eine dezentrale Anordnung von Gebäuden. Rohmaterial und Halbzeuge müssen zwischen den einzelnen Werksteilen beziehungsweise Arbeitsgängen befördert werden. Witterungseinflüsse können diesen Materialfluss gefährden. Auch unter dem Gesichtspunkt der Arbeitssicherheit und um die eingesetzten Fahrzeuge zu schützen, gilt es, Nässe, Schnee oder Glatteis von den Transportwegen fernzuhalten.

Lange Zeit wurde die Industrie- beziehungsweise Gewerbearchitektur von Wellblech- und Bitumendächern dominiert. Diese undurchsichtigen Konstruktionen haben unter anderem den Nachteil, dass sie eine ganztätige unterseitige Beleuchtung erfordern. So sind es nicht nur ästhetische Überlegungen, aus denen die Planer heutzutage auch bei reinen Funktionsdächern leichte und lichtdurchlässige Lösungen unter Verwendung von Glas anstreben.

Dank der technologischen Entwicklung gibt es mit Acrylglas eine Alternative. „Weil Kunststoff elastisch ist, kann er in geringen Materialstärken verarbeitet werden. Das geringe Gewicht eröffnet dem Planer weite Gestaltungsspielräume“, so Ronald Nickelsen, Experte für Gewerbebau bei der KFA Bauplanung in Hamburg. So lassen sich mit einem Tragwerk aus Aluminium und Stahl Spannweiten von mehr als 15 Metern ohne störende Pfeiler realisieren. Die hohe Formbarkeit der Kunststoffe ermöglicht eine Auflockerung durch Radien.

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Nützliche Lüftungsklappen

Die Lichtbeständigkeit des Materials vermeidet Verfärbungen auch bei langjährigen Wettereinflüssen. Dabei erreicht Acrylglas eine Lichtdurchlässigkeit, die mit der von Echtglas nahezu identisch ist. Es entfällt die ganztägige Beleuchtung, und das Tageslicht hat einen Motivations- und Vertrautheitseffekt. Wenn es hell genug ist, steigt die Arbeitsleistung, und die Zahl der Arbeitsunfälle besonders in hochfrequentierten Bereichen wird reduziert. Ein Acryldach kostet rund 220 Euro pro Quadratmeter. Zum Vergleich: Echtglas liegt bei rund 550 Euro.

Auch große Schnee- und Eislasten sind ein Thema: Im vergangenen Winter waren teure Einsätze von Feuerwehren und Hilfsdiensten zur Räumung von Dächern beinahe an der Tagesordnung. Auf diese witterungsbedingten Extremsituationen reagiert Roda mit einer technischen Finesse – dem System Rodapro: Durch Lüftungsklappen kann Stauschnee kontrolliert und effizient nach unten – zum Beispiel direkt auf die Ladefläche eines Lkw – abgeführt werden. Die Klappen werden mit einer Teleskopstange oder mit einem Elektroantrieb bedient. An heißen Sommertagen verhindert ihre Öffnung die Bildung von Stauhitze. Und noch ein VorteiL: Acryl hat aufgrund seiner glatten Oberfläche einen hohen Selbstreinigungseffekt. bw

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