Kommissionierplattform

Edle Platten bleiben makellos

Kommissionierplattform EZK 35 mit Vakumat. Kronospan Schweiz setzt für das halbautomatische Kommissionieren hochwertiger Spanplatten auf die Kommissionierplattform EZK 35 mit Vakumat, die Hubtex und Rohrer-Marti um Funktionen für das Positionieren, Zentrieren und Binden ergänzt haben.

Der EZK 35 beim halbautomatischen Kommissioniereinsatz im Plattenlager. (Foto: Hubtex)

Chianti Eiche, Esche Classic oder Swiss Elm: Wenn Holzwerkstoffe solche Namen tragen, ist beim Kommissionieren größte Vorsicht geboten. Die von Kronospan Schweiz verwendeten Produktbezeichnungen stehen für hochwertige, naturgetreue Dekore mit Synchron-Oberflächenstrukturen, die von Echtholz kaum zu unterscheiden sind. Bei diesen Produkten kommt es auf einen schonenden Transport an – Kratzer sind unbedingt zu vermeiden. Die 2.800 mal 2.070 Millimeter großen Platten wiegen zwischen 30 und 278 Kilogramm. Pro Tag kommissioniert Kronospan im Zweischichtbetrieb etwa 100 Aufträge. Die Einzelkommissionierung bedeutet wegen der Materialempfindlichkeit eine große Herausforderung – ein Herunterschieben der Platten vom Stapel ist ohne Kratzer kaum möglich und ein manuelles Anheben für die Mitarbeiter nicht zumutbar. Obendrein sind die pro Auftrag gebildeten Plattenstapel exakt auszurichten, so dass auch der Weitertransport per Lkw oder Zug ohne Beschädigungen abläuft.

Die Kommissionierplattform EZK 35 mit Vakuum-Hebevorrichtung von Rohrer-Marti und Hubtex bringt hier wesentliche Arbeitserleichterung: Die Plattform ist mit einer automatischen Regalfach-Positionierung sowie mit Vorrichtungen für das Zentrieren und Binden der Platten auf dem Fahrzeug ausgestattet. Den gesamten Vorgang kann ein einziger Kommissionierer durchführen, der hierfür den EZK 35 nicht mehr verlassen muss. Der Kommissionierprozess beginnt mit der Eingabe der vierstelligen Lagerposition, die sich zusammen mit der Bestellmenge auf dem Lieferschein befindet. Die erste Ziffer ist die Gangnummer, die folgenden zwei Ziffern stehen für das Lagergestell und die vierte Zahl für die Regalebene. Der Bediener erfasst die Ziffern am Touchpanel des Bedienstands, sodann wird er direkt und punktgenau zum Ziel navigiert. Bei diesem Vorgang spielen die an den Regalgängen angebrachten Barcodeleisten eine zentrale Rolle: Jeder Zentimeter eines Regalgangs entspricht einem Barcode, der während der Fahrt von den auf Fahrwerkshöhe montierten Lesegeräten erfasst wird. Trifft das Lesegerät während der Fahrt auf den Barcode des gewünschte Lagergestells, fährt der Bediener – geführt durch eine grafische Anzeige am Touchpanel – per Joystick auf die richtige Regalebene, um von dort den Entnahmeprozess zu starten. Jetzt tritt der Vakumat mit seinen Funktionen für das Abheben und Abblasen der Platten in Aktion: Insgesamt acht Faltenbalgsauger schmiegen sich an die Platte, so dass sie die Platte ansaugen und exakt auf die Kommissionierplattform heben können.

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Sobald die Platte auf der Plattform abgesetzt wurde, übernehmen die an den Ecken angebrachten beweglichen Säulen deren Zentrierung; so wird Schicht für Schicht exakt aufeinandergesetzt. Zum Schluss positioniert der Bediener die obere Schonplatte und beginnt mit der Umreifung. Um die knappen Raumverhältnisse auf dem Gerät optimal zu nutzen, wird der komplette Arbeitskorb vor der Umreifung halbautomatisch in Fahrtrichtung nach rechts verschoben, so dass sich der Bediener bequem vor dem Stapel bewegen kann. Die Rolle mit dem PET-Umreifungsband hängt griffbereit an einer Schiene und wird vom Kommissionierer an die Bindeposition geschoben, wo das Bandende in die vorgesehene Führungsöffnung gefädelt und mittels Druckluftmotor um den Stapel gezogen wird. Anschließend verschweißt der Kommissionierer die Band-Enden und bringt den fertigen Auftrag zum Übergabeplatz. pb

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