Kommissionierlager

Waschlappen kommt automatisch

Möve-Frottana senkt den Kommissionieraufwand um 70 Prozent
Bis zu 70 Prozent Einsparung erwartet sich Möve-Frottana von der neuen TGW-Kommissionierlösung.
Frottierwaren von Möve-Frottana stehen bei Konsumenten hoch im Kurs. Damit die Logistik mit den steigenden Anforderungen aus der Filialbelieferung und dem Online-Business Schritt halten kann, realisierte das Unternehmen ein automatisches Lager- und Kommissioniersystem.

Möve-Frottana steht für Frottierwaren, Bettwäsche und Accessoires rund um Bett und Bad. Die hohe Qualität der Produkte brachte dem im sächsischen Großschönau angesiedelten Traditionsunternehmen in den vergangenen fünf Jahren ein Wachstum von mehr als 30 Prozent. Insbesondere der Schritt in Richtung Direktvermarktung der Produkte über eigene Geschäfte und Online-Markenshops beschert dem Unternehmen permanent Zuwächse. Zusammengenommen produziert Möve jährlich fünf Millionen Frottiertücher und 70.000 Bademäntel, die nun über die neue Logistiklösung laufen.

Aufgrund des Wachstums und steigender Anforderungen aus dem Online-Geschäft entschloss sich Möve-Frottana dazu, Prozesse im Lager und in der Kommissionierung komplett zu überdenken. Gemeinsam mit dem Planungsunternehmen Konlog wurden die logistischen Kennzahlen und Anforderungen analysiert. So wurde eine automationsgestützte Kommissionierung mit Versorgung aus einem automatischen Lager als beste Lösung für das Unternehmen entwickelt. Die von TGW angebotene Realisierungslösung überzeugte. Bisher lagerte die Ware in fahrbaren Gitterboxen auf großer Fläche, insgesamt rund 6.000 verschiedene Artikel. Die Mitarbeiter gingen mit den Kommissionierbelegen die Positionen ab und sammelten die Waren zusammen. Mit der neuen Anlage steht ein zentrales, vollautomatisches Warenlager mit über 17.000 Behälterstellplätzen zur Verfügung. Die Kommissionierer bekommen ihre Warenbehälter vor den Arbeitsplatz gefahren, entnehmen die am Bildschirm angezeigte Menge, und schon steht die nächste Position bereit. Das senkt den Kommissionieraufwand um 70 Prozent. Womit auch das zukünftige Wachstum durch die bestehende Mannschaft bewältigt werden kann. Außerdem wird bisherige Lagerfläche für die Ausweitung der Produktion frei.

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Für Kleinstaufträge aus dem Onlineshop, die am Nachmittag werden vom Paketdienstleister abgeholt werden, ist die Anlage wie geschaffen. Da werden schon mal lediglich zwei Waschhandschuhe oder drei Badetücher bestellt. Genau in diesem Bereich sieht der Textilhersteller auch einen wesentlichen Teil seiner Zukunftschance. Der zweite große Wachstumsbereich umfasst die derzeit 28 eigenen Marken-Shops sowie die weit über 100 Shop-in-Shops in großen Warenhäusern. Darüber hinaus liefert das Unternehmen an Handelspartner. Die Erwartung war, dass die neue Anlage schneller und flexibler ist. Dies wurde durch die deutlich kürzeren Wege in der Kommissionierung erzielt – und andererseits durch die volle Integration der CI_LOG Logistiksoftware in das bestehende Warenwirtschaftssystem. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen der hauseigenen EDV-Abteilung und den Spezialisten von TGW wurde diese Integration so umgesetzt, dass der laufende Betrieb dadurch in keiner Weise beeinträchtigt wurde. Gerade hier lag die große Herausforderung des Projekts: Alles musste bei laufendem Betrieb passieren, und die Kunden durften nach außen nichts bemerken. Weder der Neubau der Halle für das fünfgassige Automatiklager, noch die Sanierung der alten Halle samt zeitweiligem Umzug in andere Bereiche des 20.000 Quadratmeter großen Gebäudekomplexes brachten das 40-köpfige Logistikteam aus dem Gleichgewicht. Seit Mai 2011 nutzt Möve-Frottana das neue Logistiksystem im Echtbetrieb. Die Mitarbeiter konnten sich schnell in das neue System einarbeiten. bw

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