Intralogistik-IT

Tore in Zusammenarbeit

Koperation macht aus Standard-Modulen maßgeschneiderte IT-Lösungen
Diplom-Informatiker Erich Brück ist bei psb intralogistics verantwortlich für das IT System Design.
psb hat sich auf eine Anpassung der für die jeweiligen Anwendungsanforderungen geeigneten Programmbausteine seines Software-Paketes Selektron eingestellt. Dabei stehen die individuellen strukturellen und funktionalen Anforderungen der Kunden im Mittelpunkt. So erhält der Anwender schnittstellengenau die IT-Landschaft, die er für die wirtschaftliche und effiziente Durchführung seiner Aufgaben benötigt.

Wir bei psb verfügen über ein vollständiges und unbegrenztes Spektrum an hochleistungsfähigen Intralogistiksystemlösungen. Entsprechend liefern wir auch in großem Umfang selbst entwickelte Software zu diesen Systemen. Somit sind viele der Funktionsbausteine und Module unseres umfassenden Intralogistik-Softwaresystems Selektron eng mit unseren Materialflussprodukten und Systemen verbunden“, sagt Diplom-Informatiker Erich Brück, verantwortlich für IT System Design bei psb intralogistics.

Laut Brück fungieren zunächst Referenzmodelle – und nicht etwa fertige, plug-and-play-fähige Programm-Bausteine – als Ausgangspunkt jedes Projektes: „Wir modellieren Aufgaben, die von einem System durchgeführt werden sollen. Zu diesen Systemen werden dann sogenannte Referenzmodelle erstellt, bei denen Abläufe und Hierarchien definiert werden, die sowohl standardmäßig als auch speziell sein können. Hierbei wird geprüft, welche der einzelnen Funktionen sich standardisieren lassen. Auf der anderen Seite arbeiten wir mit Software-Funktionsbausteinen, die mit unseren Intralogistik-Hardware-Produkten abgestimmt sind.“ Generell verfahren die IT-Spezialisten bei diesen Prozessen nach dem sogenannten Tore-Prinzip, was für „Task Oriented Requirements Engineering“ steht. Den Ausgangspunkt bilden hierfür intralogistische Aufgaben, etwa Ein- und Auslagern, Kommissionieren, Inventur, Management-Information und vieles mehr. Das Prinzip beschreibt ergebnisoffen jede einzelne Funktion dieser Aufgaben und auch die dazugehörigen mit Mechanik durchgeführten automatisierten Abläufe. Ergebnisoffen heißt: Es wird genau hinterfragt und analysiert, mit welchen Systemen sich die Aufgaben optimal erfüllen lassen. Im nächsten Schritt wird weiterentwickelt, an welchen Stellen Lager-, Transport- und Sortierfunktionen in welchen Systemgrößen und Kapazitäten benötigt werden. Diese Ressourcen gilt es nun mit der erforderlichen IT auszustatten. Von Vorteil erweist sich hier die Flexibilität der Software: „Wir können mit Selektron an jeder Stelle eines Intralogistiksystems ansetzen, die der Anwender von uns verlangt“, meint Brück. Dabei lassen sich die IT-Leistungen von psb am besten anhand des Selektron-Schlüssels visualisieren: „Mit diesem psb-Schlüssel verbinden wir die beim Kunden vorhandene Software mit unserer Software, so dass das Intralogistiksystem in die vorhandenen IT-Strukturen passt“, berichtet Brück.“ Diese manifestiert sich in den unterschiedlichsten IT-Landschaften: das Spektrum umfasst die gesamte Bandbreite, von SAP-orientierten bis zu Individualsystemen. IT-Projekte unterteilt psb in drei Projektphasen: In der ersten Phase (rund zehn Tage), dem Software-Design, wird detailliert geklärt, was der Kunde benötigt und wie die Prozesse ablaufen. Hingegen gestaltet sich die zweite Phase, die Programmierung, meistens kurz, da der Aufgabenumfang in der ersten Phase geklärt wurde. Bei der dritten Phase, der Inbetriebnahme,werden die Systeme in ihrem Zusammenspiel und unter Echt-Konditionen getestet. Bei der formalen Abnahme geht der Kunde unter anderem auch sämtliche IT-Masken durch. Diese Phase umfasst außerdem Komponententests, bei denen sowohl neue Lager- und Fördertechniksysteme als auch softwareseitig die dazugehörige IT getestet werden. Anschließend folgen Integrationstests und die finale Einbindung der Systeme in die IT-Infrastruktur des Kunden. Wieviel Aufwand ist nun für individuelle Lösungen für unterschiedlichste Einsatz-Umgebungen erforderlich? Hier gibt es – allein schon wegen des immens unterschiedlichen Anforderungsspektrums der Intralogistik – erwartungsgemäß keine fixe Maßeinheit: „Zwischen 20 bis 80 Prozent“, lautet die Antwort von Erich Brück, und er verweist auf ein Praxisbeispiel, bei dem die detaillierte Entwicklung der konfigurier- und parametrisierbaren Materialfluss-Steuerung zwei Jahre in Anspruch nahm, wogegen das Installieren und die Inbetriebnahme vor Ort nach zehn Manntagen erfolgreich abgeschlossen war. Reinhard Irrgang/bw

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