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Intralogistik als System - Das ganze System betrachten

Intralogistik als SystemDas ganze System betrachten

Intralogistik. Industrieunternehmen müssen logistische Prozesse ganzheitlich betrachten, planen und kontrollieren. Intralogistikexperte Viastore entwickelt hierfür sys­temische Lösungen.

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Das Produktions- und Logistikzentrum von Gebrüder Müller Apparatebau: Die Liefertermintreue wurde nun deutlich erhöht, und die Fehlerquote zeigt klare Tendenz nach unten. 	(Foto: Viastore)

Die Logistik – und mit ihr die Intralogistik – ist einer der größten und bedeutendsten Wirtschaftszweige in Deutschland. Rund 240 Milliarden Euro Umsatz hat die Branche laut der Bundesvereinigung Logistik (BVL) im vergangenen Jahr erwirtschaftet – nur die Automobilindustrie und der Handel konnten das noch toppen. Auch für die kommenden Jahre sind die Prognosen für die Branche positiv. Die Bereitschaft der Unternehmen, in Intralogistik zu investieren, steht auf hohem Niveau – die Intralogistik ist schließlich ein wichtiger Wertschöpfungsfaktor. Lieferfähigkeit und Lieferqualität sind die Merkmale, die häufig den Wettbewerbsvorsprung ausmachen. Gleichzeitig steht die Branche vor großen Herausforderungen – weitere Globalisierung, weltwirtschaftliche Entwicklung, demografischer Wandel, zunehmende Rohstoffknappheit sind nur einige Aspekte, welche die Intralogistik beeinflussen. Hinzu kommt, dass inzwischen nicht mehr nur Computer, sondern auch Maschinen, Bauteile, Verpackungen und Waren weltweit miteinander vernetzt sind – das „Internet der Dinge“.

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Höhere Verkettung, ­zunehmende Selbststeuerung
Logistische Prozesse können nicht mehr länger einzeln und voneinander isoliert betrachtet werden. Unternehmen müssen sämtliche Informations- und Güterflüsse – sowohl unternehmensübergreifend als auch intern – ganzheitlich betrachten, planen und kontrollieren. Der Wettbewerb entscheidet sich nicht mehr zwischen Unternehmen, sondern zwischen kompletten Wertschöpfungsketten. Die einzelnen Elemente dieser Ketten sind zunehmend mit Intelligenz ausgestattet, die sich selbst steuert. Dies ermöglicht eine hocheffiziente Verkettung und Vernetzung der Prozesse und aller beteiligten Faktoren. Hierfür ist eine sichere und zuverlässige Technik unverzichtbar – Prozessoren, Bedienelemente, Software und Steuerungen müssen in ein leistungsfähiges und bedienbares System integriert werden, mit dem sich das gigantische Datenaufkommen effizient steuern lässt.

Innovative Intralogistik macht fit für die Zukunft
Es sind zukunftsfähige Lösungen in der Intralogistik gefragt, um alle Anforderungen zu erfüllen. Viastore Systems in Stuttgart zählt zu den führenden Experten für solche Lösungen. Das Unternehmen verweist auf viele und unterschiedliche Projekte weltweit – vom kleinen, manuell bedienten Lager bis zum Distributionszentrum mit mehreren Tausend Orderlines am Tag. Als Generalunternehmer realisiert und betreut Viastore schlüsselfertige Intralogistik-Anlagen von der Planung bis zur Übergabe und Inbetriebnahme und kümmert sich um Wartung und Instandhaltung. Der Kunde erhält die komplette Lagertechnik wie etwa Hochregallager, Regalbediengeräte, Kommissioniersysteme, Lagerlifte, Shuttle- und Fördertechnik aus einer Hand. Mit dem Warehouse-Management-System (WMS) Viadat bietet das Unternehmen eine zukunftssichere Software-Suite zur Verwaltung und Steuerung der gesamten Intralogistik an; sie bildet sämtliche Funktionen ab, die zwischen Wareneingang und Verladung erforderlich sind. Es besteht aus einem Basispaket, dessen Funktionen je nach Anforderung, Anlagentyp und Leistung dazugeschaltet oder ausgeblendet werden können. Damit ist das WMS für komplexe Logistikzentren mit verschiedenen Bereichen und hoher Performance ebenso geeignet wie für Automatiksysteme mit geringem bis mittlerem Umschlag oder für konventionelle, staplerbediente Logistikzentren. Es ist hochflexibel und passt sich im Lauf der Jahre an Wachstum, veränderte Bedürfnisse und an neue Prozesse der Unternehmen an. Viadat enthält alle erforderlichen Bausteine zur Steuerung von Regalbediengeräten, Fördertechnik, Sortern, Kommissioniersystemen und anderen mechanischen Komponenten; es regelt außerdem die Steuerung und Visualisierung komplexer Materialfluss-Prozesse.

Schneller vom Auftragseingang zum Versand
Dank Leistungsfähigkeit, Durchgängigkeit und Flexibilität erfüllt Viadat sämtliche Anforderungen der Industrie-4.0-Entwicklung an die Intralogistik. Dass die intelligente Vernetzung von Prozessen und Warenströmen in Lager und Produktion für Wettbewerbsvorteile sorgt, zeigt das Beispiel der Gebrüder Müller Apparatebau: Der Hersteller von Ventil-, Mess- und Regeltechnik entschied sich für den Bau eines neuen Produktions- und Logistikzentrums im hohenlohischen Kupferzell, um die Logistikprozesse in der Produktion schlanker und effizienter zu machen. Ziel war es, die Kunden schneller zu beliefern, die interne Produktionsversorgung zu verbessern und auch die dezentralen Lager auf den Standort Kupferzell zu konzentrieren, um eine optimale Prozess-Automatisierung nutzen zu können. Entsprechend hohe Ansprüche gab es bei der Planung: mehr Liefertermintreue und Umschlag, automatisierte Auftragskonsolidierung, weniger Fehllieferungen und deutliche Produktionssteigerungen in den Montageabteilungen – gesteuert von einer durchgängigen Software. Kunden sollten europaweit innerhalb von 48 Stunden mit Standardprodukten versorgt werden können.

Viadat managt die Gesamtanlage
Viastore realisierte dafür eine Gesamtanlage, bestehend aus einem automatischen Palettenlager (APL) und einem automatischen Kleinteilelager (AKL) als Behälterlager. Das eingassige APL ermöglicht die doppelttiefe Lagerung von Europaletten mit einem Maximalgewicht von 1.200 Kilogramm und wird von einem automatischen Regalbediengerät (RBG) vom Typ Viapal versorgt. Das zweigassige AKL ist als Einbauregal zur zweifach tiefen Lagerung von Kunststoffbehältern mit einem Maximalgewicht von jeweils 50 Kilogramm ausgelegt und wird von zwei RBG des Typs Viaspeed XL bedient. Es ist über einen Behälterloop an die Kommissionier- und Versandhalle angebunden. Hier wird ein zentral angeordnetes System mit Hubbalken-RBG, der sogenannte Versand-Commissioner, genutzt, um fertig kommissionierte Aufträge für den Versand zwischenzulagern. Die Auslagerung der Montageaufträge aus dem Produktions-Commissioner erfolgt über zehn parallel angeordnete Gefällerollenbahnen. Ein Milkrun-System übernimmt die Behälter von der Fördertechnik. Die Montageplätze werden nach dem Kanban-Prinzip versorgt. Dieses System wird ebenfalls von Viadat gemanagt. Durch diese Logistik-Lösung wurden die Durchlaufzeiten reduziert: Standardprodukte erreichen jeden Standort in Europa innerhalb von 48 Stunden. pb

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