Unicompact-Lager

In einer Stunde abfahrbereit

Beim Stahlhändler Kicherer in Ellwangen war ein effizienteres Warenlager erforderlich geworden. Kasto lieferte ein flexibles Hochleistungs-Langgutlager und Distributionssystem.

Kicherer verfolgt mittels QR-Code den Weg seiner Stahlprofile durch das Lager. © Kasto/Kicherer

Bei Kicherer war es nötig geworden, Lagerkapazität und Warenfluss zu optimieren. Der mittelständische Stahlhändler mit gut 350 Mitarbeitern schlägt 210.000 Tonnen Stahl pro Jahr um. Bisher sind sechs automatische Lagersysteme von Kasto und 44 Krananlagen im Einsatz. Regalanlagen für Röhren, Stapeljoche für Stahlbauprofile, Winkel und Siederohre sowie ein Blechlager Uniline 3.0 mit 610 Kassetten optimieren die Prozesse.

Nun erhielt wiederum Kasto den Zuschlag für das jüngste Projekt, ein Langgutlager mit zentraler Beladestation. Die flexible Lösung überzeugte Kicherer ebenso wie die Solidität; zu den Anforderungen zählten der stabile und prozesssichere Betrieb sowie die nahtlose Anbindung an das vorhandene IT-System. Kicherer setzt bereits seit 1995 auf ein papierloses Warenmanagement. Außerdem soll sich die Lkw-Beladezeit deutlich reduzieren – von bisher 75 Minuten auf weniger als eine Stunde, heißt das Ziel.

15 Meter hoch, 115 Meter lang, 10.000 Kassetten
Die Kasto-Lösung basiert auf einem Unicompact-Lager, 15 Meter hoch, 115 Meter lang und mit Platz für rund 10.000 Kassetten. Jede Kassette kann Materialien mit bis zu sechs Meter Länge und Traglasten bis 3,4 Tonnen aufnehmen. Das schnelle Ein- und Auslagern ermöglichen die fünf Regalbediengeräte (RBG), die auf drei Regalgassen verteilt sind. Das zweite RBG übernimmt in einer Regalgasse als „Slave“ überwiegend Einlager- und Austauschaufträge zwischen den Kasto-Wabenlager-Anlagen, Säge- und sekundäre Kommissionieraufträge.

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Die geringen Anfahrmaße des RBG sorgen dafür, dass möglichst viel Raum für Lagerzwecke genutzt wird. Die RBG fahren mit bis zu 180 Meter pro Minute die Lagerplätze an und stellen das Langgut nach dem Prinzip „Ware-zur-Person“ zügig an den Ausgabestationen bereit.

Direkt an das System angebunden sind drei Bandsägemaschinen vom Typ Kasto Win F. Um die kommissionierten Materialien automatisch an den Verladeplatz zu bringen, installiert Kasto zwei Manipulatoren auf getrennten Fahrschienen. Von hier aus gelangt das Langgut über eine Fördertechnik zu einer von 25 Verladestationen. Zum Umwickeln mit Stretchfolie steht ebenfalls eine Station mit einer Verpackungsmaschine bereit. Das System ist für eine hohe Verfügbarkeit ausgelegt.

Sämtliche Bestandteile dieses Logistik-Systems sind in einer einheitlichen Software abgebildet. Es ist eine mobile Variante des Warehouse Management Systems Kasto logic. Einlagerung, Kommissionierung, Versand und Versandkontrolle sind angebunden. Jeder Bund, der kommissioniert wurde, wird nochmal beim Beladen gescannt und automatisch in der Dispositionssoftware als geladen markiert. pb

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