ffiziente Steuerung

An der Effizienz geschraubt

Intelligenter Materialfluss-Controller. Verbindungstechnik-Spezialist Bossard hat in seinem Zentrallager in Zug für eine intelligente Steuerung der Förderanlagen den Materialfluss-Controller LFS.mfc der Ehrhardt + Partner-Gruppe (EPG) implementiert. Es koordiniert 18 vollautomatische Regalbediengeräte sowie 92 Kommissionierrutschen.

Der Materialfluss-Controller LFS.mfc regelt den Transport der Umkartons zu den beiden Kommissioniersortern. © Ehrhardt + Partner

Das schweizerische Unternehmen Bossard gehört zu den Marktführern im Bereich Verbindungstechnik. Insgesamt lagern rund zwei Millionen Artikel im Zentrallager in Zug. Von dort aus werden mithilfe moderner Lagerinfrastruktur täglich circa 1.500 Sendungen aus 10.000 Kartons im Ein-Schicht-Betrieb kommissioniert und weltweit versandt. Auf der Suche nach einem neuen, intelligenten Materialfluss-Controller für die hochtechnisierten Förderanlagen entschied sich das Traditionsunternehmen für die Implementierung des Materialflussrechners LFS.mfc der EPG.

Die Lösung sorgt für eine effiziente Steuerung, Überwachung und Analyse automatisierter Lagereinheiten und Fördertechniken. So kontrolliert die Software im automatischen Kleinteilelager (AKL) mit seinen 480.000 Kartonstellplätzen beispielsweise 18 vollautomatische Regalbediengeräte (RBG) mit jeweils einem exklusiv für Bossard entwickelten Lastaufnahmemittel. Zudem regelt LFS.mfc den Transport der Umkartons zu den beiden Kommissioniersortern. Jedem der 23 Kommissionierplätze sind zur Aufnahme der Umkartons vier Rutschen zugeordnet. Die Befüllung der Rutschen steuert – in Abhängigkeit von der Auslastung der jeweiligen Loops – ebenfalls der Materialfluss-Controller.

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Zusätzlich zum Materialflussrechner nutzt Bossard die Visualisierungs- und Emulationstools LFS.mfv und LFS.mfe. Mit LFS.mfe konnten schon vor der Inbetriebnahme die Funktionalitäten und Logiken des LFS.mfc in der Bossard-Umgebung getestet werden. Durch die Abbildung der Automatikanlage in einem 3D-Modell, das sich wie die reale Anlage verhält, ist es gelungen, die Test- und Inbetriebnahmephase trotz der Komplexität der Anlage auf einen Zeitraum von nur sechs Wochen zu reduzieren. Das Visualisierungstool LFS.mfv zeigt sämtliche Materialflüsse in 3D im Live-Betrieb. So ist der Leitstand jederzeit darüber informiert, wo sich ein Karton auf der Fördertechnik befindet und ob eine Störung vorliegt.

Die Implementierung des Materialflussrechners war nur ein Teilschritt in einem weitaus größeren Projekt, das Bossard zusammen mit der EPG realisiert. Neben dem für 2018 in Deutschland in einem manuellen Lager als Pilotprojekt geplanten Einsatz von LFS.wms sollen ab 2019 auch im schweizerischen Zug die Warenbewegungen des automatischen Zentrallagers durch das Lagerführungssystem LFS.wms der EPG gesteuert werden. In weiteren Phasen soll LFS.wms an allen weltweiten Standorten ausgerollt werden. as

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