Distributionslager von Claas

Traktorenteile gehen in die Höhe

Der Landmaschinenkonzern Claas optimiert seine Ersatzteildistribution in Hamm-Uentrop: Systemintegrator Unitechnik realisiert ein neungassiges automatisches Hochregallager in Silobauweise und einen neuen Kommissionierbereich. Ende 2019 soll das neue Logistiksystem in Betrieb gehen.

Claas hat Unitechnik mit dem Bau eines zentralen Ersatzteillagers beauftragt: (v.l.n.r.:) Sven Wagner, Ralf Lüning, Yusuf Kaya, Ulrich Timcke, Michael Huhn, Torsten Ley, Dietmar Düsing, Rüdiger Mohr und Sarah Knödler. (Bild: Unitechnik)

Rund 40.000 der insgesamt mehr als 175.000 Ersatzteile für Mähdrescher, Traktoren, Feldhäcksler, Teleskoplader, Mähwerke und Ballenpressen lagern zukünftig auf rund 6.000 Quadratmeter im neuen automatischen Hochregallager von Claas. Untergebracht werden Teile wie Filter, Schrauben und Schläuche in und auf 58.000 Gitterboxen und Paletten. Über das zentrale Ersatzeillager wickelt das Unternehmen sowohl Aufträge ab, die schnellstmöglich am Mähdrescher auf dem Feld benötigt werden, als auch Nachschublieferungen für weltweite Läger von Claas Vertriebsgesellschaften und Importeuren.

Um den Anforderungen der Landwirtschaft gerecht zu werden, wird im Lager Dreischichtbetrieb gearbeitet. Zu den saisonalen Spitzenzeiten gehört unter anderem der Erntebetrieb im Spätsommer und Herbst. Erfüllt werden die Leistungsanforderungen durch einen hocheffizienten Materialfluss: Je zwei Lastaufnahmemittel an den neun Regalbediengeräten übernehmen zwei Transporteinheiten aus dem 30 Meter hohen Regal und geben diese paarweise an die EHB-Fahrzeuge ab. Die Versorgung der Kommissionierplätze (Ware-zur-Person) erfolgt über den EHB-Loop. Die Ware wird den Kommissionierern zeit- und bedarfsgerecht angedient. Je nach Auftragsumfang werden die Teile entweder sofort in das Zielgebinde gepackt oder vorkonsolidiert.

Anzeige

Um den Kommissionierprozess so ergonomisch und effizient wie möglich zu gestalten, wurden im Vorfeld Arbeitsplatz- und Fördertechnikalternativen simuliert und gemeinsam mit dem Kunden diskutiert. Mittels Virtual-Reality-Brillen lässt sich die Gestaltung der Arbeitsplätze live erleben. So können Greifhöhen für Behälter schon in einer frühen Phase passgenau geplant werden. Das Ergebnis sind Kommissionierplätze, die optimal auf die ergonomischen und materialflusstechnischen Anforderungen des Kunden zugeschnitten sind.

Eine Herausforderung in der Landmaschinenersatzteillogistik ist die hohe Teilevielfalt und Varianz: Viele Maschinen werden in kleinen Stückzahlen auf Kundenwunsch gefertigt. Verbaut sind zunehmend elektronische Komponenten, aber auch große und sperrige Fertigprodukte. Für jedes einzelne Modell fällt daher eine Vielzahl an Erzsatzteilen an, die im Regelfall so schnell wie möglich beim Kunden auf dem Feld sein müssen. Um dem steigenden Auftragsvolumen auch in Zukunft gerecht zu werden, hat Claas daher bereits eine zweite Baustufe mit höherem Durchsatz eingeplant. Die skalierbare Lösung von Unitechnik gestattet die flexible Steigerung von Leistung und Kapazität. as

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Lagerkennzeichnung

Onks Lager macht Schule

„Jetzt kommt Kurth …“ ist bundesweiter Ausstatter von Kindergärten, Schulen und Tagesmüttern mit pädagogischem Material. Am neuen Firmenstandort in Mönchengladbach ist ein größeres Lager realisiert worden; die Kennzeichnung der Lagerplätze hat Onk...

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommissionierung

Beleglos Zeit sparen

Automatisierte Prozesse bis hin zur Null-Fehler-Quote: Immer kürzere Reaktionszeiten bei zunehmender Warenmenge oder -vielfalt verlangen schnelle, zuverlässige Logistikabläufe.

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Lagerlogistik optimieren

Messen und wiegen

KHT hält Lösungen parat, mit denen sich die Lagerlogistik optimieren lässt. Hierzu gehört beispielsweise die mobile Erfassungsstation Multiscan, mit der selbst komplexe Formen erfasst und vermessen werden können, sowie das damit kombinierbare...

mehr...