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Artikel und Hintergründe zum Thema

Automation für das Handling von Display-Paletten im Handel ist geschafft

Lösung für den Laden

Mit dem Display Sequencer als neuer Konzeption für ein automatisiertes Handling von Viertel- und Halb-Displaypaletten in einem System hat SSI Schäfer aus bewährten Komponenten eine Branchenlösung für die Anforderungen in den Umschlag- und Distributionszentren des Handels entwickelt.

V-Load-Lastaufnahmemittel mit Viertel-Displaypalette. (Bild: SSi Schäfer)

Zur Steigerung vom Um- und Absatz setzt der Handel zunehmend auf Halb- und Viertelpaletten, sogenannte Display-Paletten. Ihre Vorteile liegen in der maximierten Nutzung der Verkaufs- und Regalflächen und einer Kostenreduzierung durch verminderte Produktschäden und verringerten Verräumungsaufwand. Ihr Problem: das Handling in den Umschlag- und Distributionslägern. Im Wareneingang erfolgt die Anlieferung der Viertel- und Halbpaletten in der Regel auf Europaletten als Ladehilfsmittel. Im Warenausgang hingegen werden die Displaypaletten ohne Trägerpalette verladen, weil in den Filialen meist keine (Abnahme-)Hebezeuge zur Verfügung stehen. Das bedeutet erheblichen Handlingaufwand. Denn für eine effiziente automatisierte Bearbeitung und Kommissionierung von Displaypaletten beim Cross Docking gibt es bislang keine adäquate Lösung. Die Folge: hoher, zeitintensiver Personalaufwand, verringerter Durchsatz sowie Kommissionierfehler und Einschränkungen bei der Kommissionierqualität.

Produktschäden zurückgeführt

Abhilfe schafft nun die im Markt bislang einzigartige, integrierte Komplettlösung Schäfer Display Sequencer von SSI Schäfer. Damit wurde aus bewährten Einzelkomponenten eine Lager- und Kommissionierlösung für den automatisierten Umschlag der beiden Palettentypen in einem System entwickelt. Vorteil für die Anwender: Das Cross Docking von Display-Paletten, die Lagerung, Kommissionierung und Distribution der Halb- und Viertelpaletten, erfolgt vollautomatisch und ohne weitere Ladehilfsmittel. Das sorgt für schnelle, kostengünstige Kommissionierprozesse und führt zu einer Minimierung von Produktschäden sowie einer Reduzierung der Umschlag- und Personalkosten. Denn beim SDS sind die Prozesse vom Wareneingang bis zur Bereitstellung durchgängig auf das automatisierte Handling von Display-Paletten ausgerichtet. Die angelieferten Trägerpaletten werden entfoliert und die aufgesetzten Halb- beziehungsweise Viertelpaletten bereits vor der Übergabe an das RBG automatisch von der Mutterpalette getrennt. Durch den Einsatz einer speziellen Sensorik wird dabei gleichzeitig die Positionierung der Viertelpaletten, deren Standfüße paarweise asymmetrisch gestaltet und angeordnet sind, auf der Euro-Palette erfasst.

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Gleiches gilt für die neuen V-Load-Lastaufnahmemittel (LAM) der RBG, die die Paletten im Regallager ein- und auslagern. Gesteuert vom Materialflussrechner und mit den Informationen des überlagernden Lagerverwaltungssystems erkennen die RBG bei der Abnahme der Paletten vom Übergabepunkt den jeweiligen Palettentyp. Je nach Bereitstellung werden dann vom LAM in einem Arbeitsgang eine Halb- oder zwei Viertel-Displaypaletten aufgenommen. Durch die gleichmäßige Ausrichtung der Viertelpaletten an der Abnahmestation erfolgt das gesamte Handling der Viertelpaletten sowohl auf der Förderstrecke als auch durch die RBG in der festgelegten Positionierung. Das erhöht die Zuverlässigkeit der Prozesse.

Die Besonderheit der neuen Systemkonzeption, die SSI Schäfer für das automatische Handling aller gängigen Palettentypen im Mix entwickelt hat, zeigt sich jedoch vor allem bei den Auslagerungsprozessen: Beim SDS führt das RBG während der Auslagerung regelrechte Kommissionierfahrten durch. Mit einem Spiel entnimmt das V-Load-LAM beispielsweise zwei Viertel- oder eine Halbpalette aus den Stellplätzen und übergibt sie an den Auslagerungsstich. Besonderheit: Die Entnahme der verschiedenen Palettentypen kann aus unterschiedlichen Stellplätzen erfolgen.

bw

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