Volumenoptimierungsanlage

Hier ist die Luft raus

Volumenoptimierungssystem. Steinbach Errani stellt eine Anlage vor, die Kartons der tatsächlichen Produktgröße anpasst. Das vermeidet überschüssige Volumina – es resultiert Platzersparnis im Verteilzentrum und beim Transport sowie Einsparung von Füllmaterial.

Die Volumenoptimierungsanlage schlägt die Versandkartons passend ein. (Foto: Steinbach Errani)

Der Online-Versandhandel verzeichnet in vielen Bereichen große Umsatzzuwächse. Die Kunden möchten ihre Ware schnell und problemlos angeliefert bekommen und haben kein Verständnis für jedwede Füllmaterialien bei zu großen Versandkartons. Diese Art der Versendung ist außerdem Image- und umweltschädigend. Dieser Problematik hat sich Steinbach Errani angenommen und will hier mit einem Volumenoptimierungssystem die unnötige Luft rauslassen.

Die mit den Kundenbestellungen gefüllten Kartons – hier nach FEFCO 0452 oder 0453 – laufen chaotisch durcheinander in die Anlage ein und werden exakt positioniert. Ein Multifunktionskopf, in dem die Funktionen Produkthöhenabtastung, Kartonzentrierung, Karton einschneiden der Längs- beziehungsweise Querseiten als auch der Kartonecken sowie Kartonrillung für alle Seiten integriert sind, fährt servomotorisch gesteuert in den Karton hinein und ermittelt mechanisch die Produkthöhe. Über eine Programmlogik wird entschieden, ob eine Höhenreduzierung sinnvoll ist oder nicht. Die jetzt neu erzeugten Kartonlaschen werden in der nächsten Station eingeschlagen und an den Ecken miteinander mittels Heißleim verklebt. Dadurch wird sowohl eine höhere Tragfähigkeit als auch Steifigkeit des Kartons erreicht, so dass die eingesetzte Wellpappqualität reduziert werden könnte.

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Beim nachfolgenden Transport in die Deckelstation werden die Kartons im Durchlauf an den Längsseiten beleimt. Da die Beleimung des Deckels an den Querseiten erfolgt, ergibt das zusammen eine robuste Verklebung. Auf eine üblicherweise nachfolgende Umreifung kann deshalb verzichtet werden.

Auf Kundenwunsch lassen sich diese Maschinen mit bis zu fünf Deckelmagazinen ausrüsten. Die Deckel haben alle die gleiche Größe, sind jedoch unterschiedlich bedruckt. Über den Leitrechner bekommt die Maschine die Information, welcher Deckelzuschnitt für welchen Karton als nächstes benötigt wird. Das ist dann von Bedeutung, wenn ein Versandhaus für mehrere Labels versendet.

Die Deckel können je nach Magazinausführung auch direkt von der Palette entnommen werden oder aber von Hand der Anlage zugeführt werden. Mehrere dieser Maschinen sind bei einem großen Versender bereits mit Erfolg im Dauereinsatz. pb

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