Behälterlösungen

Farbe schafft Orientierung

Wertschöpfung ohne Verschwendung im Lager durch geeignete Behälter. Unter „Lean Management“ fallen Methoden, die Unternehmen zur Verfügung stehen, um ihr Vorgehen zu optimieren. Bito-Lagertechnik entwickelt und liefert Regal- und Behälterlösungen, mit denen Firmen die hohen Anforderungen an diesen Ansatz umsetzen können.

Die Bitobox SL 86 nimmt hohe Lasten bis zu 500 Kilogramm auf und kann dazu noch ergonomisch gehandhabt werden – hier im Einsatz bei Schmersal. (Foto: Bito)

„Das Hauptziel des Lean Managements liegt darin, Verschwendung zu minimieren, Überflüssiges auszuschließen und Verläufe so zu optimieren, dass sie perfekt miteinander harmonieren“, erklärt Peter Kerth. Er ist Leiter des Produktmanagements bei Bito. Die gesamte Konzentration soll hierbei auf den Prozessen innerhalb eines Unternehmens liegen, die zur Wertschöpfung beitragen. „Das Lean-Prinzip verursacht auch immer kleinere Losgrößen“, weiß Peter Kerth. Der Bito-Experte kennt die Problematik vieler Unternehmen: Oft sind in der Intralogistik und Montagezuführung die eingesetzten Behälter mittlerweile viel zu groß für den Inhalt und für die Anforderung. Grundsätzlich gilt in dieser Philosophie der Transport der Ladeeinheiten als eine Form von Verschwendung. Doch ohne Transport findet keine Produktion statt. Das Ziel muss also immer sein, die kleinstmögliche Menge gerade zum richtigen Zeitpunkt anzuliefern.

Mit diesem Thema setzte sich auch K. A. Schmersal in Wuppertal bei der Herstellung von Schaltgehäusen und Hebeln aus Grau- und Temperguss auseinander. Für den Transport von Rohteilen im Produktionsbetrieb nutzte das Unternehmen schwere und unhandliche Gitterboxen und Schwerlastbehälter aus Metall. Diese waren jedoch selbst im leeren Zustand ohne Hilfsmittel wie Stapler oder Handhubwagen kaum zu bewegen. Bei kleinen Stückzahlen waren sie nur zum Teil gefüllt. Das nahm wertvollen Platz in der Halle weg. Mit Schwerlastbehältern aus Kunststoff des Typs Bitobox SL 86 hat der Marktführer nun eine wirtschaftliche Alternative im Einsatz. Diese lässt sich bei einer Grundfläche von 800 mal 600 Millimetern platzsparend auf Europaletten stapeln, nimmt hohe Lasten bis zu 500 Kilogramm auf und ist dabei ergonomisch zu handhaben. Die Bitoboxen lassen sich flexibel einsetzen und sind daher für alle relevanten Lager-, Zwischenlager-, Intralogistik- und Transport-Aufgaben eine geeignete Lösung. Im Vergleich zu Gitterboxen ermöglichen sie bei deutlich geringerem Leergewicht ähnliche Transportmittel-Beladungen. Mit den kleineren Kunststoffbehältern lassen sich beispielsweise auch Teile nach Tages- oder Wochenbedarf lagern. Das spart erheblich Platz und Bestandskosten.

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Das Online-Beschriftungstool von Bito: Damit lassen sich Etiketten für Regale und Boxen in Lagern und Distributionszentren in wenigen Schritten erstellen. (Foto: Bito)

Schneller reinigen, mehr Zeit haben
Ein weiterer Vorteil der Kunststoffbehälter ist ihre einfache und damit schnelle Reinigung. Denn es sind keine Innenkanten vorhanden, und die Behälterwände sind glatt. Zudem kann der Halbtonner wahlweise an der Stirn- oder an der Längsseite mit robusten Klappen ausgestattet werden. Das erleichtert die Beladung und Entnahme im Kommissionier- oder Montagebereich. Sie sind so angebracht, dass keine Ecken und Kanten entstehen, an denen sich Schmutz ablagern könnte. „Wir können die Behälter einfach auf den Kopf stellen, und schon sind sie sauber“, ist Dr. Holger Reichenbächer begeistert. Der Ingenieur ist Mitglied der Geschäftsleitung bei Schubert & Salzer Feinguß Lobenstein und dort verantwortlich für Prozessentwicklung und Technologie. Die Gießerei hat in ihrer Produktion ebenfalls schwere und unhandliche Metallbehälter gegen die Kunststoff-Schwerlastlastboxen SL 86 von Bito getauscht. Saubere Behälter sind gerade auch für Unternehmen wichtig, die sensible Waren transportieren müssen, etwa High-Tech-Firmen oder Supermärkte. „Selbst wenn die Qualität der Salatköpfe, Gurken oder Äpfel in Ordnung ist, möchte doch keiner diese aus eine rostigen Gitterbox kramen“, ist Peter Kerth überzeugt.

Eines der wichtigsten Gestaltungsprinzipien des Lean Managements ist der kontinuierliche und geglättete Ablauf der Produktion – das Fluss-Prinzip. „Dies sollte möglichst ohne Gabelstapler umgesetzt werden, weil diese viel Platz beanspruchen“, erklärt Produktmanager Kerth. Die Kunststoff-Behälter von Bito lassen sich im Leerzustand manuell bewegen. Damit eignen sie sich für eine staplerlose Fertigung. Für die Behälter bietet Bito zudem ein umfangreiches Zubehörprogramm. Dazu gehören Rolluntersätze, mit denen sich der Materialfluss manuell anstoßen lässt. Der Mitarbeiter kann beispielsweise Kommissionierbehälter mit Montageteilen optimal platzieren und jederzeit leicht verschieben.

Peter Kerth, Leiter Produktmanagement und Produktmanager für Behältersysteme bei Bito: „Das Hauptziel des Lean-Managements liegt darin, Verschwendung zu minimieren, Überflüssiges auszuschließen und Prozesse so zu optimieren, dass sie perfekt miteinander harmonieren.“ (Foto: Bito)

Immer wissen, was drin ist
Viel Zeit geht im Lager häufig auch bei der Suche, Kommissionierung oder Einlagerung der gewünschten Artikel verloren. Um dem entgegenzuwirken, können verschiedenfarbige Behälter die Mitarbeiter erheblich unterstützen. Durch dieses eindeutige und schnelle Unterscheidungskriterium sinkt auch die Fehlerquote in Produktion und Logistik. Denn die Gefahr, dass nach der Zwischenlagerung die falschen Teile weiterverarbeitet werden, wird stark reduziert. Auch besitzen etwa Behälter im Wareneingang eine andere Farbe als in der Produktion. Hier können die Gutteile in Behälter mit einer anderen Farbe gepackt werden als Prüfteile. Verwechslungen lassen sich damit eindeutig ausschließen. Ab einer Stückzahl von 200 liefert Bito seine Behälter in allen Farben. „Unsere Schwerlastbehälter sind jedoch nicht komplett farbig, sondern nur die Eckholme“, sagt Peter Kerth. Optional lassen sich die vorderen und die hinteren Holme mit unterschiedlichen Farben gestalten. Je nach Lage kann somit zum Beispiel kenntlich gemacht werden, ob der jeweilige Behälter voll oder leer ist oder ob er optimal zum Mitarbeiter steht. Auf Wunsch gestaltet Bito auch die Regale in verschiedenen Farben.

Damit Mitarbeiter auf einen Blick den Inhalt eines Behälters im Regal erkennen, empfiehlt es sich, jeden Ladungsträger mit einem Identifikationsetikett zu versehen. Das spart weitere Zeit im Lagerbetrieb. Für die Beschriftung von Behältern und Regalen in Lagern und Distributionszentren bietet die Bito-Lagertechnik ein Tool, mit dem Kunden Etiketten schnell und bequem online gestalten können. „Etikett oder Aufkleber heißt im Japanischen übrigens Kanban“, sagt Peter Kerth. Kanban-Systeme passen perfekt in das Lean-Konzept. Denn damit laufen Nachschubprozesse automatisch in einem Regelkreis ab. Kanban ist eine bedarfsorientierte Methode der selbststeuernden Produktion nach dem Pull- oder auch Holprinzip. Das heißt: Der Werker entscheidet, wie viele der in großen Mengen benötigten C-Teile er wann braucht. Dabei orientiert er sich ausschließlich an seinem Bedarf. Das reduziert Lagerbestände nachhaltig. bw

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