Schnelllauftore

Jeder Partikel ist einer zuviel

85.000 Türöffnungen pro Jahr: Hexal benötigt hohe Effizienz in der Reinraumtechnik. Das Anforderungsprofil an die Qualität von Reinräumen und der Reinraumkomponenten erhöht sich ständig. Bei Toren ist eine extrem hohe Dichtigkeit erforderlich. Das Arzneimittelunternehmen Hexal hat sich deshalb entschieden, Reinraumtore von Efaflex im Holzkirchener Werk einzubauen.

In der Phramaproduktion sind keimfreie Räume grundlegende Voraussetzung. Den Schnelllauftoren kommt deswegen eine grundsätzliche Bedeutung zu, da sie Produktionsräume von anderen Funktionsräumen abtrennen. Glatte Oberflächen auf den Toren verhindern, dass sich Keime ansetzen können. (Foto: Efaflex)

Mit rund 4.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie sechs Niederlassungen in der Bundesrepublik ist Hexal eines der größten deutschen Pharmaunternehmen. „Das erste Efaflextor wurde bei uns im Jahr 2003 eingesetzt“, berichtet Julia Gigl, Projektleiterin in der Versorgungstechnik des Pharmaunternehmens. Aufgrund der guten Erfahrungen, die die Versorgungstechnik mit diesem Tor sammelte, wurden alle anderen Tore später durch Efaflex-Tore ersetzt. Andere Tore wurden dort neu eingebaut, wo die Flure lang und eine Unterteilung sinnvoll war. Etwa 85.000 Öffnungszyklen müssen die EFA-SRT-CR pro Jahr absolvieren. Die Tore sind in Bereichen der Feststoffproduktion und -entwicklung, sowie der Produktion wirkstoffhaltiger Pflaster eingesetzt. „Die Tore dürfen bei uns nicht ausfallen“, erklärt Julia Gigl. „Würde ein Tor den Dienst versagen, kann im offenen Zustand nicht weiter produziert werden. Für eine absolut saubere Produktion brauchen wir die Druckdifferenzen zwischen Reinraum und Vorraum.“

Bereits kleinste Verunreinigungen in der Raumluft können zu teuren Verlusten in der Produktion der Pharmaindustrie führen. „In unseren Reinräumen und den Schleusen davor muss immer ein konstanter Raumdruck herrschen. Innerhalb von 15 Minuten darf der Druckverlust nicht größer als ein Millibar pro Minute sein“, erläutert die Projektleiterin. Wäre das nicht der Fall, würden beim Öffnen der Tore jedes Mal große Mengen von mikrofeinen Schmutzpartikeln in den Reinraum eindringen. Die Filterbelastung würde sich dadurch beträchtlich erhöhen und damit der finanzielle Aufwand für die störungsfreie Umsetzung modernster Produktionsverfahren.

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Julia Gigl legt Wert auf die problemlose Funktionsfähigkeit der eingebauten Reinraumkomponenten. (Foto: Efaflex)

Glatte Oberflächen verhindern Verschmutzungen
Um das zu verhindern, müssen die Tore zu den kontrollierten Fertigungszonen und ihren Schleusen dicht sein. Die Schnelllauf-Rolltore für den Reinraumbereich erreichen auf Grund ihrer geschlossenen Behangführung hohe Werte in der Dichtigkeit. Druckgradienten im Bereich um 15 Pa bewirken einen Luftverlust von unter zehn Kubikmeter pro Stunde bei einer Torgröße von 2.300 mal 2.350 Millimetern. Die eingesetzten Tore entsprechen allen gängigen Anforderungen an Ausrüstungskomponenten für Reinräume. Die Tore müssen neben ihren hervorragenden Laufeigenschaften sauber und gut zu reinigen sein. Die luftdichten Schnelllauf- Rolltore weisen eine glatte Oberflächenstruktur und keine überstehenden Kanten auf. So können sich auf den Oberflächen keine Schmutzpartikel absetzen. Die Zargen- und Behangverkleidungen sind in montage- und wartungsfreundlicher Cliptechnik ausgeführt. Optik, Haptik und Technik profitieren bemerkenswert von dem weitgehenden Verzicht auf herkömmliche Schraubverbindungen.    bw

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