Industriebodenreinigung

Der Kopf macht den Unterschied

Reinigung von Industrieböden. Industriefußböden bedürfen sowohl bei der Herstellung als auch bei der Beschichtung und Pflege besonderer Aufmerksamkeit.

Unterschiedliche Schrubbköpfe und Bürstenhärten je nach Verschmutzungsgrad. (Foto: Kärcher)

Industriefußböden sind üblicherweise glatte, fugenlose, stark verdichtete und damit hoch belastbare Estriche aus einer beim Auftragen weichen Masse, die direkt im Objekt gegossen oder gespachtelt wird und dann aushärtet. Bei der Beseitigung von geringeren Verschmutzungen, die in der Ein-Schritt-Methode erfolgt, werden rote Standard-Schrubbbürsten mit mittlerem Härtegrad beziehungsweise Pads eingesetzt, informiert der Reinigungsmaschinenhersteller Kärcher. Der Automat arbeitet mit geringem bis mittlerem Anpressdruck. Dabei wird ein alkalischer Bodenreiniger eingesetzt – je nach Schmutzeintrag in einer Dosierung von 0,5 bis drei Prozent – um Öle, Fette, Ruß oder Mineralverschmutzungen abzulösen. Ein Nachwischen oder Spülen ist nicht erforderlich.

Für ein streifenfreies Absaugergebnis sorgen ölfeste Sauglippen. Der Saugbalken wird parallel zur Bodenfläche eingestellt. Für die Beseitigung von Brems- und Reifenspuren wird ein spezieller, hochalkalischer Grundreiniger unverdünnt aufgetragen; nach einer Einwirkzeit von fünf Minuten wird die Fläche in der Ein-Schritt-Methode mit dem Scheuersaugautomaten gereinigt und mit klarem Wasser gespült. Diese Methode darf jedoch nicht auf polymer- und wachsbeschichteten Industrieböden angewendet werden.

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Haftende Verschmutzungen wie Öl- und Fettschmutz und Schmutzkrusten werden durch Nassscheuern mit leistungsstarken Schrubbautomaten beseitigt. Sofern der Belag es zulässt, wird dabei mit vollem Anpressdruck und mit grünen Schrubbbürsten beziehungsweise -pads in der Zwei-Schritt-Methode gearbeitet. Dabei sollte nur abschnittsweise vorgegangen werden, um eine Durchfeuchtung des Bodens zu vermeiden. Im ersten Schritt wird die Reinigungsflotte mit der Scheuer-Saugmaschine auf die zu reinigende Fläche aufgebracht, die dann zwei- bis dreimal abgeschrubbt wird, bis sich der Schmutz vollständig abgelöst hat. Im zweiten Schritt wird dann die Schmutzflotte über den Saugbalken und die Saugeinrichtung der Maschine aufgenommen. Abschließend wird die gesamte Fläche nochmals mit klarem Wasser in der Ein-Schritt-Methode nachbearbeitet. Das heißt: Wasser auftragen, schrubben und absaugen. Als Reinigungsmittel empfiehlt sich ein alkalischer Bodengrundreiniger in einer Dosierung von drei bis fünf Prozent – je nach Verschmutzungsgrad auch mehr. Allerdings darf es kein Entschichtungsreiniger sein, da sonst die Gefahr einer Ablösung aufgebrachter Beschichtungen besteht.

Zwei Schritte oder einer
Bei nicht oberflächenvergüteten oder wasserempfindlichen Industrieböden empfiehlt sich die Grundreinigung prinzipiell in der Ein-Schritt-Methode, da sonst der Boden zu nass wird und Folgeschäden auftreten können. Bei dieser Methode wird der Boden in einem Durchgang mit derselben Maschine zunächst unter Zugabe eines Reinigungsmittels abgeschrubbt und anschließend sogleich wieder von der Schmutzflotte befreit.

Ob der Scheuersaugautomat mit einem Scheiben- oder einem Walzenschrubbkopf ausgestattet wird, bestimmt zunächst die Oberflächenstruktur des Industriebodens. Glatte Oberflächen lassen sich üblicherweise einfach und sicher mit Scheibenbürstensystemen reinigen und pflegen. Wenn die Böden unbehandelt sind, der Belag rau ist und den Schmutz „festhält“, muss ein Walzenschrubbkopf eingesetzt werden. bw

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