FiFo-Lager

Hinten rein, vorne raus

Paletten-Durchlaufregal für die speziellen Anforderungen der Nahrungsmittelindustrie. Was zuerst kommt, wird auch zuerst gegessen. Das Fifo-Prinzip, initiiert zunächst in der Gemeinschaftsverpflegung, reüssiert auch in der Lagerhaltung für Waren, bei denen es auf Frische besonders ankommt: leicht verderbliche Ware wie Obst und Gemüse.

Mit der Nachlaufsperre Flowstop im Fifo-Regal von Bito wird keine Steuerfahne erforderlich. Die Rollenbahn kann durchgehend bestückt werden. (Foto: Bito)

Konsumenten verlangen frische Produkte in bester Qualität - und das zu jeder Zeit. Das bedeutet für Lebensmittelproduzenten und -händler, dass sie stets kurze Durchlaufzeiten erreichen, auf saisonale Leistungsspitzen reagieren sowie eine hohe Lieferzuverlässigkeit gewährleisten müssen. Bito-Lagertechnik hat mit ihrem Paletten-Durchlaufregal Proflow ein System im Programm, mit dem sich diese Anforderungen erfüllen lassen und zum Beispiel das für die Nahrungsmittel-industrie so wichtige Fifo-Prinzip (First in - First out) problemlos einhalten lässt. The Greenery, ein führender Gemüse- und Obstvermarkter, setzt auf diese Regallösung - mit Erfolg.

Der Name Proflow basiert auf dem Palettenregalsystem Pro von Bito. Nach dem Baukastenprinzip lässt es sich auf individuelle Anforderungen im Lager einfach anpassen. Der Zusatz flow wurde in Anlehnung an die Übersetzungen "fließen", "im Fluss sein" und "Durchlauf" bestimmt. Hinter dem Produktnamen verbergen sich somit Durchlauf- und Einschubsysteme, die im Vergleich zu Palettenregalen besondere Eigenschaften aufweisen. Im Vergleich zu statischen Palettenregalen lässt sich mit diesem System das Fifo-Prinzip umsetzen. Bei jedem Regalblock werden die einzelnen Kanäle auf der Beschickungsseite mit den entsprechenden Paletten gefüllt. Die Entnahme erfolgt auf der gegenüberliegenden Seite. Die Ware, die zuerst eingelagert wurde, wird damit auch zuerst entnommen. Das erleichtert es dem Anwender, Haltbarkeitsdaten zu überwachen, Chargen oder Produktionsserien zusammenzustellen. Die Artikel befinden sich an der Regalfront im direkten Zugriff. Jede Palette läuft selbstständig nach. Eine permanente Bereitstellung ist durch ausreichende Reserve garantiert. Damit hat der Betreiber bei Bedarf immer Ware als Nachschub zur Verfügung und kann direkt darauf zugreifen. Durch die Übersichtlichkeit des Systems werden zudem Prozesszeiten kürzer und voraussagbar. Das Paletten-Durchlaufregal ist weitaus kompakter und übersichtlicher als ein Palettenregal. Das verkürzt die Wegzeiten beim Kommissionieren ebenso wie die Zeit, die für die Tourenbereitstellung aufgewendet werden muss. Außerdem wird damit die Umschlagsleistung erhöht. Weil diese Regallösung im Vergleich zu Palettenregalen deutlich weniger Lagerfläche benötigt, spart der Anwender besonders in Tiefkühllagern Energie ein.

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Nachlaufsperre vermeidet Staudruck
Zu den innovativen Features dieses Regalsystems gehört die Nachlaufsperre Flowstop. Auf der Entnahmeseite angebracht, trennt diese die zweite Palette von der ersten. Der Stapler kann sie mühelos und staudruckfrei aus dem Regal auslagern, ohne die Sperre zu beschädigen. Dabei kann der Staplerfahrer die Palette komplett aufnehmen, ohne nachgreifen zu müssen. Dies erleichtert das Handling im Lager und mindert die Gefahr, dass beispielsweise Obst- oder Gemüsekisten kippen können. Weil besonders in der Lebensmittel- und Frischebranche Sauberkeit im Unternehmen und somit auch im Lagerbereich eine große Rolle spielt, müssen Obst- und Gemüsehändler strenge hygienische Bestimmungen einhalten. Bito hat deshalb das Paletten-Durchlaufregal mit hochklappbaren Rollenbahnen ausgestattet. Dadurch können die Mitarbeiter im Lager den Boden einfach und schnell reinigen. Denn selbst bei sorgfältigem und schonendem Umgang mit der gelagerten Ware kann zum Beispiel ein Stapler bei der Ein- und Auslagerung versehentlich Packungen aufreißen und mit dem Inhalt den Boden unterhalb der Regalanlage verschmutzen. Die Rollenbahnen ermöglichen somit die geforderte Sauberkeit.

Immer frisch in die Ladentheke
Im Einsatz ist das Paletten-Durchlaufsystem unter anderem bei dem führenden internationalen Gemüse- und Obstvermarkter The Greenery. Dieser bietet seinen Kunden das ganze Jahr über Bioprodukte, exotische Obstsorten, ausgefallene Pilze oder Erzeugnisse aus heimischem Anbau. Zu den Abnehmern gehören Supermarktketten, Großhandel, Gastronomie und die verarbeitende Industrie. The Greenery entstand aus einem Zusammenschluss von neun Obst- und Gemüseauktionatoren und dem Central Bureau voor Tuinbouwveilingen im Jahr 1996. Um jedes Marktsegment optimal bedienen zu können, hat The Greenery Niederlassungen in den Niederlanden, Belgien, Spanien, Großbritannien, Polen, Italien, Russland, Rumänien, Brasilien und den Vereinigten Staaten. Jedes dieser Unternehmen ist auf eine bestimmte Erzeugnis-Palette oder ein bestimmtes Marktsegment spezialisiert. Dadurch kann sich der Gemüse- und Obstvermarkter den Anforderungen und Wünschen seiner internationalen Kundschaft jederzeit anpassen. Das niederländische Sortiment wird zum Beispiel mit Importprodukten aus allen fünf Kontinenten ergänzt. Dabei handelt es sich um Zitrusfrüchte, Bananen und andere exotische Früchte, aber auch Produkte, die nicht das ganze Jahr über in den Niederlanden gedeihen, etwa Gurken, Paprika, Tomaten oder Blumenkohl.

Täglich muss das Unternehmen bis zu 4.000 Paletten an 276 Supermärkte in den Niederlanden verteilen. The Greenery stellt deshalb sehr hohe Anforderungen an die Lagertechnik. Das Paletten-Durchlaufsystem nutzt der Vermarkter mit Kommissioniertunneln. Damit sind Nachlauf- und Kommissionierlager miteinander vereint. Die Paletten werden auf Durchlaufbahnen bereitgestellt. Über dem eigentlichen Kommissionierbereich befindet sich das Nachschublager. Dort werden Paletten in Durchlaufkanälen bevorratet - auch Produkte, die während bestimmter Monate des Jahres in den Niederlanden nicht vorkommen. Die Picker können bei Bedarf somit einfach mit Nachschub versorgt werden, indem Paletten aus einem Durchlaufkanal mit einem Stapler zu ihnen befördert werden. Damit ist eine reibungslose Versorgung der Abnehmer gegeben, und die Betreiber können den Lagerraum effizienter nutzen als zum Beispiel mit statischen Palettenregalen.   bw

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