Neues Lager beim Fahrzeugausrüster Schunk

Kürzere Wege statt Chaos

Das Zusammenspiel ausgewählter Regalkomponenten von SSI Schäfer sorgt jetzt im neuen Lager der Schunk Dienstleistungsgesellschaft in Heuchelheim für kürzere Wege, einen optimierten Materialfluss und mehr Ergonomie.

Neues Lager beim Fahrzeugausrüster Schunk

Autos, Schiffe, Elektrogeräte, Windkraftanlagen, Spaceshuttles, Medizintechnik, Solarindustrie oder LEDs – in Millionen von Motoren, Technologien und industriellen Anlagen sind Komponenten von Schunk in Heuchelheim bei Gießen zu wesentlichen Bestandteilen geworden. Seit 1913 ist das Unternehmen in den Bereichen Kohlenstofftechnik und Keramik, Umweltsimulation und Klimatechnik, Sintermetalltechnik und Ultraschallschweißen in allen Schlüsselindustrien vertreten. Dabei zählt die Unternehmensgruppe mit einem konsolidierten Umsatz von 940 Millionen Euro im vergangenen Jahr zu den Technologieführern in ihren Märkten. Vor diesem Hintergrund ist es selbstverständlich, dass das Unternehmen großen Wert auf innerbetriebliche Strukturen legt. Um dem wachsenden Produktionsportfolio gerecht zu werden, hat sich Schunk Ende 2012 dazu entschieden, drei Läger auf dem Firmengelände zu bündeln und die Lagerstrukturen auf effiziente Weise zu optimieren. Es handelt sich um das Lager für Elektroinstallationen und Wasser, das Gas- sowie das Elektrolager. „Das alte Lager war mehr oder weniger strukturlos, sodass hier im Hinblick auf den Materialfluss ein deutlicher Optimierungsbedarf bestand. Die Ware lagerte in Schränken, in Paletten- und Fassregalen. Die Laufwege waren lang, und auch die Ergonomie ließ zu wünschen übrig. Das sollte sich ändern“, erklärt Thomas Stipp, verantwortlicher Leiter des Zentralbereichs Logistik bei der Schunk Kohlenstofftechnik.

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Früher herrschte Platzmangel

Damit waren die Vorgaben deutlich, als Schunk den passenden Realisierungspartner für das neue Lager suchte: schnelle, klar strukturierte Prozesse, mehr Ergonomie und eine verbesserte Raumnutzung. Da durch die Bündelung der Läger deutlich weniger Platz zur Verfügung stehen würde als zuvor, war ein erfahrener Umsetzungspartner gefragt. Denn trotz Platzreduzierung mussten am neuen Standort ausreichend Kapazitäten für die Artikel der drei Läger vorhanden sein. Darüber hinaus sollte das neue Lager in einen offenen und einen geschlossenen Bereich gegliedert werden. Durch diese Aufteilung sollten zum einen Fehlkommissionierungen bei komplexen Anforderungen vermieden und zum anderen die Ordnung im Lager aufrechterhalten werden. „Bereits eine scheinbar kaum wahrnehmbare Verwechslung der Bauteile kann verheerende Folgen haben. Dies möchten wir verhindern“, so Stipp. Den Auftrag für die Planung und Realisierung des Projektes erhielt SSI Schäfer. „Uns hat das Konzept und die Flexibilität des Unternehmens einfach überzeugt“, so Stipp. Gemeinsam mit Schunk machte man sich daran, eine Lösung zu erarbeiten, die dem Unternehmen unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Aspekte möglichst optimale Materialflussprozesse ermöglicht. Auf einer Fläche von rund 200 Quadratmetern sollte unter Nutzung der Raumhöhe ein leistungsfähigeres Teilelager realisiert werden. Mit einer Kapazität von rund 5.000 Produkten unterschiedlicher Form, Größe und Gewicht musste das System so ausgelegt werden, dass alle Komponenten kompakt und dennoch gut sichtbar gelagert werden können.

Eine klare Struktur musste her

„Es galt, eine klare Struktur mit kurzen Laufwegen zu generieren und dafür die passenden Systeme zusammenzustellen“, so Stephan Edeling, Projektleiter von SSI Schäfer. Eine Herausforderung bestand bei der Umsetzung und dem Umzug des Lagers. Die Umbaumaßnahmen der neuen Räumlichkeiten verbunden mit den zukünftigen Anforderungen waren noch in vollem Gange. Dabei galt es, Unebenheiten des Bodens auszugleichen und Brandschutzbestimmungen einzuhalten, ohne in Zeitverzug zu geraten. Außerdem musste Gefahrgut sicher gelagert werden. Obwohl der gesamte Umzug in nur zwei Wochen erfolgte, stellte der Intralogistikspezialist die gesamte Anlage innerhalb des geplanten Zeitrahmens fertig.

Jetzt zwei getrennte Lagerbereiche

Inzwischen sind alle Artikel im neuen Lager untergebracht. Eine Zaunabschrankung dient der Abtrennung des geschützten Bereichs, der durch eine Tür in den frei zugänglichen Teil der Anlage führt. Dort werden weitere Fachbodenregale und Schubladenelemente für die Lagerung der Komponenten eingesetzt. Im Selbstbedienerbereich kann sich jeder Mitarbeiter in einem Handlager frei mit Teilen für seine Arbeit ausrüsten. Um dabei eine schnelle Versorgung sicherzustellen, sind alle Komponenten an den Lagerorten von außen schriftlich gekennzeichnet. Somit steht einer leichten Orientierung nichts im Wege. Dies gilt auch für den geschlossenen Teil des Lagers mit integriertem Wareneingangsbereich. Allerdings sind dort zwei speziell geschulte Lagerfacharbeiter für komplexe Fragestellungen und Beratungen der Elektriker zuständig.

Schienenloses Lagersystem

Je nach Gewicht und Abmessung befinden sich die Teile in Kartons, Schubladen oder Behältern. Um eine sichere Lagerung und schnelle Zugriffsmöglichkeiten zu gewährleisten, hat der Intralogistikspezialist im geschlossenen Bereich eine schienenlose Verschiebeanlage mit Aufbauten von Fachbodenregalen realisiert. Aufgrund der effizienten technischen Konstruktionen ist das schienenlose Lagersystem ideal für den Einsatz bei Schunk geeignet, da das System mehr Lagerraum gegenüber konventionell montierten Regalen auf gleicher Grundfläche bietet.

Wege optimiert, Zugriff ergonomisch

Um die Arbeit im Lager so effizient wie möglich zu gestalten, planten die beiden Lagerspezialisten die Organisation der neuen Anlage eng zusammen mit SSI Schäfer. Dabei wurden die Laufwege innerhalb des Lagers so kurz und die Gestaltung so ergonomisch wie möglich umgesetzt. Alle Komponenten sind jetzt wegeoptimiert platziert. Im vorderen Teil der Verschieberegalanlage sind die schneller drehenden und im hinteren Teil die langsam drehenden Artikel untergebracht. Darüber hinaus ist das neue Lager, genau wie sein Vorgänger, nicht bestandsgeführt, da der Aufwand schlichtweg zu groß wäre. Stattdessen erfolgt die Entnahme der Teile nach Sicht, weshalb die Artikel nach Gruppen strukturiert in den Regalen und Schubladensystemen untergebracht sind. Neigt sich der Vorrat des Materials zu Ende, wird das jeweilige Fach mit einem Etikett versehen, woraufhin einer der beiden Lagerspezialisten die erforderlichen Artikel nachbestellt; dazu wird der Bestand mindestens einmal pro Woche kontrolliert.

bw

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