Blechlager

Autonom kommissioniert der Roboter

Metalllager in Norwegen. Astrup AS hat geschafft, wovon andere träumen. In Oslo hat der norwegische Händler die Voraussetzungen geschaffen, um seine Kunden in Skandinavien schnell und effizient mit Metall- und Nicht-Metall-Produkten zu versorgen. Das Erfolgsrezept? Das neue Lagerkonzept von Remmert.

Aspa realisiert die Kommissionierung, Stapelbildung, Etikettierung und Verpackung von rund 60 Blechen pro Stunde mit zwei Robotern. (Foto: J. Christensen)

Ein Lkw trifft ein. Neben Rohren und Stäben aus Stahl liegen auf der Ladefläche auch Bleche aus Edelstahl. Per Kran und Gabelstapler werden die Materialien in der Halle direkt neben die „Wabe“ gelegt. Ein Mitarbeiter entfernt die Verpackung und versieht die Werkstoffe mit einem Barcode, um sie anschließend einzulagern. Das neue Lagersystem fügt sich somit ideal in die Arbeitsabläufe ein. Entsprechend den Anforderungen von Astrup ermöglicht es die kombinierte Bevorratung von Langgut und Blech. Die Anlage besteht dazu aus zwei separaten Lagereinheiten, die ineinander übergehen. Jeder hat zwei parallel zueinander liegende Lagerblöcke. Auf 2.000 Quadratmetern Grundfläche bevorratet Astrup hier 7.500 Tonnen Stabmaterial sowie 5.000 Tonnen Flachgut. Die Lagerbewegungen realisiert je Lagerbereich ein Hochleistungs-Regalbediengerät.

Der Lagermitarbeiter steht vor dem Langgutsektor und wartet auf das Regalbediengerät. Dieses transportiert gerade eine Kassette mit Stabmaterialien zu dem dafür vorgesehenen Lagerplatz. Insgesamt 2.500 Stellplätze gibt es. Um die Lagerkapazität von drei Tonnen pro Platz optimal auszunutzen, verwendet Astrup Kassetten in zwei Höhen. Etwa 80 Prozent des Langguts werden kommissioniert. Die Zusammenstellung der Aufträge ist effizient gelöst: Nach der vollautomatischen Auslagerung der Stangen, Rohre und Profile erfolgt die zügige Kommissionierung mit Hilfe halbautomatischer Handlingkräne von Remmert. Anschließend legen die Mitarbeiter das Langgut auf einen Kettenförderer mit Anschluss an eine Wickelmaschine.

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Ein Stück weiter stehen zwei Roboter. Von einem mechanischen Summen begleitet greift eine der Handlinghilfen eine Palette und legt sie auf eine Förderbahn. In der Zwischenzeit fährt ein Blechtablar – eines von insgesamt 1.000 – aus dem Lager. Der zweite Roboter nimmt ein Blech vom Ladeträger und legt es auf die bereitgestellte Holzpalette. Ein zentrales Projekt-Highlight ist die direkt an die Blechwabeneinheit angeschlossene Blechstapelanlage Aspa. Die Roboterlösung realisiert die Arbeitsschritte Kommissionierung, Stapelbildung, Etikettierung und Verpackung vollautomatisch. Das System arbeitet vollkommen autonom und passt sich den Kommissionieranforderungen an. Es erkennt beispielsweise unterschiedliche Materialien und wechselt entsprechend das Werkzeug. Für ein Unternehmen wie Astrup ist das eine enorme Arbeitsentlastung. Bis zu 60 Bleche kommissioniert Aspa pro Stunde. Die Flachgüter werden pyramidenförmig auf den Holzpaletten gestapelt. Um Beschädigungen an den Blechen zu vermeiden, legt der Roboter Füllmaterialien zwischen die einzelnen Platinen. Bevor die auftragsreinen Paletten umwickelt und für den Versand vorbereitet werden, labelt er die einzelnen Tafeln außerdem bei Bedarf. bw

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