Lagertechnik für spezielle Anforderungen der fleischverarbeitenden Betriebe

Frische-Kost für den Alm-Öhi

Frisches Fleisch ist leicht verderblich, weil es Nährboden für Bakterien ist. Damit stellt diese sensible Ware sehr hohe Anforderungen an die gesamte Wertschöpfungskette. Fleisch muss ohne Unterbrechung der Kühlkette bei unterschiedlichen Umgebungstemperaturen sicher transportiert und gelagert werden. Geeignete Lagerlösungen erfüllen die strengen Hygienevorschriften der Nahrungsmittelindustrie und ermöglichen zugleich das für diese Branche so wichtige FiFo-Prinzip (First in – First out).

Vier ganze Rinder, vier Schafe, zwölf Gänse, 37 Enten, 46 Schweine, 46 Puten und 945 Hühner – im Laufe seines Lebens verzehrt ein Deutscher laut „Fleischatlas 2013“ durchschnittlich 1.097 Tiere. Das sagt zumindest die Statistik. Demnach essen 85 Prozent der Deutschen täglich oder nahezu täglich Fleisch und Aufschnitt. Insgesamt sind das rund 60 Kilogramm pro Jahr und Kopf. Durch den steigenden Fleischverbrauch in Deutschland benötigen immer mehr Lebensmittelproduzenten und Logistik-Dienstleister Kühl- und Tiefkühllager. Doch diese können zu enormen Energiefressern werden, wenn sie nicht sorgfältig geplant und bewirtschaftet werden. Eine Herausforderung liegt beispielsweise beim Ein- und Auslagern der gefrorenen Produkte – vor allem bei manuell bedienten Lagern. Wichtigstes Ziel der Verlader und Dienstleister ist immer der geringste Energieeinsatz, ohne die Kühlkette zu unterbrechen. Denn der Energiekostenanteil der Lagerbetriebskosten beträgt rund 25 Prozent.

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Bito-Lagertechnik bietet Lösungen, mit denen Unternehmen diese Kosten deutlich reduzieren können – zum Beispiel mit kompakten Regalanlagen. Mit verfahrbaren Palettenregalen vom Typ Promobile hat Bito Lösungen, die sich besonders gut für den Einsatz im Tiefkühllager eignen. Durch den Wegfall mehrerer Staplergänge kann die vorhandene Lagerfläche optimal genutzt werden. Eine Steigerung der Lagerkapazität um bis zu 200 Prozent ist möglich – oder die Reduzierung der Lagerfläche um 50 Prozent. Der Zugriff auf alle Paletten ist durch das Verfahren der Regalzeilen jederzeit möglich.

Um in den Distributionszentren Haltbarkeitsdaten zu überwachen, Chargen oder Produktionsserien zusammenzustellen, sollte die Ware, die zuerst eingelagert wurde, auch zuerst entnommen werden. Unterstützen lässt sich das mit einer kontrollierten und verfolgbaren Ein- und Auslagerung nach dem FiFo-Prinzip. Um dieses Prinzip einfach umsetzen zu können, hat Bito-Lagertechnik unter dem Namen Proflow Durchlaufregale im Programm. Nach dem Baukastenprinzip lassen sie sich auf individuelle Anforderungen im Lager einfach anpassen. Bei jedem Regalblock werden die einzelnen Kanäle auf der Beschickungsseite mit den entsprechenden Paletten gefüllt. Die Entnahme erfolgt auf der gegenüberliegenden Seite. Die Ware, die zuerst eingelagert wurde, wird damit auch zuerst entnommen. Jede Palette läuft selbstständig nach. Eine permanente Bereitstellung ist durch ausreichende Reserve garantiert. Das Durchlaufregal hat bei gleicher Fläche mehr Palettenplätze zur Verfügung als ein herkömmliches Palettenregal. In Tiefkühllagern kann somit kompakter gelagert werden.

Für die Versorgung der Schweizer Landbevölkerung

Zu den innovativen Features dieses Regalsystems gehört die Nachlaufsperre Flowstop. Auf der Entnahmeseite angebracht, trennt diese die zweite Palette von der ersten. Flurförderzeuge können die Paletten staudruckfrei aus dem Regal auslagern, ohne die Sperre zu beschädigen. Dabei kann der Stapler die Palette komplett aufnehmen, ohne nachgreifen zu müssen. Weil besonders in der Lebensmittel- und Frischebranche Sauberkeit im Unternehmen und somit auch im Lagerbereich eine große Rolle spielt, müssen die Betreiber hygienische Bestimmungen einhalten. Bito hat deshalb zum Beispiel das Paletten-Durchlaufregal mit hochklappbaren Rollenbahnen ausgestattet. Dadurch können die Mitarbeiter im Lager den Boden einfach und schnell reinigen.

Ein Unternehmen, das auf die Lagerlösung von Bito setzt, ist Volg Konsumwaren. Es beliefert rund 550 eigene Dorfläden, 290 freie Detaillisten sowie über 70 Tankstellen-Shops in der Schweiz. Das Frischezentrum von Volg ist in verschiedene Kältezonen unterteilt. Die dort installierten Bito-Regale kommen entweder als Lager-, Puffer- oder Kommissionierregale zum Einsatz. Die Palettenregale für Früchte, Gemüse und Blumen dienen ausschließlich zur Vorratslagerung. In den zwei Frischebereichen für Fleisch und Fisch sowie Eier- und Backwaren werden die Regale nicht nur als Lager- oder Puffer-, sondern auch als Kommissionierregale genutzt. Beide Zonen sind mit Steckregalen ausgestattet, die in je zehn Felder aufgeteilt sind, sowie mit einfach-tiefen Palettenregalen mit fünf oder sechs Feldern und mit doppelt-tiefen Regalen mit je drei Feldern. Um einzelne Artikel zu kommissionieren, sind die doppelt-tiefen Palettenregale mit Rollenbahnsegmente mit durchgehenden Stahlrollen ausgerüstet. Diese lassen sich nicht nur besser reinigen als Kunststoffrollen, sie laufen auch leichter und verursachen weniger Lärm im Lager.

Einzelne Kartons werden in den Kommissionierregalen nach dem FiFo-Prinzip bereitgestellt. Um ganze Verpackungseinheiten zu kommissionieren, sind Paletten auf den Bodenplätzen gelagert. Die unterschiedlichen Frischeartikel sind entsprechend ihrer Umschlaghäufigkeit in Paletteneinschubregalen oder in Kombinationen aus Paletten- und Stückgutdurchlaufregalen deponiert. Stückgutware und palettierte Produkte sind in statischen Palettenregalen untergebracht. Benötigt der Mitarbeiter nur einzelne Artikel, um einen Auftrag zusammenzustellen, entnimmt er diese aus den Kartons in den Stückgutdurchlaufkanälen. Ganze Verpackungseinheiten kommissioniert er direkt von der Palette. Weitere Palettenregale dienen als Pufferregale. Bito hat diese Lagerlösung so konzipiert, dass die Produkte nie mehr als zwei Tage in den Regalen stehen. Somit ist sichergestellt, dass ausschließlich frische Ware die verschiedenen Verkaufsstellen erreicht.

bw

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