Smart Mobile Logistics

Smartphone als Lager-Navi

Mehr Darstellungsmöglichkeiten als auf dem Handheld. Arbeitsmethoden liegen oft – im Sinne des Wortes – auf der Hand. So hatte TUP die Idee, nicht-industrielle Smartphones in der Logistik einzusetzen.

Das Smartphone weist den Weg: Dr. Thomas + Partner setzt auf bessere Darstellungsformen. (Foto: TuP)

Die „Smart Mobile Logistics“ (SML) bietet viele Vorteile. Der erste manifestiert sich bereits im günstigeren Hardwarepreis. Denn während industrietaugliche Handheldterminals meistens einen vierstelligen Eurobetrag kosten, ist für preiswerte, für SML-Prozesse taugliche Smartphones lediglich ein knapp dreistelliger Betrag. Hinzu kommen noch in jedem Fall die Kosten für den Scanner. Ein weiterer wichtiger operativer Pluspunkt sind die detaillierteren Informationsmöglichkeiten während des Arbeitsprozesses: Während klassische Handhelds Informationen lediglich als Zahlen oder Buchstaben anzeigen, informieren Smartphones auch grafisch. Dies erweist sich, beispielsweise beim Kommissionieren, als nützlich: Denn statt nur eine Regalplatznummer angezeigt zu bekommen, erhält der Kommissionierer den Regalplatz als Piktogramm dargestellt. Zudem lassen sich auf der farbigen Anzeige zusätzliche Informationen einspielen, die Pickfehler vermeiden helfen. Auch beim Kommissionieren aus Retouren-Mischbehältern erhöht sich durch die detaillierten Darstellungsmöglichkeiten die Pickgenauigkeit. Auch die Arbeits-Effizienz wächst, da der Kommissionierer im „Hands free“-Modus arbeiten kann: Das Smartphone wird an den Unterarm geschnallt, es kommt ein Bluetooth-Ringscanner zum Einsatz, der die Barcodes liest und die Daten an das Smartphone sendet, dessen Display zur Quittierung nur angetippt werden muss.

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Unterbrechungsfreier Workflow
Zudem hat TUP für ihre „Smart Mobile Logistics“ (SML) eine Software entwickelt, die es unter anderem ermöglicht, auch bei einem Geräteausfall sofort mit einem neuen Smartphone weiterarbeiten zu können, und zwar unmittelbar an derselben Position und ohne Datenverlust. Dies ist für einen unterbrechungsfreien Workflow relevant, weil es sich bei Smartphones um vergleichsweise empfindliche Geräte handelt, die nicht industriefest sind. Und da im Einsatz-Alltag Beschädigungen nicht ausgeschlossen werden können, setzt TUP auf eine besondere Lösung: Pro Mitarbeiter werden zwei Smartphones beschafft: Eines für den aktuellen Einsatz, und eines als Ersatzgerät, das geholt werden kann, falls das Erstgerät ausfällt oder der Akku leer ist.

SML lässt sich in vielen intralogistischen Bereichen einsetzen, beispielsweise im Wareneingang und bei der Einlagerung, für die Vielzahl von unterschiedlichen Kommissionierarbeiten, die branchenübergreifend geleistet werden müssen, in der Produktion für das Kommissionieren von Montageteilen, bei verschiedenen Transportprozessen, die bisher ein fest installiertes Terminal erforderlich gemacht haben, oder für die diversen Pickprozesse im Online-Handel. SML erweist sich gerade auch bei stark saisonalen und häufigen Peaks definierten Geschäftsmodellen als vorteilhaft. So können auch fachfremde Mitarbeiter schnell loslegen. Und da alle Mitarbeiter gleiche Geräte verwenden, können sie schnell auf andere Tätigkeiten umgeschult werden, nicht zuletzt auch wegen der Informations- und Darstellungsmöglichkeiten, die Smartphones bieten. bw

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