Leichtbauweise bei RGBs

Leicht, steif, schnell

Zeit ist Geld – auch im Automatiklager. Deswegen kommt der Antriebstechnik bei Regalbediengeräten eine besondere Bedeutung zu. Winkel setzt auf Kardanwellen und sieht sich an der Spitze der Beschleunigung.

Jeder Automatiklager-Betreiber stellt sich solche Fragen: Wie kann ich in den Raum optimal nutzen – ohne Platz für eine unnötig große Pufferzone oder für unnötig große Fachabstände zu verschwenden? Wie lässt sich die Durchsatzleistung zuverlässig verbessern und dabei Energie sparen? Die Regalbediengeräte (RBG) von Winkel, Partner aller namhaften Systemintegratoren, sollen die Antworten liefern. Mit den Modellen Colibri für Behälter und Kartons sowie Puma für Paletten und Gitterboxen bietet das Unternehmen aus dem württembergischen Illingen zwei Standard-Lösungen, die vor allem durch schlanke Konstruktion, praktisch schwingungsfreies Verhalten, platzsparende Bauweise und hohe Beschleunigungs-Dynamik überzeugen. Diese deutlichen Wettbewerbsvorteile der RBGs resultieren aus ihrer besonderen Antriebstechnik. Anders als bei Wettbewerbsgeräten, bei denen der Motor seine Kraft reibschlüssig auf die Fahrschiene überträgt, werden bei Winkel-RGBs die Antriebskräfte per Kardanwelle formschlüssig direkt auf Zahnstangen an der oberen und unteren Führung übertragen. Diese aus vielen anderen Anwendungen bewährte und quasi verlustfreie Antriebsart verhindert das Schwingen des Geräts, das sonst beim Beschleunigen und Abbremsen entsteht und über die Motorleistung ausgeglichen werden muss. Der große Nutzen für den Anwender: Winkel-Geräte können deutlich leichter und steifer gebaut werden, seien damit wesentlich dynamischer und energieeffizienter, argumentiert der Hersteller.

Anzeige

Höherer Durchsatz

Zum Beispiel das Kleinteile-RBG Colibri: Dieses kann auch bei Belastungen von zwei Mal 50 Kilogramm (doppelttiefe Lagerung) mit fünf Metern pro Quadratsekunde beschleunigen, mit sechs Metern pro Sekunde fahren und benötigt keine Ausschwingzeit vor dem Regalfach oder am Übergabeplatz zur Fördertechnik. Dadurch erreicht es einen um 25 Prozent höheren Durchsatz als die RBGs des Wettbewerbs. Gleiches gilt beim Paletten-RBG Puma, das immerhin für Lasten bis 1.500 Kilogramm ausgelegt ist und dabei mit 1,5 Metern pro Quadratsekunde beschleunigt. Ein weiteres großes Plus ist die deutlich bessere Ausnutzung des zur Verfügung stehenden Lagervolumens. Der Grund: Die Winkel-RBG sind mit einem integrierten Sicherheits-Bremssystem ausgerüstet, das reagiert, sobald das Gerät einen bestimmten Punkt in der Gasse überschreitet. Dadurch entfallen die hydraulischen Puffer, die bei sämtlichen Wettbewerbsgeräten am Ende einer Regalgasse angebracht sind. Der Betreiber – oder der Systemintegrator – kann damit auf dem Raum, den sonst die Puffer benötigen, zusätzliche Regalfelder einbauen. Rund zehn Prozent mehr Behälter oder Paletten können somit auf gleichem Raum gelagert werden. Hinzu kommt: Durch das platzsparende Antriebssystem, das schlanke Hubwerk und die Lastaufnahmemittel von Winkel reduzieren sich die Anfahrmaße auf ein Minimum. Der entstehende Nutzen: Systemintegratoren und Betreiber können bei gleicher Regalhöhe mehr Ebenen unterbringen.

Schlank braucht weniger Energie

Die Winkel-RBGs verbrauchen auch weniger Energie. Denn durch ihre Konstruktion und überaus schlanke Bauweise sind sie um rund ein Drittel leichter als vergleichbare Produkte. Daher können kleinere Antriebe mit einem geringeren Stromverbrauch eingesetzt werden. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern macht sich vor allem bei den Betriebskosten bemerkbar. Das Behälter-RBG Colibri mit einer Nutzlast bis 100 Kilogramm ist für den Einsatz in Automatischen Kleinteilelagern (AKL) mit einfach- oder doppelttiefer Lagerung konzipiert. Es ist mit einer Vielzahl von Lastaufnahmemitteln erhältlich.

Das Modell Puma ist für die Lagerung von Paletten und Gitterboxen geeignet. Es ist mit Teleskopzinken für einfach- oder doppelttiefe Lagerung ausgerüstet, Sonder-Lastaufnahmemittel sind möglich. Beide Geräte haben sich bereits in der Praxis bewährt: Winkel ist Zulieferer für mehr als 8.000 Kunden weltweit, hauptsächlich Generalunternehmer und Systemintegratoren. Diese kommen unter anderem aus den Branchen Intralogistik und Fördertechnik, Automation und Maschinenbau sowie der Automobil- und Luftfahrtindustrie. Um auch spezielle Herausforderungen zuverlässig zu lösen, bietet das Unternehmen nicht nur ein umfangreiches Standardsortiment, sondern auch individuell angefertigte Sonderlösungen; diese werden in enger Absprache mit den Projektpartnern entwickelt und mit kurzer Lieferzeit realisiert.

bw

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Picking

Richtig zugreifen

Eine „Pick-to-light“- und „Put-to-light“-Lösung für Kommissionier- und Montage-Aufgaben in Industrie und Intralogistik stellt Weidmüller vor. Die aufleuchtenden Fachanzeigen führen den Kommissionierer innerhalb eines definierten Arbeitsprozesses...

mehr...

Lagerverwaltungssystem

HRL für Künstlerpapier

Reflex, Hersteller von Spezial- und Künstlerpapier, hat am Standort Düren ein automatisches Hochregallager in Betrieb genommen. In Kombination mit einem Lagerverwaltungssystem (LVS) von S&P Computersysteme ermöglicht dies Reflex in Zukunft neben...

mehr...
Anzeige

Verfahrbare Regalzeilen

Kragarmregale

Für die Lagerung sperriger Güter wird oft mehr Fläche verbraucht, als tatsächlich nötig wäre. Hier bieten sich individuell konzipierte Kragarmregale an zum Beispiel von Lagertechnik Hahn & Groh.

mehr...