Kleinteilelager

Die Sportausrüstung kommt automatisch

Für das E-Commerce Unternehmen Sport Okay in Innsbruck hat Hörmann ein vollautomatisches Kleinteilelager entwickelt. Mit dem Autostore-Konzept finden 55.000 Behälter Platz und 44 Roboter sorgen für rund 336 Einlagerungen und Retouren sowie 8.000 Picks pro Tag.

Das Autostore-System besteht aus einem Aluminium-Rastersystem mit den Gesamtabmessungen von 18,4 mal 36,9 (79,2) mal 5,4 Meter. © Hörmann

Das E-Commerce Unternehmen Sport Okay bietet als Spezialist für alpine Bekleidung und Sportausrüstung in seinem Onlineshop über 200 Top-Marken an. In Deutschland, Österreich, Italien und weiteren 15 Ländern lassen sich Kunden von dem Sport-Spezialisten beliefern.

Aufgrund der positiven Entwicklung des Onlineshops investiert Sport Okay in Innsbruck in den Neubau eines Logistikzentrums, in dem als zentrales Kommissioniersystem ein vollautomatisches Kleinteilelager System zum Einsatz kommt. Mit seinem Autostore-Konzept hat Hörmann Logistik überzeugt und den Auftrag zur Realisierung der Anlage erhalten.

Das neue Autostore-Lager wird im zweiten Obergeschoss einer Neubauhalle errichtet. Im Erdgeschoss sind Arbeitsplätze für Wareneingang und Kommissionierung vorgesehen. Für die maßgeschneiderte Auslegung des Autostore-Systems für Sport Okay wurden bei der Planung von Hörmann mehrere Anlagensimulationen mit Originaldaten in Realzeit durchgeführt.

Die Kundenanforderungen führten zusammen mit den Simulationsergebnissen zu einer Systemkonfiguration in zwei Baustufen. Im ersten Bauabschnitt werden 22 Roboter mit 26.500 Behältern auf 16 Ebenen und dazugehörige sechs Arbeitsplätze mit Swing-Ports rund 168 Einlagerungen und Retouren sowie 4.000 Picks pro Tag und 400 Picks pro Stunde ermöglichen.

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In der zweiten, finalen Ausbaustufe wird das Autostore-Grid auf circa die doppelte Breite vergrößert, so dass 44 Roboter mit etwa 55.000 Behältern und zwölf Arbeitsplätzen mit Swing-Ports für rund 336 Einlagerungen und Retouren sowie 8.000 Picks pro Tag und 800 Picks pro Stunde sorgen.

Für das E-Commerce Unternehmen Sport Okay hat Hörmann ein vollautomatisches Kleinteilelager entwickelt. © Hörmann

Das Autostore-System
Das Autostore-System besteht aus einem Aluminium-Rastersystem mit den Gesamtabmessungen von 18,4 mal 36,9 (79,2) mal 5,4 Meter. In dem Rastersystem stehen Stapel mit jeweils 16 Behältern direkt auf dem Hallenboden. Über den Behälterstapeln ist das Fahrschienensystem (Grid) montiert, auf dem sich die 22 (44) batteriebetriebenen, autonomen Roboter bewegen. Die Roboter nehmen kooperativ Behälter auf, sortieren sie um und sind für die Ver- und Entsorgung der Swing-Port-Arbeitsplätze im Erdgeschoss zuständig.

Das maximale Gesamtgewicht der 649 mal 449 mal 330 Millimeter großen Behälter beträgt 35 Kilogramm bei einer Netto-Zuladung von rund 30 Kilogramm. Zur Absicherung des Maximalgewichts findet an den Ports eine Übergewichtsprüfung statt. Die Behälter können durch Trenneinlagen flexibel für die Nutzung mehrerer Artikel unterteilt werden.

Die Roboter bewegen sich durch ihre vier, über Eck angeordneten Räderpaare in zwei Richtungen und erreichen so jede Position im Raster mit einer Geschwindigkeit von 3,1 m/s². Sie kommunizieren über WLAN mit der Autostore-Steuerung, die die Transportaufträge an die einzelnen Roboter vergibt. Bei geringer Auftragslast oder zu geringer Batteriekapazität fahren die Roboter selbstständig zu einer der 22 (44), am Rand des Grids befindlichen Ladestationen. Die Steuerung ist auf der angebundenen Serviceplattform untergebracht.

Die Arbeitsplätze zur Einlagerung, Auslagerung und Kommissionierung der Waren bei Sport Okay befinden sich unterhalb des Autostore-Systems im Erdgeschoss. Die Artikel werden auf Paletten oder in Kartons an die Wareneingangs-Arbeitsplätze gebracht, dort ausgepackt und in das System eingelagert. Waren, die für die Kommissionierung bestimmt sind, werden an einem der Warenausgangs-Arbeitsplätze vom System angedient, der Mitarbeiter entnimmt die Ware und legt sie im Versandkarton ab. as

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