Denisort-Anlage

Tolle Fotos rasch geliefert

Anlage für das Order Fulfillment von Fotobüchern. Die Denisort-Linie, die Denipro bei Europas führendem Fotoservice-Anbieter Cewe am Standort Germering/München realisierte, trägt entscheidend zur Order Fulfillment-Optimierung des Dienstleisters bei.

Kopfüber beim Rücklauf: Denipro konstruierte für Cewe eine Denisort-Anlage, die die 3D-Fähigkeit des Systems nutzt. (Bild: Denipro/Cewe)

Die Anlage, die in eine Bestandsimmobilie mit engen Platzverhältnissen eingebaut wurde, ist die erste, die die 3D-Fähigkeit des Denisort-Systems voll ausnutzt: Auf dem in vier Meter Höhe direkt an der Decke angebrachten Rücklauf werden die zu ihrer Leerung nach beiden Seiten kippbaren Schalen kopfüber gedreht, bevor sie wieder in normaler Position an ihren Ausgangspunkt zurückkehren. Neben der Kompaktheit der Anlage war für den Denipro-Kunden entscheidend, dass die Denisort-Technologie leise funktioniert. Denn dies schont die Ohren und Nerven der in der Halle tätigen Mitarbeiter. Pro Stunde verarbeitet die Denisort-Linie zwischen 1.700 und 2.500 Cewe-Fotobuchpäckchen.

Kippschalen werden auf den Kopf gestellt
„Best in Print“ lautet das Motto von Cewe. Der Anspruch gilt auch für die Waren-Auslieferung. Entsprechend hatte Denipro als Systemanbieter von vornherein hohe Ansprüche zu erfüllen, um am Cewe-Standort Germering bei München die Prozesse im Bereich Warenversand zu optimieren. Die von Denipro vorgeschlagene Lösung mit einer platzsparenden Denisort-Anlage fand schnell die Zustimmung des Kunden. Ausschlaggebend dafür war neben der sprichwörtlichen Schweizer Präzision bei der technischen Umsetzung die verbindliche Zusage, das Projekt innerhalb des sehr straffen Zeitplans von nur fünf Monaten zu realisieren. Die Linie musste noch im Oktober in Betrieb gehen, damit Cewe für das Weihnachtsgeschäft gerüstet war, bei dem vor allem die beliebten Foto-Adventskalender gefragt sind.

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Sanftes Produkthandling: Die ausgeschleusten Cewe-Päckchen gleiten kontrolliert in die bereitgestellten Kunststoff-Container. (Bild: Denipro/Cewe)

Auch das kompakte Layout der Denisort-Anlage, welche die Pakete nach Destinationen vorsortiert, war für die Entscheidung des Kunden ein gewichtiges Argument. Mit ihrer Kettenlänge von nur 57 Metern ließ sich die Linie perfekt in den vorhandenen Gebäudetrakt im Industriegebiet des Münchener Vororts integrieren. Der Clou dabei: Aus Platzgründen verläuft der auf beiden Seiten in engen Kurvenradien um 90 Grad gedrehte Rücklauf in vier Meter Höhe oben an der Hallendecke. Dabei werden die leeren Kippschalen auf den Kopf gestellt. Diese Lösung war möglich, weil im Gegensatz zum finnischen Buchgrossisten Kirjavälitys Oy, bei dem Denipro gegenwärtig eine ähnliche Anlage installiert, in Germering die Denisort-Linie nicht zusätzlich noch als Puffer eingesetzt wird.

Anlage ist mit dem Cewe-WMS verbunden
Wegen der manuellen Bestückung läuft die Förderkette vergleichsweise langsam: Die Geschwindigkeit variiert zwischen 0,3 und 0,5 Meter pro Sekunde. Theoretisch könnte die Denisort-Technologie die Spitzenleistung von 1,3 Meter pro Sekunde erzielen. Aufgrund der geringen Auflagepunkte sind die 650 mal 450 Millimeter großen Schalen nach allen vier Richtungen besonders stark versteift, um die notwendige Stabilität zu bieten. Sie stellen innerhalb des standardmäßig offerierten Denisort-Schalensortiments die Maxi-Version dar. Der Barcode, der dort von einem Mitarbeiter hineingelegten Fotobuchpäckchen, wird gescannt. Auf diese Weise lässt sich das Förder- und Sortiergut permanent digital nachverfolgen; denn die Denisort-Anlage ist über ein Ethernet-Gateway mit dem übergeordneten Warehouse Management System (WMS) von CEWE verbunden. Das genannte Interface beinhaltet auch die Kommunikationsschnittstelle zur Sorter-Steuerung. Zur Ausschleusung des Förderguts sendet das WMS eine Nachricht an die entsprechende Zielrutsche. Dabei neigt und öffnet sich die Kippschale ganz nach Bedarf mal zu der einen oder zu der anderen Seite.

Hohe Akzeptanz bei den Cewe-Beschäftigten: Die Mitarbeiter, die die Schalen von Hand bestücken und im Umfeld der Anlage arbeiten, schätzen es, dass das Denisort-System dank reibungslos laufender Rollen leise ist. (Bild: Denipro/Cewe)

62 Stationen insgeamt
Insgesamt hat die Linie mehr als 60 Sortierstationen, deren Fördergut per Barcode gelesen wird. Zu diesen kommen noch zwei weitere hinzu, auf denen Produkte ohne Erfassung verarbeitet werden. Die Rutschen, auf denen die Gebinde sanft in die bereit stehenden fahrbaren Kunststoff-Container hineingleiten, sind so konstruiert, dass das Fördergut bei dieser Prozedur keinen Schaden nimmt.

Wie alle anderen Denipro-Systeme kommt die vom Deniway-Förderer abgeleitete Denisort-Technologie mit nur wenigen Antrieben aus. Sie ist leichtgängig und arbeitet energieeffizient nach dem Prinzip „Rollen statt gleiten“. Cewe profitiert so durch geringeren Energieverbrauch und CO2-Ausstoss und minimale Betriebskosten. Außerdem laufen die Rollen leise.  pb


Die Denipro AG mit Sitz in Weinfelden im Thurgau ist Spezialist für rollende Fördertechnik. Seit 2008 hat das 1984 gegründete Schweizer Unternehmen am laufenden Band innovative Produkte lanciert, die alle auf dem Grundsatz „Rollen statt Gleiten“ beruhen. Der Vorteil dieses Prinzips: weniger Reibung und Verschleiß, geringerer Energieverbrauch und Wartungsaufwand. Als Systemanbieter steht Denipro für vergleichsweise einfache, konsequent modular konzipierte Lösungen, die dem Kunden einen hohen Mehrwert und einen klaren Effizienzgewinn bieten. Wie die Schwesterunternehmen Ferag AG, WRH Marketing AG und PMC Print Media Corporation zählt Denipro zum weltweiten Konzernverbund der Walter Reist Holding AG.

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