Case-Picking

Aus virtuell wird reell

Effizienzpotenziale für Handels- und Frischelogistik. Mit dem Schäfer Case Picking System (SCP) steht der Handelslogistik eine einzigartige Systemkonfiguration zur Hebung vielfältiger Einsparpotenziale zur Verfügung. Das modulare Systemkonzept lässt sich auf die individuellen Anforderungen der Anwender zuschneiden.

Schäfer Case Picking: Vollautomatische Depalettierung der sortenreinen Paletten in Tiefkühlumgebung (minus 28 Grad Celsius). Die vereinzelten Lagen werden anschließend an die Tray-Fördertechnik übergeben. (Bild: SSI Schäfer)

Potenziale, die moderne Intralogistik-Systeme in der Handelslogistik erschließen können, werden vielfach unterschätzt. Einer vom EHI Retail Institute und dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML), Dortmund, durchgeführten Studie zufolge hat sich der Anteil der automatisch kommissionierten Waren kaum signifikant verändert. Er liegt in den vergangenen drei Jahren bei etwa 20 Prozent. Nur etwa 50 Prozent der führenden Handelsunternehmen in Deutschland, so die Untersuchung, befasst sich gegenwärtig mit dem Thema Automatisierung im Lager oder hat entsprechende Maßnahmen zum Teil bereits realisiert.

Das Schäfer Case Picking- System (SCP) ist eine modulare und erweiterbare Systemlösung zur automatischen Lieferzusammenstellung im Handelssegment. Technisch gesehen handelt es sich bei dem skalierbaren SCP-System um ein kompaktes, hochdynamisches Puffersystem für Durchsätze von 30.000 bis weit über 500.000 Kolli pro Tag. In ihm werden die Waren von der Lagerpalette automatisch vereinzelt, lagenweise auf Systemtrays gesetzt und mit produktschonenden Bewegungsabläufen zwischengelagert. Die Kommissionierung von den Lagen-Trays kann vollautomatisiert bis auf Einzelstücke und in parallelem Mehrfachzugriff erfolgen. Dabei zeigt SCP seine Stärken in seiner Anpassungsfähigkeit auf die individuellen Herausforderungen der Anwender. Die Standard-Baukastenmodule des SCP werden nach kundenspezifischen Anforderungen adaptiert und erfüllen so die Besonderheiten der Segmente wie Food-, Non-Food- oder Tiefkühlartikel. Wie das SCP dabei auch Aspekte der "Green Logistics" realisiert, zeigt das Beispiel Lidl. Im Logistikzentrum Kirchheim/Teck hat der Discounter die Intralogistik mit dem SCP-System neben der Effizienzsteigerung auf eine weitgehende Nutzung von Laderaum- und Transportkapazitäten sowie auf die Entlastung der Filialmitarbeiter bei der Warenverräumung ausgelegt. Neben dem SCP-System sind ein Hochregallager mit fünf Gassen und rund 15.000 Palettenstellplätzen sowie ein Schäfer Tray System (STS) mit 16.000 Stellplätzen auf fünf Lagerebenen im Liefer- und Leistungsumfang enthalten.

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Nachdem eine Filiale ihre Bestellung an das LVS übermittelt hat, bildet der SPPG eine optimale "virtuelle Palette" unter der Berücksichtigung der voreingestellten Packparameter. Erfüllt diese virtuelle Filialpalette das Optimum in allen Anforderungen (Family Grouping, Ladevolumennutzung und Stabilität) beginnen die physische Auslagerung der bestellten Artikel und die vollautomatische Palettierung der Palette. Das Softwaremodul SPPG erschließt somit von der Packdichte über die innere Palettenordnung bis hin zu den Stabilitätskriterien das gesamte Optimierungspotenzial bei der Palettenbildung in voll- oder teilautomatisierten Case Picking Systemen. Die ausgeklügelte Programmierung des SPPG ermöglicht auch beim heterogenen Artikelspektrum des Handels vollautomatisierte Prozesse der Auftragsfertigung einschließlich der Palettierung. Das spart Kosten. Die erhöhte Stabilität der Paletten sorgt zudem für weniger Beschädigungen und erhöhte Kundenzufriedenheit. Darüber hinaus ermöglichen die Algorithmen des Softwaremoduls eine optimale Packdichte und damit die bestmögliche Nutzung verfügbarer Laderäume. Das senkt die Transportkilometer und -kosten und schont die Umwelt.  bw

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