Betriebsdatenerfassung

Aus Big Data wird Smart Data

Vorausschauende Instandhaltung. Witron entwickelt Betriebsdatenerfassung und Betriebsdatenanalyse gemäß der „Smart Data“-Motivation permanent weiter. Daraus ergeben sich für Servicetechniker aussagekräftige Prognosen und qualifizierte Informationen. 

Mit der webbasierten Service-Management-Software Wittool gelingt die ganzheitliche Instandhaltungsabwicklung. Alle Service- und Wartungsaufgaben werden transparent. Die wichtigsten Dialoge sind für die mobile Nutzung mittels Tablet oder Smartphone optimiert. (Foto: Witron)

Unabhängig von Land und Branche arbeiten moderne, automatisierte Logistik-Anlagen an fast 365 Tagen im Jahr beinahe rund um die Uhr. Der Markt fordert immer kürzere Lieferzeiten, was für moderne Kommissioniersysteme in Verteilzentren höchste Verfügbarkeit erfordert. Um trotz Dauereinsatz ungeplante Ausfallzeiten zu vermeiden, bedarf es ganzheitlicher Wartungskonzepte. Dabei setzt der Logistik-Generalunternehmer Witron in vielen von ihm geplanten und realisierten Distributionszentren auf „Predictive Maintenance“ – vorausschauende Instandhaltung, basierend auf einer umfangreichen Erfassung und Analyse von Betriebsdaten. Die generierten Informationen werden automatisch und effizient zu Wartungsaufträgen für die Instandhaltungs-Teams umgewandelt.

Witron hat Technologien entwickelt, die aus der Datenfülle einfach handhabbare Informationen machen. „Smart Data“ nennt sich eine Initiative der Bundesregierung, die das Ziel verfolgt, Big-Data-Technologien zu verbessern, Entscheidungen zu beschleunigen, Geschäftsprozesse zu optimieren und Innovationen aus reinen Daten zu schaffen. Die Witron-Tools können im Prinzip sämtliche Daten aller Anlagen-Komponenten detailliert erfassen – von den Betriebszeiten der Fördertechnik, den Spielen der Regalbediengeräte oder der Laufzeit von Sondermaschinen bis hin zu den Taktzeiten jedes einzelnen Motors und Sensors. Anlagendaten werden mit dem Instandhaltungsmanagement verlinkt. Jeder Kunde erhält so ein anlagenbezogenes Wartungskonzept, und die Daten werden automatisch qualifiziert, interpretiert und zu aussagekräftigen, praxistauglichen Informationen umgewandelt, wodurch die Arbeit der Service-Mannschaft optimiert und gesteuert wird.

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Ist eine Anlage in Betrieb genommen und die Erstwartung der Komponenten gemäß Herstellerempfehlung erfolgt, beginnt Witron unmittelbar mit der Aufzeichnung der Betriebsdaten. Obwohl alle eingesetzten Elemente in den Anlagen weitestgehend standardisiert sind, werden sie doch unterschiedlich stark beansprucht: Produkte, Laufzeiten, Dynamik, Spitzentage, Temperaturbereiche, klimatische Umgebungs-Begebenheiten des Standorts – eine Vielzahl von Faktoren und Parametern hat Auswirkungen auf den Verschleiß der eingesetzten Technologie. Kunden profitieren von einem weltweiten Daten-Netzwerk, dessen Input auch in das Wartungskonzept einfließt. Es existiert ein ständiger Informations- und Erfahrungsaustausch der Witron-Service-Experten untereinander; hieraus resultieren kontinuierliche und standortübergreifende Verbesserungsprozesse und letztlich höhere Verfügbarkeit und mehr Anlagenleistung.

Schon nach gut einem Jahr Anlagenbetrieb hat Witron ausreichend Parameter ermittelt, um für jede Komponente einen individuellen Wartungszyklus festzulegen. Daraus folgt eine optimale Ersatzteil-Strategie für den Kunden. pb

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