Rekordwachstum 2017

Balluff steuert die halbe Milliarde an

Die hohe Nachfrage nach Automatisierungslösungen hat bei Balluff 2017 zu einem Rekordwachstum geführt. Zusammen mit den Umsätzen von zwei integrierten Unternehmen legte der Sensor- und Automatisierungsspezialist um 21,4 Prozent auf 459 Millionen Euro zu.

Die Geschäftsführer Florian Hermle, Katrin Stegmaier-Hermle und Michael Unger (von links) sind mit der Entwicklung der Balluff Gruppe im Jahr 2017 sehr zufrieden. (Bild: Balluff)

Selbst ohne die beiden neuen Unternehmen hätte Balluff mit einem Plus von 16 Prozent einen Rekordwert erreicht. „Dass wir unser für 2019 formuliertes Umsatzziel von 500 Millionen Euro wie geplant überschreiten werden, ist jetzt schon klar – die Frage ist nur, wann genau“, sagt Geschäftsführerin Katrin Stegmaier-Hermle bei der Vorstellung der Bilanzzahlen. Die Balluff-Gruppe beschäftigt weltweit 3.600 Mitarbeiter. Das sind rund zehn Prozent mehr als im Vorjahr. 1.300 dieser Mitarbeiter arbeiten in Deutschland, und allein am Stammsitz Neuhausen sind in den vergangenen zwei Jahren 100 Mitarbeiter neu hinzugekommen. Die Umsatzrentabilität hat sich von neun Prozent im Jahr 2016 noch einmal leicht auf aktuell 10,5 Prozent verbessert.

Wachsender Automatisierungsdruck in vielen Branchen

Die Geschäftsführerin nannte fünf Gründe für das starke Ergebnis: die positive Marktentwicklung weltweit, ein besonders starkes Wachstum in wichtigen Branchen wie der Automobil-, Verpackungs-, Lebensmittel und Getränkeindustrie sowie bei den Maschinen- und Anlagenbauern, den allgemein wachsenden Automatisierungsdruck in vielen weiteren Branchen, die gute Lieferperformance von Balluff und die 2017 erfolgte Integration der Unternehmen iss innovative software services und Matrix Vision. Die beiden Neuzugänge haben etwa 20 Millionen Euro zum Umsatzanstieg beigetragen.

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Ein positives Bild zeichnete Stegmaier-Hermle auch vom ersten Quartal 2018. Das Wachstum sei mit rund neun Prozent nach wie vor sehr stark. Die weiterhin positive wirtschaftliche Entwicklung und die aktuelle Auftragslage stimmten Balluff für das Gesamtjahr 2018 optimistisch. Die Gruppe steht auf einem stabilen finanziellen Fundament: Die Eigenkapitalquote ist mit 76 Prozent weiterhin extrem hoch, und das Banken-Rating von AAA+ ist das beste, das ein Unternehmen dieser Größenordnung erreichen kann. Zudem investiert Balluff mit einer Quote von 13,3 Prozent für Forschung und Entwicklung sehr viel in den zukünftigen Erfolg.

Das damit verbundene Ziel nannte Geschäftsführer Michael Unger: „Wir haben den Gruppenumsatz in den vergangenen sieben Jahren verdoppelt, und wir streben eine weitere Verdopplung in den kommenden fünf bis sieben Jahren an. Dafür muss sich die Organisation stetig weiterentwickeln.“ Unger stellte die Ausrichtung des Unternehmens mit einem klaren Fokus auf die Anforderungen der wichtigsten Hauptindustrien vor. Balluff ist jetzt in sieben Geschäftsbereiche gegliedert. Drei davon fassen alle Lösungen für die Hauptindustrien Mobility, Packaging, Food & Beverage sowie Machine & Plant Engineering jeweils in einer organisatorischen Einheit zusammen. Darüber hinaus gibt es mit Marketing & Sales, Technology, Supply Chain sowie Services, Finance & Quality vier weitere Bereiche. Jeder der sieben Bereiche hat eine eigene Leitung, die zusammen die erweiterte Geschäftsleitung bilden.

Automations-Erfahrung auf das IIoT übertragen 

Balluff gestalte seit mehr als 50 Jahren die Automation, so Geschäftsführer Florian Hermle, und habe diese Erfahrung auf den Wandel hin zum IIoT übertragen und biete heute alle nötigen Lösungen von der Datenerzeugung über den Transport bis zur Auswertung. Balluff sei stark in den Bereichen Hardware, Konnektivität und dem Sichtbarmachen von Daten. Die Daten schaffen Transparenz und machen sichtbar, was wann und warum etwas in der Produktion passiert.

Laut Hermle legt Balluff künftig einen stärkeren Fokus auf Software, um noch besser ganzheitliche Automatisierungslösungen aus einer Hand zu liefern. „Deshalb haben wir 2017 das Stuttgarter Softwareunternehmen iss innovative software services und den Machine-Vision-Pionier Matrix Vision in die Gruppe integriert. Dieses Know-how hilft uns, die großen Wachstumschancen der Digitalisierung noch besser und schneller zu nutzen und unser Portfolio sowohl im Bereich der Hardware als auch der Software zu erweitern“, zeigte sich Hermle überzeugt.

Am Hauptsitz in Neuhausen schuf Balluff allein in den vergangenen zwei Jahren 100 zusätzliche Stellen. (Bild: Balluff)

Ziel sei es, Technologie, Software und externe Partnern in einem offenen Ökosystem zusammenzubringen, um so die Wettbewerbsfähigkeiten der Kunden weiter zu steigern und sie von der Integration über die Analyse der Daten bis zur Diagnose zu unterstützen. Die externen Partner könnten dabei Big-Data-Spezialisten, Zulieferer, Produzenten oder Komponentenhersteller sein. So entstünden Lösungen, die den gesamten Wertschöpfungsprozess vom Lager-Management und Einkauf über das Asset Management bis zur smarten Produktion begleiten und effizientere Abläufe ermöglichen. Die Lösungen können an einer einzelnen Maschine in einem Maschinenpark oder sogar unternehmensübergreifend eingesetzt werden. as

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