Für alle Netzwerke geeignet

Multilingual ausgelegte Feldbussysteme

Im Maschinenbau müssen sich Hersteller und Lieferanten zunehmend auf die Kommunikationsfähigkeit zwischen SPS- und Sensor-/Aktor-Ebene einstellen. SMC rüstet daher die Feldbussysteme und Gateway-Units der EX-Serie mit zahlreichen Feldbusprotokollen aus.

Die Feldbussysteme und Gateway-Units der EX-Serie sind mit zahlreichen Feldbusprotokollen ausgerüstet. © SMC

Neben den Ethernet-basierten Protokollen wie Profinet, Ethercat und Powerlink unterstützen die Geräte auch andere übliche Protokolle wie Profibus, Devicenet und CC-Link sowie die Sensor-/Aktor-Anbindung IO-Link. Zudem erweisen sich die Feldbuslösungen von SMC als besonders anpassungsfähig. Werden Maschinen aktualisiert oder sind neue Maschinen zu integrieren, ist bei den Ventilinseln lediglich ein Austausch der Feldbusanschaltungen mit dem gewünschten Protokoll erforderlich, da alle Module den gleichen Anschlussflansch haben.

Über IO-Link dynamisch parametrieren
In die bekannte Kommunikationsplattform EX600 wurde zuletzt ein IO-Link Master integriert (V1.1). Dank des modularen Aufbaus lassen sich bis zu vier Master schnell und einfach in eine EX600-Plattform mit Profinet-Schnittstelle verblocken. Angeschlossene IO-Link-Devices lassen sich dann bei laufendem Betrieb parametrieren. Jeweils zwei Ethernet-Anschlüsse bieten die Dual-Port-Feldbussysteme des Typs EX600-SEN3/4 von SMC. Damit gelingt die Integration in komplexe Netzwerke mit Linien- oder Device-Level-Ring (DLR)-Topologien schnell und einfach. Ethernet/IP-Geräte sind bereits nach 0,5 Sekunden mittels Quickconnect ins Netzwerk eingebunden. Ein Switch wird nicht benötigt, gleichzeitig wird weniger Kabel beim Verlegen gebraucht. Der Hersteller verspricht kürzere Zykluszeiten, höhere Ausfallsicherheit und niedrigere Kosten. Komfortabel sei außerdem der Zugriff über einen integrierten Webserver mit jedem herkömmlichen Web-Browser.

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Alle, die Schweißzangen oder Greifer häufig wechseln müssen oder in kinetisch anspruchsvollen Anwendungen arbeiten, können mit der Serie EX600-W bis zu 127 Slaves drahtlos innerhalb von nur 0,25 Sekunden anbinden. Und das vollautomatisch, über eine Entfernung von 10 Metern, sodass sich die Serie auch für große Automationsanlagen eignet. In diesen Anwendungen sind im 2,4-Gigahertz-Frequenzbereich Störfrequenzen nicht zu befürchten und die Bewegungsfreiheit von Rotationstischen und Roboterarmen ist ohne störende Kabelstränge um ein Vielfaches besser. Insgesamt lassen sich mit den drahtlosen Feldbussystemen der Serie EX600-W 1.280 Ein- und Ausgänge belegen.

Zykluszähler macht Wartung planbar
Mit einer neuen Variante des Kommunikationsmoduls EX260 lassen sich mit einer Einheit bis zu 16 oder 32 Spulen einer Ventilinsel über IO-Link ansteuern. Im Vergleich zum Einzelanschluss bedeutet das eine drastische Reduzierung der erforderlichen Bauteile und des Verdrahtungsaufwands. Bei der Übertragungsgeschwindigkeit setzt SMC bei allen IO-Link Modellen auf den COM3-Standard mit 230,4 Kbit pro Sekunde. Das erlaubt sehr kurze und präzise Schaltzeiten mit hervorragender Wiederholbarkeit.

Über einen integrierten Zykluszähler ist es möglich, die Wartungsintervalle vorausschauend zu planen. Lediglich 28 Millimeter breit, beansprucht die Serie EX260 sehr wenig Platz. Die IO-Link Devices sind staubdicht und überstehen sogar zeitweiliges Eintauchen in Flüssigkeiten (IP67). Da sie robust ausgeführt sind, können sie sehr nahe an Maschinen platziert werden. Kompatibel sind die Einheiten mit den Ventilinseln SV, VQC, S0700 sowie New SY von SMC. Gleichzeitig sorgt die lange Lebensdauer von bis zu 70 Millionen Zyklen (weichdichtender Schieber) oder 200 Millionen Zyklen (Stahlschieber) für eine hohe Maschinenverfügbarkeit.

Für bis zu 16 unterschiedliche Ventile und Ventilinseleinheiten bietet SMC Gateway-Units der Serien EX500 GEN2 und EX500 GPN2. Sie zeichnen sich durch eine schnelle Anbindung an Ethernet/IP- beziehungsweise Profinet-Fertigungsumgebungen aus. Beide Modelle sind über einen Web-Browser bedienbar und haben je 128 Ein- und Ausgänge. Eine Installation der Gateways kann im Umkreis von bis zu 20 Metern Abstand zu Ventilinseln erfolgen, sodass kurze Verrohrungen oder Verschlauchungen möglich sind. Die Gateway-Units von SMC sind staubdicht und gegen Strahlwasser geschützt und somit auch für den Außeneinsatz geeignet.

Licht statt Strom
An die Adresse von Anwendern, die in schwierigen elektromagnetischen Umgebungen zuverlässige Netzwerke betreiben, ist die Serie EX245 gerichtet. Das Netzwerk ist auf Lichtwellenleiter aufgebaut. Für den Automobilbau wurde die Serie EX245 mit den AIDA-konformen Push-Pull-Steckverbindern ausgestattet. Profinet-Funktionen wie Media Redundancy Protocol (MRP) und Fast Start Up (FSU) sind bereits implementiert. Insgesamt stehen 128/64Ein- und Ausgänge zusätzlich zu 32 Ventilausgängen zur Verfügung. Kupfer- anstatt Lichtwellenleitung und M12-Steckverbinder sind auf Wunsch erhältlich. as

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