Mobilgeräteumstellung

Christian Schiffer, Manager Solution Architects Central and Eastern Europe,

Mobilgeräte: Nicht den Überblick verlieren

Im digitalen Zeitalter der Mobilgeräte in der Logistik warten zwei Herausforderungen: Windows stellt den Mobilgeräte-Support ein, mit Android steht der Nachfolger bereit. Gleichzeitig muss ein wachsender Gerätepark gepflegt werden. Hilfe kann von der Mobility Edge Plattform von Honeywell kommen.

Die Zahl der mobilen Geräte mit unterschiedlichen Benutzeranwendungen, Applikationsumgebungen und Formfaktoren steigt rasant. © Honeywell

Die Uhr tickt. Unaufhaltsam. Es wird schon sehr bald Zeit für eine größere Umstellung. Gemeint ist das Ende des Windows Embedded Handheld- und Windows CE-Betriebssystem-Supports für zahlreiche derzeit in der Logistik eingesetzte Mobilcomputer, ganz gleich ob im Lager und Distributionszentrum oder auf den Transportwegen.

Anfang nächsten Jahres – genauer gesagt am 14. Januar 2020 – schließt sich beispielsweise das Fenster für Windows Embedded Handheld 6.5. Das bereitet vielen Logistik- und Transportunternehmen Kopfzerbrechen. Schließlich fällt es in eine Zeit, in der mehr und mehr Arbeitsprozesse über Mobilgeräte laufen, getrieben durch private Nutzererfahrungen der Mitarbeiter und damit einhergehenden Wünschen an die Arbeitsplatzgestaltung auf der einen und dem hohen Produktivitäts- und Arbeitseffizienzgewinn auf der anderen Seite.

Klar sind die alten Windows-Systeme für bestehende Anwendungen noch sinnvoll, ihre Tage sind aber definitiv gezählt. Zeit, sich über eine Umstellung Gedanken zu machen. Wer hier die richtigen Entscheidungen trifft, gewinnt Planungssicherheit für mindestens fünf bis sechs Jahre.

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Klare Tendenz beim Betriebssystem
Zugegeben, für die IT-Abteilung ist es momentan keine einfache Situation. Die Zahl der mobilen Geräte mit unterschiedlichen Benutzeranwendungen, Applikationsumgebungen und Formfaktoren steigt rasant. Mit der Implementierung ist es allerdings nicht getan, denn vor allem die Verwaltung und Wartung der unterschiedlichen Hardware und Betriebssysteme sind vor allem zeit- und kostenintensiv.

Noch arbeitsaufwändiger wird die Zertifizierung und einheitliche Bereitstellung von Geschäftsanwendungen auf jedem Gerät und für jede Betriebssystemversion, wenn die mobilen Lösungen auf separaten Technologieplattformen aufgebaut sind. Hinzu kommen im Falle von anstehenden Installationen neuer Betriebssystemversionen je nach implementiertem Gerätetyp unterschiedliche Testszenarien in einer Development-Umgebung, bevor das System unternehmensweit ausgerollt werden kann.

Eine einheitliche Betriebsplattform kann hier eine Grundlage sein, um ein zukunftssicheres Gerätemanagement zu ermöglichen. © Honeywell

Eine einheitliche Betriebsplattform kann hier schon eine wertvolle Grundlage sein, um etwas Ordnung ins Chaos zu bringen und ein zukunftssicheres Gerätemanagement zu ermöglichen. Da sich der Markt sowieso von Windows wegbewegt, ist es der optimale Zeitpunkt, eben auf diesen Markt zu blicken und nach einem geeigneten Nachfolger Ausschau zu halten. Es muss nicht allzu lange gesucht werden, da es eine klare Tendenz gibt, um die auch die Logistikbranche nicht herumkommen wird: Android.

Laut VDC Research stieg der Marktanteil von Android bei robusten Geräten im Einzelhandel, Außendienst, Warenlager und in der Lieferung von 24 Prozent im Jahr 2015 auf knapp 37 Prozent 2016. Die Einführung von Android ist weiter auf dem Vormarsch, da Unternehmen von der Unternehmenssicherheit, der Zuverlässigkeit und den starken Leistungs- und Verwaltungsfunktionen von Android profitieren. Ein einheitliches Betriebssystem ist aber nur ein erster Schritt zur erhofften Besserung. Die Anzahl der Mobilgeräte in den Unternehmen ist bereits hoch und wird noch weiter steigen. Sie alle wollen effizient verwaltet und neue Geräte ohne großen Aufwand implementiert werden. Ein passendes Mobilgerätemanagement wird somit unumgänglich.

Mobilgerätemanagement sollte mitbedacht werden
Auch wenn alle Applikationen auf Android umgestellt wurden, erfordert jede neue Betriebssystemversion typischerweise einen langwierigen und kostspieligen Zertifizierungsprozess. Darauf zu warten, können sich Unternehmen jedoch kaum leisten. Ebenfalls können sie es sich kaum leisten, jedes Gerät, jede Entwicklung oder jede Bereitstellung einzeln zu verwalten. Im Rahmen der Migration von Windows hin zu Android sollte somit eine zentrale Mobilgerätemanagement-Plattform gleich mitgedacht werden.

Moderne Lösungen erlauben es den IT-Verantwortlichen, ein einziges Konfigurationspaket mit allen gewünschten Upgrades und Neuerungen zusammenzustellen und dieses dann über einen Provisioning-Server auf den gesamten Gerätepool gleichzeitig ausrollen. Solch ein Paket kann beispielsweise einfache Grundeinstellungen zu Energiemodi sowie zur Implementierung von Spracheingaben umfassen, aber auch selbstentwickelte Softwareprogramme, etwa zur Paketzustellung oder Einlagerung, enthalten. Alle zukünftigen Updates können dank einer speziellen Upgrade-Software mit nur einem einzigen Klick erfolgen, wobei sich die Geräte automatisch bei Bedarf mit dem neu verfügbaren Update untereinander aktualisieren.

Die Vorteile solch eines zentralen Mobilgerätemanagements liegen klar auf der Hand: Die Geräte werden schneller implementiert und bereitgestellt, liefern eine optimale Leistung und besitzen eine längere Produktlebensdauer. Während des laufenden Betriebs können sowohl Sicherheits-Patches als auch neue Tools und Konfigurationspaketelemente ohne größeren Aufwand aufgespielt werden. Da vor allem die für den betrieblichen und industriellen Einsatz konzipierten Rugged-Geräte einige Jahre länger als konventionelle Consumer-Smartphones halten, ist nicht nur die IT-Abteilung freundlicher gestimmt, das Unternehmen profitiert von einer hohen Investitionssicherheit.

Mit einem zentralen Mobilgerätemanagement werden die Geräte schneller implementiert und bereitgestellt. © Honeywell

Diese kommt mit einem garantiert langen Betriebssystem-Support sogar noch viel deutlicher heraus. Honeywell bietet mit der Mobility Edge-Plattform beispielsweise eine zentrale Gerätemanagement-Lösung an, die gemeinsam mit Qualcomm und Google entwickelt wurde. Für alle neueren Android-Modelle der Mobility Edge-Reihe, die mit einem entsprechenden Chip-Satz ausgestattet sind und bei denen die Geräteverwaltung quasi gleich mitgeliefert wird, ist ein Betriebssystem-Support bis Android 10 garantiert. Das bedeutet Investitionssicherheit bis 2025.

Zukunftssichere Investitionen bei mobilen Geräten für den Logistikeinsatz beinhalten nicht nur Android als zukünftiges Betriebssystem, sondern vor allem auch Überlegungen rund um eine passende Mobilgerätemanagement-Plattform. Diese soll es der IT-Abteilung wesentlich einfacher machen als bisher, Herr über das Chaos der unterschiedlichsten Mobilgeräte zu werden, dem Unternehmen aber auch über mehrere Jahre hinweg treue Dienste leisten. as

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