Harsh Environment Connector

Fürs Grobe gemacht

Der HEC (Harsh Environment Connector) ist konstruiert für raue Umgebungseinflüsse und eignet sich daher für Anwendungen im Außenbereich. Der Stecker zeichnet sich unter anderem durch die UV- und Salznebelbeständigkeit, Schock-und Vibrationsfestigkeit und die Schutzklassen IP68 und IP69K aus.

Der HEC (Harsch Environment Connector) ist konstruiert für raue Umgebungseinflüsse und eignet sich daher für Anwendungen im Außenbereich. (Bild: Binder)

Neben dem ursprünglich geplanten Einsatz im Außenbereich bei landwirtschaftlichen Fahrzeugen findet der HEC bei vielen weiteren Applikationen Anklang. So wird er bei Tunnelbeleuchtungen oder bei professionellen Blitzgeräten zur Ausleuchtung eingesetzt. Durch seine Beständigkeit gegen Umwelteinflüsse, der einfachen Verriegelung, seiner robusten und dennoch kompakten Bauform erfüllt der HEC nahezu alle Anforderungen, die sich aus der Außenanwendung ergeben. Das Unternehmen verweist außerdem auf die UL-Zulassung und VDE-Zertifizierung.

Bisher als achtpolige (4 Signal+3 Power+PE) und zwölfpoligepolige (Signal)-Version geführt, erfolgt jetzt die Erweiterung im Bereich Leistung, denn in vielen Anwendungen werden immer mehr elektrische Verbraucher benötigt, um die erhöhten Anforderungen wie Komfort, Genauigkeit und Flexibilität zu erfüllen. Der HEC Power kann bis zu 32 Ampere Bemessungsstrom und 600 Volt Bemessungsspannung eingesetzt werden. Damit sei er der leistungsfähigste Stecker im gesamten Portfolio, so Binder. Wie bereits bei den acht- und zwölfpoligen Versionen wird der Anschluss der Litzen mit gedrehten Crimpkontakten ermöglicht. Anschlussquerschnitte von 2,5 bis sechs Quadratmillimeter können erreicht werden. Der HEC Power ist seit Herbst 2017 verfügbar.

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Das Flanschteil mit Klappdeckel bietet einfachen, sicheren Schutz auch ohne bewusstes Verschließen. (Bild: Binder)

Steckverbinder erfüllen die IP Schutzklassen in der Regel nur gesteckt. Aber auch im nicht gesteckten Zustand ist oft ein Schutz notwendig, was bisher meist mithilfe einer Schutzkappe gewährleistet wurde. Da diese aber einerseits gerne vergessen oder verloren werde und andererseits leicht verschmutze sowie erhöhten Aufwand bei der Befestigung verursache, sei das Flanschteil mit Klappdeckel die passende Lösung: Nicht zu verlieren und ein einfacher, sicherer Schutz auch ohne bewusstes Verschließen. Der Deckel ist gefedert und beim Öffnen automatisch richtig positioniert. Ein weiterer Vorteil: Der Bauraum bleibt gleich – wie in der Normalausführung. Die Schutzklassen IP68/IP69K werden mit allen drei Polzahlen erreicht. Verfügbar ist der Klappdeckel im Frühjahr 2018.

Wird das Kabel in einem Schutzschlauch verlegt, kann das Kabel vor rauen Umgebungseinflüssen geschützt werden. (Bild: Binder)

Gerade bei extremeren Außenanwendungen muss nicht nur der Steckverbinder, sondern auch das angeschlossene Kabel den rauen Umgebungseinflüssen standhalten. Stöße, Schläge und weitere mechanische Beanspruchungen werden von den meisten Kabeln mit dem vorzeitigen Exodus quittiert. Eine Möglichkeit ist, ein teures Spezialkabel zu verwenden. Die Alternative ist, das Kabel in einem Schutzschlauch zu verlegen, um dadurch den benötigten Schutz zu erreichen. Dieser Schutzschlauch muss um seine Funktion voll zu erfüllen, auch mit dem Steckverbinder verbunden werden, damit ein durchgängiger Schutz der Verbindungsleitung erfolgt. Der entsprechende Schutzschlauch mit Adapter im Binder-Portfolio ist zum einen als Nachrüstset verfügbar, aber auch als Komplettset inklusive Kabelstecker oder Flanschstecker. Dabei erfüllt dieser Adapter den Schutzgrad IP67. Jana Wagner/as

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