Mit dem BMWI auf der HMI

Leuchtturmprojekte

Mit der digitalen Produktion von morgen und der vernetzten Wirtschaft befasst sich auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Im Rahmen von Technologieprogrammen erarbeiten geförderte Projekte digitale Lösungen, die zur Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaft beitragen können.

Das interaktive Exponat von Smart Service Welt I und II ist ein Highlight auf dem Stand des BMWi auf der diesjährigen Hannover Messe. © BMWi/Bildkraftwerk

Losgröße eins, vernetzte Produktion oder cloudbasierte Systeme: Rund um die Umsetzung von Industrie 4.0 kursieren zahlreiche Schlagworte. Unbestritten ist: Viele mittelständische Unternehmen haben verstanden, dass sie ihre Produktion digitalisieren müssen, wenn sie auch künftig wettbewerbsfähig bleiben wollen. Doch die Umsetzung der digitalen Transformation ist mit vielen Herausforderungen verbunden. Denn: Wie können sich Unternehmen zu Wertschöpfungsnetzwerken zusammenschließen und noch effizienter arbeiten? Wie gelingt es, Maschinen geräte- und herstellerübergreifend zu vernetzen? Wie meistern Unternehmen Herausforderungen bei der Produktion in kleinen Stückzahlen? Das sind nur einige Fragen, die sich in Zusammenhang mit der Digitalisierung in der Produktion stellen. Dabei unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Im Rahmen von Technologieprogrammen erarbeiten geförderte Projekte digitale Lösungen, die zur Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaft beitragen. Diese Leuchtturmprojekte präsentieren sich auf dem Gemeinschaftsstand des BMWi bei der Hannover Messe, auf dem Besucher die verschiedenen Technologieprogramme und Mittelstand-Digital hautnah erleben können.

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Projekte rund um die vernetzte Produktion
Konkret erwartet die Besucher unter anderem das Technologieprogramm PAiCE mit vier Förderprojekten vor Ort: Add2log, Emudig, Roboport und Seronet. Die Projekte zeigen durch Demonstratoren anschaulich, wie aktuelle Herausforderungen der vernetzten Produktion mit additiver Fertigung, Engineering und Robotik künftig gemeistert werden können. Zum Beispiel zeigt Seronet anhand der Programmierung eines Roboterarms, wie Software-Anwendungen kollaborativ aus einzelnen, bestehenden Komponenten erstellt werden können. Die IT-Plattform stellt die Umgebung bereit, in der einzelne Software-Bausteine ausgewählt und herstellerübergreifend kombiniert werden können.

Smart Home aus Legosteinen
Die Technologieprogramme Smart Service Welt I und II unterstützen Förderprojekte, die sich mit der Entwicklung intelligenter internetbasierter Dienstleistungen beschäftigen. So auch bei Smart Orchestra: In dem Projekt aus Smart Service Welt I wird eine cloudbasierte Service-Plattform entwickelt, die es ermöglicht, digitale Produkte und Dienste miteinander zu vernetzen und zu vermarkten. Mithilfe der Plattform können beispielsweise Sensoren mehrerer Hersteller jeweils unterschiedliche Daten übertragen, die dann zusammengeführt, gemeinsam analysiert und ausgewertet werden. Untereinander nicht kompatible Insellösungen – derzeit ein zentrales Problem bei einer umfassenden Digitalisierung und Vernetzung – gehören damit der Vergangenheit an. Am Stand des BMWi zeigt das Projekt beispielhafte Smart-Home-Szenarien, veranschaulicht durch ein Legohaus, ausgestattet mit verschiedener Sensorik.

Neue Modelle für Stromerzeuger
Auch zwei Projekte des Technologieprogramms Smart Service Welt II sind auf dem Messestand des BMWi vertreten: SMECS erforscht und erprobt auf Basis der Blockchain und des Internets der Dinge neue Wege, Energie aus regenerativen Quellen zu handeln. Damit sollen kleine Stromerzeuger und Energiegenossenschaften auch nach Wegfall der gesetzlichen Einspeisevergütung ab 2021 ihren Ökostrom wirtschaftlich produzieren können, indem sie ihn etwa direkt an Verbraucher in der Nachbarschaft verkaufen. Ein Thema, das auch für energieintensive Industrieunternehmen an Bedeutung gewinnt, denn viele von ihnen gehören mittlerweile selbst zu den Stromerzeugern.

Ebenfalls hilfreich für Unternehmen werden die Resultate von BIMSWARM sein – etwa beim nächsten Bauvorhaben. Das Projekt schafft eine offene Plattform, welche die durchgängig digitale Projektbearbeitung bei Planung, Ausführung und Betrieb von Bauwerken ermöglichen soll.

Den Stand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie finden Sie in Halle 2, Stand C28. Weitere Informationen zu den Technologieprogrammen finden Sie unter: https://www.digitale-technologien.de, zu Mittelstand-Digital unter: https://www.mittelstand-digital.de

Die Möglichkeiten von internetbasierten Dienstleistungen für die Lebens- und Arbeitswelt werden auf der Hannover Messe durch ein interaktives Exponat der beiden Technologieprogramme anhand von Augmented Reality und Videos erfahrbar.

Infos für den Mittelstand
Die Arbeit der Förderprojekte zeigt die Vielzahl an Themen, mit denen sich Unternehmen bei der Digitalisierung auseinandersetzen müssen – gerade für kleine und mittlere Unternehmen eine beträchtliche Herausforderung. Vor Ort präsentiert sich deshalb auch der Förderschwerpunkt Mittelstand-Digital. Mittelstand-Digital bietet durch sein bundesweites Netzwerk aus Kompetenzzentren kleinen und mittleren Unternehmen kostenfreie Informationsangebote. Am Messestand des BMWi zeigen drei der Zentren digitale Möglichkeiten, beispielsweise zur technologiebasierten Optimierung des Auftrags- oder Energiemanagements, zur stufenweisen Umsetzung der Digitalisierung in der Produktion oder für eine Herstellung individueller Produkte. pb

Halle 2, Stand C28

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