Startschuss für 5G-Einsatz in der Industrie

Hannover macht Tempo

Die Hannover Messe gibt den Startschuss für den Einsatz des superschnellen Mobilfunks in der Industrie. Bei dem neuen Standard wird derzeit noch über neueste Smartphones und Privat-Anwendungen diskutiert, aber gerade im industriellen Einsatz kann 5G seine Vorteile ausspielen.

5G-Arena auf der Hannover Messe in Halle 16. © Deutsche Messe

„In der Industrie wird der neue Mobilfunkstandard 5G für eine neue Welle der Innovation sorgen“, sagt Dr. Jochen Köckler, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe. Auf der Hannover Messe (HMI) sollen Besucher den Beginn der industriellen Nutzung des neuen Mobilfunks 5G hautnah miterleben können.  Aussteller präsentieren Anwendungen auf ihren Messeständen, die den neuen Mobilfunkstandard nutzen werden. Außerdem bündelt die HMI das Thema in der „5G-Arena“ in der Halle 16. „Wer mehr über Testfelder und erste Anwendungen von 5G in der Industrie wissen will, sollte die 5G-Arena besuchen“, sagte Köckler. „In der Halle 16 richten wir zusammen mit unseren Technikpartnern von Nokia und Qualcomm ein echtes, funktionsfähiges 5G-Netz ein. Acht Showcases werden real via 5G-Standard vernetzt sein. Der Besucher kann in unserer Arena 5G erstmals im industriellen Umfeld live erleben und sich von den vielen Vorteilen überzeugen.“

Beispielsweise zeigt Zeiss eine Inline-Prozesskontrolle. Sie wird eingesetzt, um eine 100-Prozent-Prüfung von Karosserieteilen zu ermöglichen. Eine Stichprobe, die hochgerechnet wird, reicht in vielen Fällen nicht aus, um Prozesse sicher zu überwachen und zu steuern. In der Inline-Messzelle Zeiss AICell prüfen verschiedene Inline-Sensoren alle notwendigen Features, Spalt- und Bündigkeiten und die Oberflächenqualität der Karosserie. Bosch Rexroth wird unter anderem ein mobiles Control Panel zeigen, das ein kollaboratives Zusammenarbeiten mit Robotern ermöglicht, und die Einbindung von Industrial Ethernet über 5G demonstrieren.

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Der Demonstrator von Weidmüller stellt ein 5G-Energiemonitoring zur Schweißnaht-Überwachung aus. Die Analyse-Einheit erhält ihre Daten direkt aus dem Schweißprozess und gibt sie per 5G-Modem und das entsprechende 5G-Netzwerk an eine Weidmüller-Visualisierungseinheit weiter.

Der schwedische Netzausrüster Ericsson nimmt das Jahr der 5G-Einführung und die Ernennung Schwedens zum HMI-Partnerland 2019 zum Anlass, um mit einer erweiterten Präsenz auf der Leitmesse für Industrie 4.0 aufzutreten. Gleich an drei Stellen – in der 5G Arena in Halle 16, an ihrem großen Zentralstand in Halle 8 sowie auf dem schwedischen Co-Lab-Pavilion in Halle 27 – präsentiert das Unternehmen aktuelle Forschungsprojekte und Produktlösungen rund um 5G.

In der 5G-Arena werden neben der 5G ACIA (5G Alliance for Connected Industries and Automation) unter anderem folgende Unternehmen vertreten sein: ASTI, Bosch-Rexroth, DFKI, Ericsson, Festo, Götting, Harting, HMS Industrial Network, Ifak, Nokia, Phoenix Contact, Qualcomm, R3 Communication, SICP, Siemens, Volkswagen Nutzfahrzeuge und Zeiss.

Die Arena wird zum Ort der technischen Vernetzung. In Forum und Konferenz werden mehr als 50 internationale Sprecher aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zu Wort kommen und die unterschiedlichen Perspektiven, Chancen und Herausforderungen von 5G diskutieren. Das Programm läuft messetäglich von 10.30 Uhr bis 17.00 Uhr in der Halle 16. Die Konferenz am Messemittwoch, 3. April, steht unter der Schirmherrschaft des niedersächsischen Wirtschaftsministers Dr. Bernd Althusmann. An diesem Tag werden denkbare Geschäftsmodelle und die strategische Bedeutung des neuen Standards für den Standort Deutschland und jedes einzelne Unternehmen deutlich werden. Das Programm von Forum und Konferenz ist unter: www.hannovermesse.de/veranstaltung/5g-arena-forum-new-opportunities-with-5g/FOR/91962. pb

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