Integrierter Lasereinsatz

Schweißen und Markieren an einer Insel

Ein Eberdinger Unternehmen setzt zur Kennzeichnung von LKW-Achswellen, die im Reibschweißverfahren hergestellt werden, ein Lasersystem von Mobil-Mark ein. Nun können in einer Schicht bis zu 500 Teile geschweißt und im gleichen Arbeitsschritt beschriftet werden.

Schweißen und Markieren an einer Fertigungsinsel. © Mobil-Mark

Laser werden in verschiedenen Industriezweigen eingesetzt, um Werkstücke eindeutig zu markieren und somit ihre Rückverfolgbarkeit zu garantieren. Doch häufig müssen die zu gravierenden Werkstücke erst umständlich zu einer Laserstation transportiert werden – das erfordert logistischen und zeitlichen Mehraufwand und ist im Arbeitsalltag darüber hinaus unpraktisch.

Ein in Eberdingen bei Ludwigsburg ansässiger Lohnfertiger, der im Kundenauftrag Stahlbauteile und Komponenten verschiedener Größen produziert, wollte diesen Prozess optimieren und integrierte ein Lasersystem von Mobil-Mark zur Kennzeichnung von LKW-Achswellen, die im Reibschweißverfahren hergestellt werden. Der Vorteil: Dadurch, dass der Reibschweiß- und Markierungsprozess gleichzeitig an einer Fertigungsinsel durchgeführt werden kann, wird eine deutliche Zeitersparnis erzielt. Innerhalb einer Schicht können so bis zu 500 Teile geschweißt und im gleichen Arbeitsschritt beschriftet werden.

Das zu beschriftende Werkstück: LKW Achswellen. © Mobil-Mark

Einbau in laufende Produktion
Bei der Anwendung legte der Kunde ein besonderes Augenmerk auf einen Laser, der an das Produkt genau angepasst werden kann, der bedienerfreundlich ist und darüber hinaus in die vorliegende Produktionsumgebung ohne Komplikationen eingebaut werden kann. Der Ulmer Laserspezialist Mobil-Mark konnte all diese Bedienungen erfüllen: Der Laserkopf ließ sich dank des individuellen Aufsatzes an die Wölbung der Achswelle anpassen. Durch seinen geringen Platzbedarf konnte der Laser mithilfe einer Spezialhalterung außerdem in die laufende Produktion eingebaut werden. Die Inbetriebnahme konnte nach einer kurzen Schulung schnell erfolgen: Alle Mitarbeiter gewöhnten sich innerhalb kurzer Zeit an das neue Arbeitsgerät, das aufgrund der Laserschutzklasse 1 keine zusätzlichen Schutzvorkehrungen erfordert.

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Der Schweißvorgang mittels Reibschweißverfahren. © Mobil-Mark

Das Eberdinger Unternehmen leistete bereits 1974 Pionierarbeit auf dem Gebiet des Reibschweißverfahrens: In diesem Jahr erwarb der Firmengründer die erste Reibschweißmaschine von einem damals führenden japanischen Hersteller. Das Verfahren ist heute essentiell für die Firma und zählt neben der Fertigung von Schweißkonstruktionen sowie dem Maschinenbau zum Kerngeschäft des Betriebs. Unter anderem wird es auch für die Produktion von LKW-Achswellen eingesetzt.

Unter Druckeinwirkung wird ein rotierendes Fügeteil an ein ruhendes Teil aneinandergepresst, die daraus resultierende Reibung induziert Wärme. Durch das Abbremsen der Rotation werden die Teile vollflächig verschweißt – ein schnelles und sicheres Verfahren. Außerdem ist das Endprodukt durch die geringe Temperatur verzugsärmer. Anwendung findet das Reibschweißen insbesondere bei rotationssymmetrischen Teilen, wie beispielsweise den LKW-Achswellen.

Der Laser ist exakt an das Werkstück angepasst. © Mobil-Mark

Auch der Markierungsvorgang, der von Mobil-Mark entwickelt wurde, funktioniert nach einem simplen und gleichzeitig cleveren Prinzip: Die Lasereinheit wurde dazu mithilfe einer Haltevorrichtung, die den Laser automatisch hebt und senkt, an der Anlage befestigt. Im ersten Arbeitsschritt muss der Bediener an der Fertigungsinsel zunächst das zu verschweißende Rohr fixieren. Anschließend betätigt er einen Hebel, der den Laserkopf direkt auf das Rohr absenkt. Nun muss der Bediener einfach eine Starttaste an der Lasereinheit drücken und der Gravurprozess kann beginnen. Parallel dazu kann der Mitarbeiter nun den Reibschweißprozess einleiten. Nach wenigen Sekunden, in denen die Prozesse Schweißen und Markieren gleichzeitig stattfinden, kann das Bauteil entnommen und überprüft werden.

Résumé nach drei Jahren
Das Unternehmen ist nach fast drei Jahren des Einsatzes mit dem Lasersystem von Mobil-Mark mehr als zufrieden. Neben dem präzisen Gravurergebnis punkte der Laser mit seiner Mobilität und der damit verbundenen Flexibilität sowie seiner einfachen Bedienbarkeit. Auch das kompakte Format, die Stabilität und die Zuverlässigkeit des Lasers im Dauerbetrieb seien überzeugend. Aktuell setzt das Unternehmen den Mobil-Mark nicht nur für die Kennzeichnung der LKW-Achswellen ein, sondern markiert damit auch Typen- und Inventarschilder sowie weitere Maschinenkomponenten. as

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