Variable Kennzeichnung

Die Form bestimmt den Code

Automatische Identifizierung und variable Kennzeichnung verschiedener Produkte
Die integrierte Hochleistungskamera im Etikettiersystem EA712, hier eine Messeanwendung, identifiziert die Kennzeichnungsobjekte anhand des Objektformates beziehungsweise markanter Formatausschnitte. (Bild: ICS)
Ein optoelektronischer Sensor erkennt an festen Merkmalen einen Produkttyp und löst eine entsprechende Kennzeichnung aus. Das führt dazu, dass die Produkte aus verschiedenen Produktionslinien einer einzigen Kennzeichnungsstation überlassen werden können.

Der Geschäftsbereich Kennzeichnungssysteme von ICS International hat mit dem neuen Etikettiersystem EA712 eine Sonderanlage im Portfolio, mit der sich Produkte mehrerer Produktionslinien vollautomatisch identifizieren und variabel kennzeichnen lassen. Unternehmen benötigen zur Etikettierung verschiedener Erzeugnisse statt mehrerer Anlagen nur noch ein System. Nachhaltige Kosteneinsparungen werden durch den vergleichsweise geringen Investitionsaufwand sowie den wirtschaftlichen Betrieb erzielt. Der Gewinn: Prozesssicherheit.

Das Etikettiersystem EA712 arbeitet mit optoelektronischer Sensorik. Die verschiedenen Produkte, die in beliebiger Reihenfolge der Kennzeichnungsanlage zugeführt werden, lassen sich dadurch eindeutig anhand des jeweiligen Objektformates beziehungsweise markanter Formatausschnitte wie Kanten oder Abrundungen identifizieren. Die Erfassung von direktbeschrifteten Codierungen und Nummerierungen ist ebenso möglich, aber nicht notwendig. Zur Objektidentifizierung nimmt die Steuereinheit Rückgriff auf einmalig im System hinterlegte Objektdaten und weist Variable, etwa Teile- und Typennummern, automatisch zu. Aus übergeordneten Produktionsplanungs- oder ERP-Systemen können weitere Parameter, zum Beispiel die aktuelle Chargennummer, automatisiert im Etikettiersystem verarbeitet werden. Das integrierte Thermotransferdruckwerk beschriftet nun das zugehörige Etikett mit den individuellen Produktdaten. Hochpräzise, geräuscharme und schnell arbeitende Linearmotoren sorgen für die positionsgenaue Spendung des Etiketts. Besonders hervorzuheben ist diesbezüglich, dass auch Etikettierpositionen mit verschiedenen X-Y-Koordinaten (vertikale und horizontale Ebene) problemlos angefahren werden können, ohne das System dafür umrüsten zu müssen. Zudem lassen sich neue Produkte einfach im System hinzufügen.

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„Der Einsatz des Hochleistungs-Etikettiersystems EA712 eignet sich überall dort, wo unterschiedliche Produkte wirtschaftlich einer Kennzeichnungslinie zugeführt werden sollen“, erklärt Karsten Jung, Leiter ICS Kennzeichnungssysteme. „Verschiedene Oberflächenstrukturen der Kennzeichnungsobjekte und fehlende Kontraste verhindern zudem oft die sichere Identifikation direkteingespritzter 2D-Codes, Teilenummern und Herstelldaten. Unser System gewährleistet dank Optoelektronik auch ohne diese Erfassungsparameter die fortführende Produktionslenkung und Zuordnung bestimmter Baugruppen oder Kommissionen.“ Laut ICS wird die Etikettieranlage EA712 aktuell bei einem großen deutschen Automotive-Zulieferer implementiert. Weitere Projekte im Automobil-Zulieferbereich, im Maschinen- und Anlagenbau aber auch in der Verpackungslogistik sollen in Kürze folgen. Der Neu-Anspacher Hersteller und Full-Service Dienstleister liefert das Etikettiersystem inklusive passgenauer Fördereinrichtungen, Schutzgehäuse, Systemsoftware und optional mit Verbrauchsmaterialien aus eigener Produktion. bw

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