Sichere Automatisierungstechnik

3 Fragen an … Thomas Pilz

Für den Themenbereich Ident und Sicherheit ist Pilz als Lösungsanbieter der vordersten Reihe bekannt. MRK und Industrie 4.0 treiben die Entwicklung voran.

Thomas Pilz, geschäftsführender Gesellschafter der Pilz GmbH & Co. KG. (Foto: Pilz)

Herr Pilz, die zunehmende industrielle Automatisierung treibt die Entwicklung der Ident- und Sicherheitssysteme an. Was ist derzeit Schwerpunkt der Entwicklung im Hause Pilz?
Die Robotik ist neben Industrie 4.0 das große Zukunftsthema der industriellen Automatisierungstechnik. Wir werden mit weiteren Innovationen unsere Rolle als Pionier der sicheren Automatisierungstechnik unterstreichen. Kurz vor der Marktreife steht beispielsweise unsere taktile Sensorik für Roboterapplikationen. Diese unterstützt bei der Visualisierung und Ortsbestimmung von Mensch und Roboter und ist ein vielversprechender Weg zu mehr Dynamik bei Mensch-Roboter-Kollaborationen. 

Welche konkreten Ident- und Sicherheitslösungen für die Mensch-Roboter-Kollaboration bietet Ihr Unternehmen an?
Bei der technischen Umsetzung von MRK kommt der sicheren Sensorik eine Schlüsselrolle zu: Um allen Anwendungen in puncto Sicherheit gerecht zu werden, bietet Pilz ein komplettes Portfolio an Sensoren an. Das reicht von Schutztürsensoren für die klassische Roboterzelle – je nach Anforderung, Einbausituation und applikativen Randbedingungen stehen verschiedene Betätigungsprinzipien und Bauarten bereit – über Lichtgitter PSENopt und Sicherheits-Laserscanner PSENscan für die Überwachung von Flächen bis hin zu unserem sicheren 3D-Kamerasystem SafetyEYE.

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Die sichere dreidimensionale Raumüberwachung als Alleinstellungsmerkmal des SafetyEYE bietet vielfältige neuartige Einsatzmöglichkeiten für die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine ohne trennende Zäune oder andere trennende Schutzeinrichtungen.

Als Lösungsanbieter für die sichere Automation unterstützt Pilz daneben mit einem auf die einzelnen Lebensphasen eines Robotersystems abgestimmten Dienstleistungsportfolio: von der Prozessanalyse über die Risikobeurteilung bis hin zur CE-Kennzeichnung. Eine wichtige Rolle für die besonderen Herausforderungen bei der Validierung von MRK gemäß ISO/TS 15066 spielt unser neues Druckmesssystem PROBms. Damit können die vorgeschriebenen Grenzwerte für Kraft beziehungsweise Druck der Roboterbewegung nun exakt gemessen und somit validiert werden. Ein spezielles Schulungsangebot zum Thema Robot Safety rundet das Serviceangebot ab.

Ident- und Sicherheitssysteme sollen drohende Gefährdungen erkennen und Schäden – an Mensch und Maschine – vermeiden. Werden sie damit zum Bremsklotz der Produktivität?
Das muss nicht sein. Nehmen Sie beispielsweise unser sicheres 3D-Kamerasystem SafetyEYE: Ein sicherer Roboter kennt seine sichere Position, seine sichere Geschwindigkeit und seine sichere Bewegungsrichtung, das sichere Kamerasystem kennt die Position von Objekten (Menschen) im Umfeld des Aktionsradius des Roboters. Statt starrem Abschalten kann das Gesamtsystem zukünftig deutlich flexibler reagieren, unnötige Stillstandzeiten vermeiden und so die Produktivität der Anlage erhöhen.

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