RFID-System

Erkennt vorbeirasende Daten

Ident-Control-System weltweit einsetzbar. Das RFID-System Ident-Control bedient alle gängigen RFID-Frequenzen, ist modular aufgebaut und flexibel erweiterbar. Es eignet sich für den Einsatz in Materialfluss-Anlagen. 

In modernen Produktionsanlagen müssen effizient und flexibel viele Produktvarianten gefertigt werden können. Gleichzeitig muss jeder Prozess automatisch ablaufen und nach oben hin transparent in eine Leitebene abgebildet werden. Für diese Funktionalität stehen zum Beispiel RFID-Systeme an erster Stelle der Informationskette. Modular und flexibel aufgebaute Systeme wie das Ident-Control-System von Pepperl+Fuchs eignen sich hierfür, da sie sich überall installieren lassen und alle RFID-Frequenzen abdecken. Das System mit bis zu vier Lesestellen ermöglicht zudem die direkte Inbetriebnahme am Gerät per Display und Funktionstasten. Das System lässt sich weltweit einsetzen, da es über die gängigen Schnittstellen Profibus, Profinet, Device-Net, Interbus, eine serielle Anbindung und jetzt auch über die CC-Link- und die Ether-CAT-Schnittstelle verfügt. Die CC-Link-Version ist kompatibel zu V1.1 sowie V2.0 und erfüllt den Conformance-Test. Darüber hinaus bietet sie einen parallelen Diagnose-Port. Die Ether-CAT-Version bietet wie Profinet 100 MBit Übertragungsrate, hat jedoch wegen des geringeren Protokoll-Overheads kürzere Zykluszeiten. Ein sicheres Handshake zur Datenübergabe vermeidet Wartezeiten und ermöglicht so schnelle RFID-Lösungen bis in die Steuerung. Dabei werden die Daten von zwei Lesestellen zeitgleich in einem Protokoll übertragen.

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Die Auswerteeinheit bietet Diagnosefunktionalität teils mit zweiter Schnittstelle oder in der Ethernet-Version über die Web-Server-Funktion für die direkte Parametrierung. Diese Versionen unterstützen alle gängigen Protokolle und haben einen integrierten Switch zur einfachen Installation in eine Linientopologie zum Beispiel entlang einer Förderstrecke.

Der Anbieter hat diverse Lesekopfbauformen im Angebot. Zylindrische Bauformen werden oft im Maschinenbau eingesetzt. Der kleinste Durchmesser beträgt nur 18 Millimeter. Die quaderförmigen Bauformen decken die verschiedenen Lesebereiche ab; das flachste Element ist nur zehn Millimeter hoch. Kundenspezifische Leseköpfe passend für spezielle Applikationslösungen runden das Programm ab. Einige Leseköpfe sind bündig in Metall einbaubar.

Flache Bauform für die Fördertechnik

Ein Lesekopf mit gut 50 Zentimeter Länge wurde speziell für Fördertechnikanlagen konzipiert. Das flache und schmale Element kann in Rollenförderanlagen zwischen die Rollen eingebaut werden. Durch die Länge lassen sich Toleranzen in der Position der Transponder ausgleichen. Dies ist zum Beispiel bei Behältern unterschiedlicher Größe auf einer Förderstrecke typisch der Fall. Eine andere Anwendung desselben Lesekopfes ist die High-Speed Lösung. Durch die Montage entlang der Förderstrecke kann bei definierter Lage des Transponders dieser über eine lange Strecke und damit über eine lange Zeit kontinuierlich gelesen werden. Dadurch sind aus dem Transponder Daten lesbar, auch wenn dieser mit zehn Meter pro Sekunde an der Lesestelle vorbeirast.

Vorteile gegenüber Barcode-Lösungen

RFID-Systeme heben sich neben der besseren Robustheit und Lesesicherheit grundsätzlich von Barcode-Systemen ab durch die Möglichkeit, Daten zu schreiben. Diese Funktion lässt sich zum Beispiel nutzen, um dem Fördergut oder dem Werkstückträger detaillierte Informationen zum Transportweg oder zum nächsten Fertigungsschritt mitzugeben. Gleichzeitig lassen sich die Qualitätsdaten auf dem Datenträger ablegen. Auf diese Art können dezentrale Lösungen einfach realisiert werden, sagt der Anbieter aus Mannheim. Die dezentralen Entscheidungen vermindern den Kommunikationsaufwand auf dem übergeordneten Bus und können eine zentrale Datenbank überflüssig machen. Nur die Diagnosedaten müssen dann zeitunkritisch nach oben übertragen werden. Das ist vor allem bei großen Systemen wichtig.

Für Intralogistik- und Automotive-Anwendungen

Bei Werkzeugmaschinen kommt es auf die kompakte Bauart der Leseköpfe, die Robustheit des Ident-Systems und die hohe Schutzart an. Leseköpfe und Transponder werden meist in Metall eingebaut – ein Fall für die Ident-Control Compact von Pepperl+Fuchs. In Flurförderfahrzeugen werden Ident-Systeme eingesetzt, um über im Boden eingelassene Transponder eine absolute Positionsbestimmung zu erhalten. Da diese Fahrzeuge oft über Induktionsschleifen angetrieben werden, sind hier die guten EMV-Eigenschaften des Ident-Control- Systems relevant. Mit größeren Lesekopfbauformen lassen sich größere Toleranzen ausgleichen. Automatisch betriebene Lagersysteme mit Hebewerkzeugen in den Gassen können über Ident-Control gesteuert werden. Teils erfordert es die Anwendung, gewisse Höhen an bestimmten Positionen einzuhalten oder die Geschwindigkeiten anzupassen; das lässt sich kosteneffizient über einen mitfahrenden RFID-Lesekopf lösen.

Auch in der Automobilindustrie sind RFID-Systeme verbreitet, um einfach und sicher die vielen Produktvarianten zu steuern und den Just-in-Time-Materialfluss zu sichern. Ein Beispiel dafür ist etwa die Kabelsatzproduktion, die üblicherweise vom Zulieferer bis ans Montageband über ein durchgängiges RFID-System realisiert werden.

pb

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