Automatisierte Bestellung von C-Teilen mit RFID.

Leere Behälter sorgen für Nachschub

Vor einem Jahr entschied sich C. F. Maier, Produzent von Komponenten und Systemen aus Kunststoff und Leichtmetall für Nutzfahrzeuge, für eine aktive RFID-Kanbanlösung von Keller & Kalmbach. Das System sorgt seitdem für eine effizientere Beschaffung, Lagerung und Bereitstellung von Kleinteilen aller Art.

Ordentliche Lagerhaltung und effiziente Prozesse bei der Beschaffung von Kleinteilen mit RFID-Kanban bei C.F. Maier. (Foto: Keller & Kalmbach)

C. F. Maier gehört zu den führenden Anbietern von Komponenten und Baugruppen für den Innen- und Außenbereich von Bussen, zum Bespiel Toilettenkabinen. Auch Bedienkonsolen für Bau- und Flurförderfahrzeuge sowie Karosserieteile für Wohnmobile gehören zu dem breiten Angebot des Unternehmens und dem Produktportfolio des Standortes Schillingsfürst. Hier entstehen aus Polyurethanschaum und tiefgezogenen Thermoplasten Komponenten für die Fahrzeugindustrie, die Medizintechnik, die optische Industrie sowie die Nahrungs- und Genussmittelindustrie. Das Werk wurde TurnLog-Pilotprojekt von Thomas Krisch. Ziel war es, die manuelle Warenbewirtschaftung zu automatisieren.

Krisch startete eine Marktrecherche, um die Montage der Kleinteile im Werk in Schillingsfürst zu optimieren. Keller & Kalmbach machte bei der Projektvergabe das Rennen und überzeugte mit einer auf C. F. Maier zugeschnittenen Logistiklösung. Im Februar 2012 folgte nach dem Zuschlag dann das Kick-Off zu dem groß angelegten Projekt. Anfang Mai war das System aktiv. Der Effekt: „Die Entlastung der Mitarbeiter im C-Teile-Einkauf ist deutlich spürbar. Sie müssen sich seither um keine Anfragen, Angebotsauswertungen, Bestellungen, Rechnungsprüfungen oder dergleichen kümmern“, freut sich Krisch. Das System läuft komplett automatisch – der Prozess ist wasserdicht. Gestartet wurde mit rund 200 Behältern in vier Kanbanregalen. In Schillingsfürst werden 20 Prozent DIN-Teile, beispielsweise Blechschrauben oder kleine Gewindeschrauben, sowie 80 Prozent Fremdware (sogenannte Industrieteile) abgewickelt.

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Die Behälter bei C. F. Maier sind jeweils zweigeteilt und enthalten einen Verbrauchs- sowie einen Meldebestand. Ist der Verbrauchsbestand leer, entnimmt der zuständige Mitarbeiter den Behälter, dreht ihn um und erzeugt durch die erneute Platzierung im Regal automatisch eine Bestellung – in der Zwischenzeit nutzt er den verbleibenden Sicherheitsbestand. Möglich wird die automatisierte Bestellgenerierung durch eine Magnetschiene, die sich an der Vorderseite des Regalbodens befindet und dem Transponder, der sich an dem Behälter befindet, einen Bestellimpuls gibt. Dieser wiederum sendet ein Signal an einen Controller, der sich in maximal 50 Meter Entfernung an der Hallendecke befindet. Der Controller nimmt das Signal auf und identifiziert den Behälter eindeutig. Die Bestellung läuft im Warenwirtschaftssystem von Keller & Kalmbach ein. Kundenseitig taucht die Order im SAP-System von C. F. Maier auf. In einem individuell festgelegten Turnus und definierten Touren erfolgt anschließend die Lieferung. Die Ware wird von Mitarbeitern von C. F. Maier eingeräumt – die eindeutige Zuordnung des Lagerplatzes erfolgt durch das Etikett auf der Verpackung. Hier befinden sich neben der Sachnummer auch der Lagerort in der Halle, die Definition des Regalmeters sowie kundenspezifische Angaben. Ein fehlerhaftes Einräumen der Ware wird dadurch vermieden. Auch langes Suchen nach dem richtigen Lagerplatz entfällt – das spart Zeit.

An der Strategie, das RFID-System auf weitere Montagebereiche an anderen Standorten auszuweiten, wird weiterhin festgehalten. Auch weitere Produktgruppen sollen abgewickelt werden.

bw

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