Komfortabler prüfen

Neue Software für den Smart Tester

Die zweite Version der Software des Universal-Prüfstands Smart Tester von Inotec AP macht die Erstellung von Prüfabläufen komfortabler. Sie hat eine verbesserte Motorsteuerung und neue Darstellungsoptionen für die Prozessauswertung sowie ein optimiertes Fehlermeldesystem.

Auf der Control 2017 präsentiert Inotec AP die zweite Generation der Software seines Smart Testers. (Bild: Inotec AP)

Das Mensch-Maschine-Interface von Prüfständen gilt als des Pudels Kern für die Akzeptanz beim Anwender. Daher legt der Anlagenbauer Inotec AP großen Wert auf die einfache, intuitive Bedienung seines Universal-Prüfstands Smart Tester. Mit der vom Unternehmen entwickelten Drag&Drop-Software kann der Anwender analog zum realen Prüfablauf auf einer grafischen Oberfläche mit frei positionierbaren Icons für Sensoren, Aktuatoren und Funktionen selbst komplexe Prüfprozesse spielerisch einfach konfigurieren und editieren. Pünktlich zur Control 2017 und knapp zwei Jahre nach der Markteinführung seines Universal-Prüfstands präsentiert Inotec AP nun die zweite Generation seiner Smart-Tester-Software. Sie eröffnet dem Anwender noch mehr Freiräume beim Agieren auf der Drag&Drop-Oberfläche, enthält eine intelligente Fehlerdiagnose, offeriert eine erweiterte Messwert-Visualisierung und eine automatisierte Steuerung der Antriebstechnik.

Parallele Prüfabläufe und flexible Motorsteuerung

Eine der wichtigsten Neuheiten ist die Möglichkeit, sehr einfach parallele Abläufe anzulegen, um dadurch in der anschließenden Prüfphase zwei Vorgänge gleichzeitig ablaufen lassen zu können. Bei der Erstellung der Parallelprozesse unterstützt das System den Anwender jetzt mit grafischen Vorschlägen für die Positionierung der Elemente. Dabei zeigt es – ebenfalls als Vorschau sichtbar – auch Alternativen an, aus denen der Nutzer wählen kann.

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Auch die Motorsteuerung der neuen Software wurde verbessert. Der Bediener kann nun während einer laufenden Prüfung die Regelung des Antriebs abschalten (war bisher nur im Handbetrieb möglich). Daraus ergibt sich ein erweitertes Anwendungsspektrum. Zum Beispiel kann jetzt eine elektrische Drehachse durch ein von außen wirkendes Moment angetrieben werden, ohne dass der Motor die Anwendung blockiert oder Schleppfehler auftreten. Durch den Einsatz moderner Multiturn-Absolutwertgeber gehen keine Positionen verloren und das Motorsystem lässt sich jederzeit neu starten. Damit ist auch die Voraussetzung für den Einbau von Drehmodulen im generatorischen Betrieb erfüllt: Etwa als Bremsen, die im Prüfaufbau Lasten simulieren.

Messwert-Visualisierung und freie Einheitenwahl

Erheblich erweitert zeigt sich die Software bei der Darstellung der Messwerte: Es lassen sich nun zwei Ergebniswerte in einem Graphen abbilden, wodurch der Bediener kausale Zusammenhänge klarer erkennen und an Dritte vermitteln kann. Außerdem ist es nun möglich, zwei Messwerte unabhängig voneinander in der Höhe zu skalieren und ihre Nulllinien gegeneinander zu verschieben. So lassen sich zwei Graphen übereinander legen und vergleichen.

Inotec AP bietet seinen Universal-Prüfstand als Tisch- und Rack-Version an. (Bild: Inotec AP)

Neu ist auch die Möglichkeit, die Ein- und Ausgabeparameter des SmartTesters frei konfigurieren und benennen zu können. Der Anwender kann alle Werte in seinem bevorzugten Einheitensystem eingeben, ohne diese vorher in die vom Prüfstand genutzte Einheit umrechnen zu müssen. Ein Analogwert etwa, den die Software als Spannung (V) behandelt, lässt sich nun intern in eine andere physikalische Größe (Druck, Weg) umdefinieren. Dabei steht ein einmal definierter Umrechnungsfaktor systemweit parat; er lässt sich also auf alle I/O-Werte anwenden. Zur Kontrolle und zum Rückfallschutz kann jederzeit auf den internen Systemwert zurückgegriffen werden.

Schnelle Fehlerdiagnose

Das Meldesystem wurde ebenfalls weiter optimiert, es hat eine neue Status-Unterscheidung zwischen Warnung (gelb) und Fehler (rot). Der Nutzer kann nun sofort identifizieren, wann er sich einem echten Fehler widmen muss und welche Hinweise er zunächst ignorieren kann. Zudem meldet das System nun alle Fehler in Klartext, was deren Beseitigung erheblich beschleunigt. as

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