Aircraft Positioning Unit

Am Boden wird es eng

Zentimetergenaues Rangieren durch funkferngesteuerte Einparkhilfe
Das Rangieren bei ausgeschaltetem Flugzeugmotor schont die Umwelt.
Für ein Flugzeug ist die Bewegungsfreiheit in der Luft (fast) grenzenlos. Dafür ist das Rangieren am Boden umso kniffliger – schon kleinste Schäden können die Flugsicherheit beeinträchtigen. Besonders im Hangar, wo es eng zugeht, ist eine Kollision schnell passiert. Hier hilft eine „Positioning Unit“.






Um die Zahl der Unfälle zu verringern, hat Mototok eine „Aircraft and Helicopter Positioning Unit“ entwickelt. Es ist eine fahrbare Hebebühne, auf die das Vorderrad des Flugzeugs aufgebockt wird. Das Einparken erfolgt bei ausgeschaltetem Flugzeugmotor per Funkfernsteuerung. Die Bediener haben optimale Sicht von außen und können zentimetergenau rangieren. Mototok setzt bei der Funkfernsteuerung auf eine modifizierte Version der Baureihe Nova L von Hetronic Deutschland. Der Anbieter geht auch bei Projekten kleinerer Auftragsgröße auf spezifische Kundenwünsche ein, die von den Standardbaureihen abweichen.

Die Idee von der Einparkhilfe kam Mototok-Geschäftsführer Kersten Eckert, der selbst ein Flugzeug besitzt, bereits 2001. Er kannte die Enge in Hangars aus eigener Erfahrung und wusste um die Unfallgefahr, die sich daraus ergibt. Als gelernter Flugzeugmechaniker hat er das nötige Know-how, um eine Lösung für das Problem zu entwickeln. Gemeinsam mit Geschäftspartner Thilo Wiers-Keiser gründete er 2003 Mototok International, um sein Produkt auf den Markt zu bringen. Inzwischen wird die international patentierte Lösung des Startup-Unternehmens aus Krefeld in zehn Ländern auf drei Kontinenten eingesetzt. Mit Brasilien hat die expandierende Firma den nächsten Markt bereits ins Visier genommen.

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Um ein Flugzeug mit der Positioning Unit zu rangieren, wird sie zum Vorderrad gefahren, für das eine entsprechende Ausbuchtung vorhanden ist. Dann wird es hydraulisch gesichert und angehoben. Ein Ausscheren wird elektronisch verhindert. Die Unit ersetzt jetzt das Vorderrad des Flugzeugs in seinen Funktionen und Eigenschaften und lässt sich entsprechend steuern. Angetrieben wird sie durch einen 1.200 Newtonmeter starken Elektromotor, mit dem sie eine Geschwindigkeit von fünf Kilometern pro Stunde erreicht. Die Maschine des Flugzeugs bleibt ausgeschaltet, was Lärm und Emissionen verhindert. Vorteil beim Rangieren per Funkfernsteuerung ist, dass sich der Bediener außerhalb des Flugzeugs befindet und somit die bestmögliche Sicht hat. Auf diese Weise lässt es sich zentimetergenau rangieren.

Konkret handelt es sich bei der eingesetzten Funkfernsteuerung um eine modifizierte Version auf Grundlage der Baureihe Nova L. Sie ist standardmäßig entweder mit zwei zweiachsigen Meisterschaltern oder mit bis zu sechs vollproportionalen Bedienhebeln ausgestattet und daher besonders für die Steuerung mobiler Maschinen geeignet. Mit dem Sender kann man die Geschwindigkeit und Richtung der Unit regeln sowie das Rad sichern, anheben und absenken. In der für Mototok modifizierten Variante leuchtet außerdem eine zusätzliche LED-Anzeige am Sender, wenn die Unit in der höheren Geschwindigkeitsstufe bewegt wird. Ein extra integrierter Taster ist für die Bedienung der Beleuchtung an der Unit da. Um durch den Flughafenradar hervorgerufene Frequenzprobleme auszuschließen, ist das Gehäuse des Senders extra abgeschirmt. Die spezifische Beschriftung der Taster je nach Belegung und Kundenwünschen ist Standard. PR/pb

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