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RFID-Lösung

Kein Tropfen geht verloren

RFID-basierte Lösung für die Getränkeindustrie
Das Stapler-Terminal ist mit dem Lagerverwaltungssystem verbunden und erkennt, ob die richtigen Paletten aufgenommen worden sind.
Jungheinrich hat sein Produktprogramm um eine RFID-basierte Lösung erweitert. Das im eigenen Hause entwickelte System ermöglicht schnelles Erfassen und Verfolgen mehrfach tief transportierter Paletten - beispielsweise in der Getränkeindustrie.

Jungheinrich hat eine eigene RFID-basierte Lösung entwickelt. Der Clou: Die Transponder sitzen in den Paletten, die Antennen sind in die Gabelzinken des Staplers integriert. Gelesen werden die Transponder automatisch beim Hineinfahren in und Herausfahren aus den Paletten. Damit ist für eine schnelle und sichere Identifizierung aller Paletten gesorgt. Zum Einsatz kommt diese neu entwickelte Lösung vor allem beim Erfassen und Verfolgen von mehrfach tief transportierten Paletten. Das ist interessant besonders für Anwendungen in der Getränkeindustrie, aber auch für andere Bereiche.

Für die Getränkeindustrie gilt die EU-Norm 178/2002, nach der jeder Produzent eine vollständige Chargenrückverfolgbarkeit seiner Waren gewährleisten muss. Dazu ist es beispielweise notwendig, dass dem Lagerverwaltungssystem jederzeit bekannt ist, wo sich welche Palette befindet. In Anwendungen aus der Getränkeindustrie werden bisher die Barcodes der Paletten auch bei mehrfach tiefen Transporten mit Gabelstaplern häufig manuell gescannt. Dieses Verfahren ist vor allem fehleranfällig, Bestandssicherheit kann nicht gewährleistet werden. Die Herausforderung bei der Lösung aus Hamburg bestand darin, diesen Nachteil mit einem automatischen System zu reduzieren.

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In der aktuellen Anwendung werden jeweils sechs Halbpaletten aus Kunststoff mit einem Stapler gleichzeitig aufgenommen und transportiert. Auf den Paletten befinden sich Getränke, die von der Produktion ins Lager sowie aus dem Lager in den Warenausgang transportiert werden. Im Mittelfuß aller Kunststoffpaletten wird je ein RFID-Tag (Transponder) angebracht. Jeder Transponder ist mit einer eindeutigen Nummer versehen. Sobald die Palette mit Artikeln befüllt ist, wird der Transponder mit der Ware im Lagerverwaltungssystem „verheiratet“. Der Staplerfahrer erkennt auf seinem Terminal, das über Funk mit dem Lagerverwaltungssystem verbunden ist, ob er die richtigen Paletten aufgenommen bzw. abgestellt hat und kann bei Bedarf korrigieren. Diese Gesamtlösung wurde im Frühjahr 2008 bei einem Kunden aus der Getränkeindustrie auf Herz und Nieren geprüft. Der Test war erfolgreich – die Leserate lag bei nahezu 100 Prozent.

Besonderes Augenmerk hat Jungheinrich auf die Entwicklung einer robusten Antennenlösung gelegt. Es musste sichergestellt werden, dass die Antennen einerseits nicht durch Paletten oder herunter fallende Lasten beschädigt oder zerstört werden. Zum anderen durfte die abschirmende Wirkung von Flüssigkeiten nicht zum Tragen kommen. Zusammen mit dem Lehrstuhl Fördertechnik, Materialfluss, Logistik (fml) der TU München entwickelte der Hamburger Anbieter eine Lösung, bei der die Antennen direkt in die Gabelzinken des Staplers integriert werden. Hier sind sie robust und sicher verpackt. Die Transponder aller sechs Paletten werden direkt beim „Vorbeifahren“ sowohl während des Einfahrens als auch beim Herausfahren automatisch erkannt. Die abschirmende Wirkung von Flüssigkeiten, die sich auf den Paletten befinden, beeinflusst die Identifizierung nicht. Zudem ist die hier entwickelte Lösung im Vergleich zu Antennenlösungen außen an den Gabeln oder am Hubmast nahezu unzerstörbar. PR/pb

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