Identifikationssysteme

Barcode + SAP = Effizienz

ID-Systeme steuern Waren und Information
Täglich durchlaufen 350 Tonnen Papier die Hochleistungs-Wellpappanlage von STI – eine besondere Herausforderung an die Logistik.
Innerhalb von nur drei Monaten entwickelte Etiscan, Wöllstadt, für seinen Kunden STI in Lauterbach eine ganzheitliches Barcode-Scanningsystem – parallel zum laufenden Betrieb! Durch viele Ausbaustufen zeigt es bis heute seine Leistungsfähigkeit und kann auch mit weiterer Expansion Schritt halten.

Um reale Warenströme und virtuelle Informationsflüsse zu verknüpfen, zu überwachen und zu steuern setzt man Identifikationstechnik ein. Mit ID-Systemen lassen sich via Tracking & Tracing jederzeit an jedem Ort Produkte erfassen sowie Abläufe sichern und beschleunigen. Schlanke und effektive ID-Lösungen als Distributor, Technologie-Dienstleister und Systemhaus umzusetzen, das ist die Kernkompetenz der Etiscan Identifikationssysteme. Die Wöllstädter Spezialisten bieten Komplettlösungen – von der Analyse, Beratung und Projektplanung über die Entwicklung und Disposition von Hard- und Software, Installation und Inbetriebnahme sowie Service und Support.

Viel Strichcode-Erfahrung und ein breites Sortiment leicht zu handhabender Scanner unterschiedlicher Reichweiten werden eingesetzt, um die jeweils beste Erfassungslösung zu erzielen. Ob mobiler Handscanner, stationäres Gerät oder Datenfunksystem, ob Barcode- oder Transpondertechnologie, ob SAP-, Baan-, Navision- oder Infor-Anbindung an die ERP-Software: Etiscan-Lösungen erfordern wenig Aufwand und nur so viel Anpassungen wie nötig.

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Service fordert Logistik

STI ist ein managementgeführtes, konzernunabhängiges Familienunternehmen der Verpackungs- und Displaybranche. Rund die Hälfte der größten europäischen Konsumgüterhersteller sowie führende Industriegüterunternehmen und Handelskonzerne zählen zu den Kunden, darunter 20 der deutschen Top-30-Konzerne. Sie machen die Firma damit zum führenden europäischen Displayanbieter für Produktpräsentationen am Point of Sale und zu einem der Spitzenunternehmen in der Verpackungsbranche. An sechs Produktionsstandorten in Deutschland und Tschechien sowie Niederlassungen in 16 Ländern erwirtschaften 1.400 Mitarbeiter rund 165 Millionen Euro Umsatz mit Regal- und Transportverpackungen sowie kreativen Warenpräsentationen aus Wellpappe und Karton.

Etwa 350 Tonnen Papier am Tag durchlaufen die 120 Meter lange Hochleistungs-Wellpappanlage bei der STI Corrugated in Alsfeld. Das entspricht einer Jahresproduktionskapazität von etwa 120 Millionen Quadratmetern Wellpappe. Bei einem 24-Stunden-Service und „Just-in-sequence“-Lieferung stellt das eine besondere Herausforderung an die Logistik dar. Weil der Trend zu kleineren Chargen geht und Regalverpackungen mit saisonbedingt gestalteten Trays zunehmen, hat das massive Auswirkungen auf die Produktion sowie die Material- und Informationsflüsse.

Mobile Datenerfassung

Bis 2001 wurde noch mit einem alten ERP-System gearbeitet, das keine ausreichende Rückverfolgbarkeit erlaubte. Seit der Einführung von SAP und der Identifikationsstrategie von Etiscan wurde die lückenlose Rückverfolgbarkeit einzelner Verpackungs- und Display-Chargen in allen Produktions-, Verarbeitungs- und Vertriebsstufen sichergestellt. Das Konzept des Handling-Unit-Managements – also das Erfassen jedes einzelnen Collis nach der Produktion durch Rückmeldung an das System via Barcode – erforderte die Einführung der mobilen Datenerfassung.

Barcodes vereinfachen Handling

Die Packstück-Identifikation erfolgt über eine 20-stellige Nummer der Versandeinheit. Diese Informationen finden sich körperlich auf der SAP-Stapelkarte, die jeder Palette ihre eindeutige Nummer zuweist. Sie ermöglicht bei einer Beanstandung die lückenlose Rückverfolgung der kompletten Charge. Der auf der Palette angebrachte Barcode hat weitere logistische Vorteile: Er liefert die erforderlichen Infos während der Einlagerung, der Kommissionierung, in der Qualitätssicherung, an der Palettensicherungsanlage sowie im Versand und stellt die elektronische Informationsbasis für das parallel über die Etikettensoftware generierte Kundenetikett dar. Die Barcodelösung ermöglicht die Bereitstellung der Fertigware in mehreren Lagern ohne zusätzlichen Handlingaufwand – bis hin zum Einzelversand personalisierter Verpackungen in den Markt oder an den Endverbraucher.

Zur Entwicklung und Umsetzung dieses Konzepts holte sich STI Unterstützung bei Etiscan. Eingesetzt wird die eigenentwickelte SAP R/3-Schnittstelle „Etiscan SAP Connect http://XP.net“. Der Dienstleister integrierte dazu alle Prozesse durch Kopplung externer Datenbanken, SAP und Barcodescanner. Zum Paket gehörten auch die Betreuung bei der Inbetriebnahme, Schulung, Einweisung und Support während der gesamten Laufzeit.

Die beleglose Lagerbestandsverwaltung und Kommissionierung führte zu einer höheren Effizienz und Datentransparenz. Weil jede Palette bei jeder Bewegung mit dem Scanner verfolgt wird, sind Lagerbestand und kompletter Fertigwarenbestand allzeit aktuell und unter Kontrolle. Das führt zu einer besseren Bestandsinventur, Rückverfolgbarkeit von Chargen und einer verbesserten Lieferfähigkeit.

Astrid Wilhelm-Wagner (gm)

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