Identtechnik (oder Lager und Logistik)

Globale Logistik und IT wachsen zusammen

Dortmunder Dreiergipfel beleuchtet logistische Zeitenwende
Gleich drei Logistik-Fachveranstaltungen fanden im September in den Dortmunder Westfalenhallen statt: Die 23. „Dortmunder Gespräche“ (älteste deutsche Fachtagung für die Logistikbranche), die dritte „warehouse logistics“ (Kongress für Warehouse Management, Logistiksoftware und Identifikationssysteme) und das erstmalig durchgeführte „Fraunhofer-Symposium RFID“.

Keine Globalisierung ohne Logistik. Und keine Logistik ohne IT. Wie man es schafft, die weltweiten Informations- und Güterströme so aufeinander abzustimmen und miteinander zu vernetzen, dass dieser weltumspannende Austausch auch funktioniert, beleuchteten die 23. Dortmunder Gespräche mit der flankierenden „warehouse logistics 05“ und dem „Fraunhofer-Symposium RFID“ am 13. und 14. September 2005 im Kongresszentrum Westfalenhallen. Über 500 Teilnehmer und 33 Aussteller – so lauten die statistischen Fakten der Dortmunder Veranstaltung.

Die Globalisierung schafft weltumspannende Unternehmensnetzwerke zwischen Zulieferern, Produzenten und Absatzorganisationen. Dabei stellt nicht nur die Bewältigung der erforderlichen Material- und Warenströme eine echte Herausforderung dar. Um diese Prozesse schnell, sicher und wirtschaftlich zu organisieren, muss auch die Kommunikation stimmen. Hier ist moderne Informationstechnik gefordert, die die weltweite Verständigung sicherstellt. Logistik und IT, die Schlüsseltechnologien der Globalisierung, wachsen immer mehr zusammen.

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Um diese Herausforderungen der Zukunft ging es beim Dortmunder Dreiergipfel. Im Eröffnungs-Plenum beklagte Prof. Dr.-Ing. habil. Prof. e. h. Dr. h. c. mult. Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, dass im Wahlkampf keine Diskussionen über Innovationen stattfanden und stattdessen über Themen mit kurzfristiger Wirkung gesprochen wurde. Er verwies darauf, dass wir höhere Preise auf den Weltmärkten erzielen müssen zur Finanzierung unseres Wohlstands: „Für das, was wir uns heute leisten, sind wir im Moment nicht gut genug – in bestimmten Branchen.“

Während die Dortmunder Gespräche schwerpunktmäßig ihren Blick auf die Optimierung von Logistiksystemen richteten und damit dem Aspekt der Planung und Organisation Raum gaben, ging es bei der „warehouse logistics“ besonders um die informationstechnische Seite der Logistik, um Software und IT-Systeme.

Megatrend RFID

Das erstmalig veranstaltete Fraunhofer Symposium RFID widmet sich einer Technologie, die gegenwärtig die Fachdiskussion dominiert wie keine zweite: die elektronische Identifikation von Gütern mittels Radiofrequenzen (Radio Frequency Identification). Die Experten sprechen dabei von einer Zukunftstechnologie, die bisher unvorstellbare Möglichkeiten in der Logistik eröffnet.

Im „Megathema“ RFID kulminiert die immer enger werdende Verknüpfung von Logistik und IT. Durch an der Ware angebrachte intelligente Speicherchips (Transponder, Tags) werden Information und Ware zu einer Einheit verschmolzen. Das macht nicht nur Prozesse schneller, sicherer und transparenter, sondern erlaubt auch revolutionäre Strategien durch die dezentrale Steuerung von Materialflüssen bis hin zum „Internet der Dinge“, wo sich Objekte ihren Weg selbst suchen. Was heute schon möglich ist und wie Kommunikation und Logistik noch stärker, vielfältiger und flexibler vernetzt werden können, beleuchteten die Referenten aus unterschiedlichsten Perspektiven. (gm)

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